Rubrik: Schule [Alle Rubriken]
2008 war der Roman "Der Verdacht" von Dürrenmatt Pflichtlektüre der Realschüler in Baden Württemberg.
2009 fiel die Wahl auf das Werk "Alle sterben auch die Löffelstöre" von Kathrin Aehnlich.
Infos zu Alle sterben auch die Löffelstöre erhalten die Schüler hier:
Alle sterben auch die Löffelstöre von Kathrin Aehnlich
2009 fiel die Wahl auf das Werk "Alle sterben auch die Löffelstöre" von Kathrin Aehnlich.
Infos zu Alle sterben auch die Löffelstöre erhalten die Schüler hier:
Alle sterben auch die Löffelstöre von Kathrin Aehnlich
Wer beispielsweise in Sekretariaten großer Schulen erlebt, wie mit eingehender Post umgegangen wird, ahnt in etwa, wie sich das System Schule in der Regel insgesamt zum Rohstoff Information verhält:
Vielfach unprofessionell d. h. ohne strukturierende Vorgaben und ohne Absichten nachhaltiger Informationsspeicherung für das gesamte Lehr- und Lern-Unternehmen Schule.
So landen viele der hier eintreffenden Materialien, die nicht personengebunden adressiert sind, oftmals notgedrungen im Papierkorb.
Es sei denn die Schulleitung erbarmt sich der Informationslawine und wertet die ständig zunehmenden Postmengen nach Gesichtspunkten ihrer Leitungsfunktion aus.
Eine systematische Informationsselektion und -speicherung glauben auch große Schulen sich – von Ausnahmen abgesehen – immer noch nicht für ihr Arbeitsfeld leisten zu müssen.
Dem an der Dienstleistungswirtschaft geschulten Blick bleibt es völlig unverständlich, warum diese Bildungseinrichtungen – im Zeitalter neuer Informationstechniken – meinen, allein mit der althergebrachten Lehrbuchsammlung, Schwarzem Brett und am Ende dem unvermeidlichen Papierkorb der Informationsvielfalt zu Leibe rücken zu dürfen.
Verdankt sich der Ursprung von Schule nicht eigentlich der systematischen Sammlung, Aufbereitung und Vermittlung von zeitnahem und lebensrelevantem Wissen an Heranwachsende? Muss es also nicht im schulischen Eigeninteresse liegen, diese Aufgabenstellung immer wieder neu und vor allen Dingen zeitgerecht wahrzunehmen – erst recht in der sogenannten Wissensgesellschaft?
Aber ja doch und mit allen Mitteln!
Aber wie sieht es mit der Auswahl und nachfolgender Auffindbarkeit von lern- und lehrrelevanten Materialien konkret in der Schulpraxis aus?
Wird die Material- und Medienvielfalt bewusst selektiert, dokumentiert und für den schulischen Raum bereitgestellt?
Und wie lassen sich diesbezügliche Bedürfnisse und Erwartungen von Lehrern und Schülern beschreiben und woran krankt in aller Regel deren Wunscherfüllung?
Perspektive 1: Die Lehrenden
Die Lehrkraft bereitet ihren Unterricht vor, wie sie es in ihrem eigenen Alltag als Schülerin oder Schüler kennen gelernt hat: Informationen schöpfend – meist jeder für sich allein – aus der seit Jahren bestehenden eigenen Materialiensammlung.
Abgesehen von gelegentlicher ergänzender Internet-Recherche und zufälligen Kollegenhinweisen bleibt die Unterrichtsvorbereitung praktisch unbeeinflusst von einem aktuellen schulspezifisch verfügbaren Materialien- und Wissenspool, den es einfach so nicht gibt.
Warum aber ist im Schulalltag ein solch angeraten datengestützter Wissensspeicher mit Hinweis auf den (Standort)Ort der Information nicht vorhanden?
