BildungsBlog
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Rubrik: Selbstgesteuertes Lernen   [Alle Rubriken]  
Zur Zeit führt das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) eine Befragung im Rahmen des Projektes KOSFO durch. Das Projekt KOSFO (Kompetenzentwicklung von Lernmittlern in selbst organisierten Foren als neue Organisationsform) will untersuchen, wie Weiterbildner ihre Kompetenzerweiterung mit netzgestützten Werkzeugen (Mailinglisten, Foren etc.) selbst organisieren. Das Projekt wird im Rahmen des Programms "Professionelles Handeln in der Weiterbildung" von der QUEM - Arbeitsgemeinschaft betriebliche Weiterbildung durchgeführt. Den Online-Fragebogen findet man unter dieser Adresse. Ein Porträt des Projektes findet sich hier.

Der eine oder andere hat vielleicht schon mal von Zertifizierungen im IT-Bereich (z.B. Microsoft) gehört, vielen wird der TOEFL schon mal begegnet sein, aber sonst? Prüfungen, die man ablegen kann, ohne zwangsläufig die Kurse eines bestimmten Veranstalters absolviert zu haben?? Das finden auch die Autoren: "Die Zertifizierung von selbstorganisiert erworbenen Kompetenzen steht in der Bundesrepublik Deutschland allerdings erst am Anfang. ... Wie die Zertifizierung selbstorganisiert erworbener Kenntnisse, Fertigkeiten, Kompetenzen aussehen und wie insbesondere die Qualität dieser Zertifizierungen vor dem Hintergrund der Interessen sowohl der Beschäftigten als auch der Arbeitgeber an einem möglichst transparenten Kompetenznachweis sichergestellt werden kann, ist gegenwärtig noch weitgehend ungeklärt."

So leistet der Artikel Aufbauarbeit, wenn er beschreibt, welche Kriterien bei zukünftigen Zertifizierungen beachtet werden sollten: Lernprozessunabhängigkeit, Modularisierung, institutionelle Trennung, Belastung der Kandidaten, Testfairness, Validität. Das Thema hat Zukunft!
Anke Hanft und Wolfgang Müskens, QUEM-Bulletin, Heft 6, Dezember 2003 (pdf)
[via weiterbildungsblog.de]

[...] Wie die Forschergruppe um Cordula Artelt vom Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB) am heutigen Dienstag mitteilte, zeichneten sich die lernstärksten Schüler durch Lerntechniken und eine förderliche Einstellung aus. Ihre Strategien zielen auf das Verstehen ab. Schüler aus dieser Gruppe schneiden auf der Pisa-Skala im Schnitt 63 Punkte oder rund eine Kompetenzstufe besser ab als lernschwache. Diese würden nach dem Bericht besonders stark davon profitieren, wenn ihnen die Schule Hilfestellung beim selbstgesteuerten Lernen leistete.
[...] Schüler aus sozial begünstigten Schichten lernen insgesamt besser. Sie glauben eher an ihren Erfolg, verwenden häufiger effektive Lernstrategien und sind interessierter am Lesen. Ihr Leistungsvorteil in der Pisa-Studie beruhe auf Motivation, Lernstrategien und Selbstvertrauen.
[via NETZEITUNG WISSENSCHAFT: Richtig Lernen nach der Pisa-Studie]
Denkwürdig finde ich, dass der vollle Artikel in der Netzeitung mit der Feststellung "Erfolgreiches Lernen hängt nicht nur vom Unterricht und den weiteren Rahmenbedingungen ab" beginnt, und mit der Forderung "Das «Wie» des Lernens müsse Unterrichtsgegenstand werden" endet: Denn ist die Vermittlung von Praktiken selbstgesteuerten Lernens dann nicht ebenso Teil des Unterrichts und seiner weiteren Rahmenbedingungen?

siehe hier.

Neue Medien verändern die traditionelle Lehr- und Lernorganisation in der Erwachsenen- und Weiterbildung und tragen dazu bei, dass sich Bildungs- und Kulturinstitutionen in einem Wandlungsprozess befinden. Für die Erwachsenenbildung gibt es mit dem Internet neue Möglichkeiten Informations- und Lernangebote über technische Lernumgebungen zu realisieren. Diese können sich in Hinblick auf eine Veränderung der gesellschaftlichen Positionierung der Insitutionen, auf Veränderungen von Lernformen und auf Entwicklungen innovativer Lernarrangements in der Erwachsenenbildung zeigen. Institutionen der Erwachsenenbildung erhoffen sich mit netzbasierten Bildungsangeboten die Politikferne und Institutionenverdrossenheit der Bürger aufzubrechen. Claudia de Witt / Michael Kerres: Technische Lernumgebungen und selbstgesteuertes Lernen in der politischen Erwachsenenbildung (PDF).

Im Folgenden sollen Sachverhalte, die mit dem Programm des lebenslangen, selbstgesteuerten Lernens verbunden sind, unter einer bildungssoziologischen Perspektive geprüft werden.
Die große Aspiration - Lebenslanges, selbstgesteuertes Lernen (PDF)
(Prof. Dr. Hermann Forneck, Institut für Erwachsenenbildung Giessen)

Netzwerke...
sind Gebilde, deren Strukturen und Funktionsbedingungen jenseits von Ressourcen, Interessen, handfesten Nutzenkalkülen und Zeitbudgets sowie sozialen Beziehungen nicht denkbar sind. Zusammengehalten aber werden Netzwerke letztendlich durch gemeinsame Interessen. In NIL sind die Teilnehmenden durch geteilte Professionsinteressen verbunden. Nil ist eine webbasierte Plattform, die für die verschiedenen Interessengruppen und Praxisgemeinschaften einen sich permanent wandelnden Ressourcenpool inhaltlicher und methodischer Elemente einer Selbstlernkultur bereithält. [eb.giessen: NIL/Qineb-Projekt]

 
 
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