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    <title>BildungsBlog (Rubrik:best of böse)</title>
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    <description>Community-Weblog rund um Bildung, Lernen und Lehren.</description>
    <dc:date>2011-04-26T19:02:47Z</dc:date>
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    <title>Essay02: The last Frontier</title> 
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    <description>Ja nat&amp;uuml;rlich, drinnen ist doof. Das gilt insbesondere f&amp;uuml;r die Zunft der Geocacher.  Wir haben ja den Vorteil, beides miteinander verbinden zu m&amp;uuml;ssen, das drinnen und das drau&amp;szlig;en. Wir wollen, ja wir m&amp;uuml;ssen raus, ohne Zweifel. Es soll zwar auch Theoriecacher geben, doch das sind seltsame Gestalten, obskur und verd&amp;auml;chtig, mit wenig Chance auf Akzeptanz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst  das digitale Vergn&amp;uuml;gen vor dem flimmernden Bildschirm: Suchen und ordnen, up- und download,  archivieren und posten. Dann die Feldarbeit, die eigentliche  Dom&amp;auml;ne des ewig Suchenden. Wir schw&amp;auml;rmen aus an Wochenenden, in den Ferien und w&amp;auml;hrend der Mittagspausen. Kraftstrotzende Naturmenschen mit scharfem Blick, sicherem Griff und digitaler Begabung: radelnd, kletternd, wandernd, tauchend, den K&amp;ouml;rper das Letzte abverlangend auf der Suche nach dem besonderen Cache und der beeindruckenden Fundstatistik. Helden der Postmoderne sind wir, unseren Urahnen, den J&amp;auml;gern und Sammlern verpflichtet, bewaffnet mit allem, was modernste Technik zu bieten vermag: GPSr, Mobile Phone und Digicam. Ein M&amp;auml;nnersport? Ja, definitiv. Begleitende Frauen f&amp;uuml;hren h&amp;ouml;chstens Protokoll und schleppen Ersatzbatterien wie Pausenbrote. Geo-Sherpa go!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieder einmal geht es darum die Natur und Ungewisses zu bezwingen: wie damals im 19. Jahrhundert als die weissen Flecken auf den Landkarten nach Entdeckung riefen. Wir f&amp;uuml;hren unsere Logb&amp;uuml;cher, gewissenhaft und mit Pr&amp;auml;zision, wie Kapit&amp;auml;ne und Expeditionsleiter: Found. Log. Time. In. Out. TFTC!  Die Dose markiert und weiter zum n&amp;auml;chsten Versteck.  Mit dem Eintrag in das Logbuch sagen wir allen: wir waren hier nach all der M&amp;uuml;hsal des Auf- und Abstiegs, in Regen und Schnee, Staub und Schlamm und die Gefahren mannhaft auf uns nehmend.  Kolumbus, Pizarro, Alexander von Humbold und ja, nat&amp;uuml;rlich der Pionier erster Cacheleger. Oh, Magie des FTF! Was bleibt uns Nachgeborenen denn &amp;uuml;brig, als die Welt nochmals zu entdecken, die Augen beschw&amp;ouml;rend auf die Koordinaten fixiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur&amp;uuml;ck zur Natur und hinaus ins Freie, auf Teufel komm raus: Plastik in der Landschaft ausbringen und dann wieder einsammeln; L&amp;ouml;cher in Baumst&amp;auml;mme bohren als Vorbedingung der perfekten Camouflage; Munitionskisten halb vergraben und mit Baumst&amp;auml;mmen bedecken;  Baumschw&amp;auml;mme abschlagen, aush&amp;ouml;hlen und mit appetitlichem Mikro versehen an ihren Platz zur&amp;uuml;ck h&amp;auml;ngen; Jungw&amp;auml;lder zertrampeln auf der Suche nach Travelbug und Geocoin. Das Wild fl&amp;uuml;chtet und die J&amp;auml;ger sind erz&amp;uuml;rnt. CITO, ja CITO nach jedem Mega Event: denn wir lieben die Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drinnen ist doof! Aber drau&amp;szlig;en ist auch doof, vielleicht sogar noch doofer als drinnen: Drive Inns, an denen die freien Parkpl&amp;auml;tze rar werden, weil langsame Cacher den st&amp;auml;ndigen Flu&amp;szlig; der Entdeckung hemmen; mit Blei und Schwermetall verschmierte H&amp;auml;nde, die entlang von Hauptverkehrsstra&amp;szlig;en in blinden Winkel fingern; der ber&amp;uuml;hmte Griff in Vogel- und Hundekot; ein tiefer Fall im Steinbruch; das Auftauchen von Polizei angelockt von misstrauischen Forstbeamten, Ringelnattern, Muggels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andrerseits: Abenteuer sind immer doof, sowohl drinnen wie drau&amp;szlig;en. Und Hobbies haben stets auch ihren l&amp;auml;cherlichen Aspekt. Und wir sind, in den Augen so mancher, sinistre Sonderlinge mit perversem Geschmack und schlechten Manieren. Damit freilich k&amp;ouml;nnen wir Cacher leben, sehr gut sogar.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich freue mich schon auf kommenden Samstag, wo ich am Kobenzl endlich jenen Fund zu machen hoffe, der mir beim letzten Mal versagt blieb. Es war nach Tagen intensivem Schneefalls. Nach stundenlangem Graben im meterhohen Schnee musste man mir im nahegelegenen Unfallkrankenhaus  fast den rechten Zeigefinger amputieren. Mittelschwere Erfrierungen, konstatierte der Arzt, der mir beim Abschied leise zuzwinkerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte mich als Cacher geoutet. Der dritte an diesem Wochenende, der seine Dienste in Anspruch nahm. Er fl&amp;uuml;sterte: Ob ich denn wisse, dass es beim Eingang des Krankenhauses auch einen Mikro g&amp;auml;be? Er w&amp;auml;re auch mit nur einer Hand zu schaffen. Ich war, das geb ich gerne zu, sehr m&amp;uuml;de. Geloggt hab ich ihn trotzdem: was denn sonst! Ich war doch ohnehin schon drau&amp;szlig;en. Und Stubenhocker bin ich beileibe nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Happy Caching!</description>
    <dc:creator>moncay</dc:creator>
    <dc:subject>best of böse</dc:subject>
    <dc:date>2009-03-12T12:33:00Z</dc:date>
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   <title>find</title>
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