An veralteten Lehrplänen und zu wenig fortgebildeten Lehrkräften kann es nicht liegen, dass die schulische Informationskultur seltsam starr bleibt und bezogen auf die die Schule umgebende Gesellschaft so wenig in die Zukunft weist. Auch der seit Jahren von Seiten der Wirtschaft gepushte Einsatz sog. Neuer Medien bringt wegen fehlenden praxistauglichen Einbezugs in vorhandene Strukturen und Denkweisen immer noch keinen schulinternen Wandel.
So wechseln sich Schul- mit Ferienzeiten ab und dieselben informationellen Unzulänglichkeiten fangen am Schuljahresbeginn immer wieder von vorne an.
Von Lehrkräften hier und da angedachte Veränderungen des Lernarrangements, wie besonders die fortlaufende Dokumentation und Präsentation neu hinzukommender Lern- und Lehrmaterialien, scheitern personell ganz einfach am saisonbedingten Arbeitsverhalten von Lehrkräften einerseits und deren generell knappen Arbeitszeitbudgets andererseits.
Perspektive 2: Die Lernenden
Sich immer wieder wiederholende Erlebnisse in weiterführenden Schulen: Schülerinnen und Schüler stürmen aus ihrem Klassenraum mit dem Auftrag der Lehrkraft im Ohr, bitte einmal im Internet-Raum nach Informationen – beispielsweise zum Thema Olympiade – zu suchen.
Solch ein Arbeitsauftrag, der auf den ersten Blick auf einen modernen Unterricht hinzudeuten scheint, kommt in den Köpfen der Lernenden als voraussetzungslose Aufforderung an, in einer Suchmaschine des Internets den Suchbegriff einzugeben und nachfolgend schematisch und unreflektiert Fundstellen auszudrucken.
Dass den Lernenden dabei die Fülle der gefundenen Quellen in aller Regel nur so um Auge und Ohr fliegen muss, ist im Vorfeld der Unterrichtsplanung meist kein Gedanke verschwendet worden.
Viele Lehrkräfte möchten nicht erkennen, wie an keine Bedingung geknüpfter Internetgebrauch ihre Schüler verhaltensmäßig ungewollt auf Distanz zu klassischen Bildungsmedien bringt und ihnen damit mehr Lernchancen verschlossen als faktisch eröffnet werden.
Fehlt der Schule zudem noch eine schülerzentrierte Mediensammlung wie die einer Schulbibliothek tappt diese hilflos modernistische Lernstrategie mit dem Motto „Sucht’ doch ´mal im Internet“ vollends in eine Falle, dem Gebrauch und der Auswertung klassischer Medien fälschlicherweise eine nur noch relative Bedeutung beizumessen, weil deren Berücksichtigung – vermeintlich aus Aktualitätsgründen – unzweckmäßig scheint.
Auf das Suchen nach schulintern verstreuten Informationen wird also in vielen Fällen ganz verzichtet, weil es generell an Übersicht mangelt.
Selbst die hier und da in Schulen vorhandene Schulbücherei sieht in der übergreifenden Verdatung und Speicherung sämtlicher Lernmaterialien und Informationen keine notwendige Aufgabe.
Insgesamt betrachtet - ergänzt die einseitig internetbezogene Informationssuche nicht eine umfassende Recherchearbeit, sondern beschneidet sie und vergrößert im Ergebnis die Verwirrung und Hilflosigkeit der Lernenden in Bezug auf tatsächlich greifbare Lernstoffe.
Und so kann das bittere Fazit nur lauten:
Anstatt Informationen und Lernmaterialien systematisch, medial vielfältig und strukturierend für Lehrende und Lernende für den konkreten schulischen Lernzusammenhang aufzubereiten, gefallen sich die meisten Schulen und deren Finanzgeber mehr und mehr in der rein technisch orientierten Ausrüstung von Lernräumen, denen dabei zunehmend kostenpflichtige seriöse Lerninhalte in Form von Buch, Bild und Ton abhanden kommen.
Schließlich möchte man hinsichtlich der Anzahl internetfähiger Rechner - als angeblicher schulischer Qualitätsmaßstab der Schulen untereinander - nicht gern ins Hintertreffen geraten.
Also geht selbst in etatmäßig angespannten Zeiten bei Beschaffung und Ausbau der Technostruktur immer noch etwas!
Wie dies alles letztendlich mit dem Verzicht auf planvollen, datenunterstützten Aufbau einer wirklichen schulischen Informationskultur erkauft wird, die übersichtlich und erst recht inhaltsreich an greifbaren Lernmaterialien und verwertbaren Informationen sein muss, danach fragen leider immer noch zu wenige.
© 2008 Raimond Schmahl, Leverkusen (www.medien-fuer-LEV.de)
Raimond Schmahl
MedienBerater + Diplom Pädagoge
Am Stadtpark 50 (MedienBeratung Schulen LEV)
D-51373 Leverkusen
TEL 0214 - 840 5074 (AB)
FAX 0214 - 840 5075
www.medien-fuer-LEV.de
Vielfach unprofessionell d. h. ohne strukturierende Vorgaben und ohne Absichten nachhaltiger Informationsspeicherung für das gesamte Lehr- und Lern-Unternehmen Schule.
So landen viele der hier eintreffenden Materialien, die nicht personengebunden adressiert sind, oftmals notgedrungen im Papierkorb.
Es sei denn die Schulleitung erbarmt sich der Informationslawine und wertet die ständig zunehmenden Postmengen nach Gesichtspunkten ihrer Leitungsfunktion aus.
Eine systematische Informationsselektion und -speicherung glauben auch große Schulen sich – von Ausnahmen abgesehen – immer noch nicht für ihr Arbeitsfeld leisten zu müssen.
Dem an der Dienstleistungswirtschaft geschulten Blick bleibt es völlig unverständlich, warum diese Bildungseinrichtungen – im Zeitalter neuer Informationstechniken – meinen, allein mit der althergebrachten Lehrbuchsammlung, Schwarzem Brett und am Ende dem unvermeidlichen Papierkorb der Informationsvielfalt zu Leibe rücken zu dürfen.
Verdankt sich der Ursprung von Schule nicht eigentlich der systematischen Sammlung, Aufbereitung und Vermittlung von zeitnahem und lebensrelevantem Wissen an Heranwachsende? Muss es also nicht im schulischen Eigeninteresse liegen, diese Aufgabenstellung immer wieder neu und vor allen Dingen zeitgerecht wahrzunehmen – erst recht in der sogenannten Wissensgesellschaft?
Aber ja doch und mit allen Mitteln!
Aber wie sieht es mit der Auswahl und nachfolgender Auffindbarkeit von lern- und lehrrelevanten Materialien konkret in der Schulpraxis aus?
Wird die Material- und Medienvielfalt bewusst selektiert, dokumentiert und für den schulischen Raum bereitgestellt?
Und wie lassen sich diesbezügliche Bedürfnisse und Erwartungen von Lehrern und Schülern beschreiben und woran krankt in aller Regel deren Wunscherfüllung?
Perspektive 1: Die Lehrenden
Die Lehrkraft bereitet ihren Unterricht vor, wie sie es in ihrem eigenen Alltag als Schülerin oder Schüler kennen gelernt hat: Informationen schöpfend – meist jeder für sich allein – aus der seit Jahren bestehenden eigenen Materialiensammlung.
Abgesehen von gelegentlicher ergänzender Internet-Recherche und zufälligen Kollegenhinweisen bleibt die Unterrichtsvorbereitung praktisch unbeeinflusst von einem aktuellen schulspezifisch verfügbaren Materialien- und Wissenspool, den es einfach so nicht gibt.
Warum aber ist im Schulalltag ein solch angeraten datengestützter Wissensspeicher mit Hinweis auf den (Standort)Ort der Information nicht vorhanden?
An veralteten Lehrplänen und zu wenig fortgebildeten Lehrkräften kann es nicht liegen, dass die schulische Informationskultur seltsam starr bleibt und bezogen auf die die Schule umgebende Gesellschaft so wenig in die Zukunft weist. Auch der seit Jahren von Seiten der Wirtschaft gepushte Einsatz sog. Neuer Medien bringt wegen fehlenden praxistauglichen Einbezugs in vorhandene Strukturen und Denkweisen immer noch keinen schulinternen Wandel.
So wechseln sich Schul- mit Ferienzeiten ab und dieselben informationellen Unzulänglichkeiten fangen am Schuljahresbeginn immer wieder von vorne an.
Von Lehrkräften hier und da angedachte Veränderungen des Lernarrangements, wie besonders die fortlaufende Dokumentation und Präsentation neu hinzukommender Lern- und Lehrmaterialien, scheitern personell ganz einfach am saisonbedingten Arbeitsverhalten von Lehrkräften einerseits und deren generell knappen Arbeitszeitbudgets andererseits.
Perspektive 2: Die Lernenden
Sich immer wieder wiederholende Erlebnisse in weiterführenden Schulen: Schülerinnen und Schüler stürmen aus ihrem Klassenraum mit dem Auftrag der Lehrkraft im Ohr, bitte einmal im Internet-Raum nach Informationen – beispielsweise zum Thema Olympiade – zu suchen.
Solch ein Arbeitsauftrag, der auf den ersten Blick auf einen modernen Unterricht hinzudeuten scheint, kommt in den Köpfen der Lernenden als voraussetzungslose Aufforderung an, in einer Suchmaschine des Internets den Suchbegriff einzugeben und nachfolgend schematisch und unreflektiert Fundstellen auszudrucken.
Dass den Lernenden dabei die Fülle der gefundenen Quellen in aller Regel nur so um Auge und Ohr fliegen muss, ist im Vorfeld der Unterrichtsplanung meist kein Gedanke verschwendet worden.
Viele Lehrkräfte möchten nicht erkennen, wie an keine Bedingung geknüpfter Internetgebrauch ihre Schüler verhaltensmäßig ungewollt auf Distanz zu klassischen Bildungsmedien bringt und ihnen damit mehr Lernchancen verschlossen als faktisch eröffnet werden.
Fehlt der Schule zudem noch eine schülerzentrierte Mediensammlung wie die einer Schulbibliothek tappt diese hilflos modernistische Lernstrategie mit dem Motto „Sucht’ doch ´mal im Internet“ vollends in eine Falle, dem Gebrauch und der Auswertung klassischer Medien fälschlicherweise eine nur noch relative Bedeutung beizumessen, weil deren Berücksichtigung – vermeintlich aus Aktualitätsgründen – unzweckmäßig scheint.
Auf das Suchen nach schulintern verstreuten Informationen wird also in vielen Fällen ganz verzichtet, weil es generell an Übersicht mangelt.
Selbst die hier und da in Schulen vorhandene Schulbücherei sieht in der übergreifenden Verdatung und Speicherung sämtlicher Lernmaterialien und Informationen keine notwendige Aufgabe.
Insgesamt betrachtet - ergänzt die einseitig internetbezogene Informationssuche nicht eine umfassende Recherchearbeit, sondern beschneidet sie und vergrößert im Ergebnis die Verwirrung und Hilflosigkeit der Lernenden in Bezug auf tatsächlich greifbare Lernstoffe.
Und so kann das bittere Fazit nur lauten:
Anstatt Informationen und Lernmaterialien systematisch, medial vielfältig und strukturierend für Lehrende und Lernende für den konkreten schulischen Lernzusammenhang aufzubereiten, gefallen sich die meisten Schulen und deren Finanzgeber mehr und mehr in der rein technisch orientierten Ausrüstung von Lernräumen, denen dabei zunehmend kostenpflichtige seriöse Lerninhalte in Form von Buch, Bild und Ton abhanden kommen.
Schließlich möchte man hinsichtlich der Anzahl internetfähiger Rechner - als angeblicher schulischer Qualitätsmaßstab der Schulen untereinander - nicht gern ins Hintertreffen geraten.
Also geht selbst in etatmäßig angespannten Zeiten bei Beschaffung und Ausbau der Technostruktur immer noch etwas!
Wie dies alles letztendlich mit dem Verzicht auf planvollen, datenunterstützten Aufbau einer wirklichen schulischen Informationskultur erkauft wird, die übersichtlich und erst recht inhaltsreich an greifbaren Lernmaterialien und verwertbaren Informationen sein muss, danach fragen leider immer noch zu wenige.
© 2008 Raimond Schmahl, Leverkusen (www.medien-fuer-LEV.de)
Raimond Schmahl
MedienBerater + Diplom Pädagoge
Am Stadtpark 50 (MedienBeratung Schulen LEV)
D-51373 Leverkusen
TEL 0214 - 840 5074 (AB)
FAX 0214 - 840 5075
www.medien-fuer-LEV.de
Gerne möchte ich an dieser Stelle das Projekt "Dialog macht Schule" vorstellen. Dieses dreht sich um die kooperative Zusammenarbeit und das vertrauensvolle Miteinander in der Schule zwischen Schuleitung, Lehrern, Eltern, Schülern, Gemeinde etc.. Mit Unterstützung von Verfahren für einen echten und nachhaltigen Dialog (Mediation, Moderation, Großgruppenmethoden) sollen schwierige Themen und bislang unbearbeitete Konflikte konstruktiv und strukturiert behandelt werden.
Entstanden ist diese Initiative einerseits aus vielen persönlichen und intensiven Gesprächen rund um die Schule und die Situation von den Beteiligten (Eltern, Lehrern, Schulleitern, Wissenschaftlern und vielen mehr).
Andererseits ist dieses Projekt aus meinen beruflichen Erfahrungen als Mediator, Vermittler, Schichter etc. entstanden. Regelmässig rufen mich verunsicherte Eltern oder Lehrer an, die nach Rat und Unterstützung für ihre ganz persönlichen oder schulinternen Schwierigkeiten suchen.
Ich freue mich über ganz viele Kommentare, und Anregungen. Ausserdem bin ich auf der Suche nach Sponsoren, Mitstreiter und Unterstützer. Dieses Projekt soll ganz offen sein für alle, die in dieser Richtung etwas bewegen wollen.
Mit freundlichen Grüßen aus Bayern
Dr. Joachim Simen
Die Hintergründe und Ziele kurz zusammengefasst:
Die Organisation „Schule“ und alle mit ihr verbundenen Personen stehen vor großen Herausforderungen. Schulleiter und Lehrer, Schüler und Eltern, Politik und Öffentlichkeit – alle haben unterschiedliche Vorstellungen und Ansprüche, was die Schule, ihre Rahmenbedingungen, Ziele und Entwicklungsmöglichkeiten betrifft.
Eine der schwierigsten Herausforderungen für alle Beteiligten ist es trotz der vielfältigen Erfahrungen und Meinungen sinnvoll zusammen zu arbeiten. Das ist nur möglich, wenn sich alle über ihre persönlichen Erwartungen, Wünsche und Vorbehalte austauschen. Aus dem meist üblichen „Reden übereinander“ muss zukünftig ein „Dialog miteinander“ werden.
Im Dialog miteinander wird Verständnis über den Anderen möglich und notwendiges Vertrauen zueinander aufgebaut. Nur so sind gute und nachhaltige Entscheidungen über die Zukunft der eigenen Schule möglich. Nur dann arbeiten alle daran aktiv und kooperativ mit.
Dieser Dialog darf vorhandene Konflikte, die offen oder unerkannt wirken, nicht ausklammern. Diese müssen klar benannt und respektvoll besprochen werden. Das ist in den üblichen Gesprächsrunden an der Schule (Lehrerkonferenzen, Elternabende etc.) weder machbar noch sinnvoll.
Ein echter Dialog, der schwierige und belastende Themen offen bearbeitet, muss in einem geeigneten Rahmen und durch eine Gesprächsleitung strukturiert und moderiert werden. Diesen Rahmen, eine als unabhängig wahrgenommene Moderation und aktivierende Methoden, möchte das Projekt „Dialog macht Schule“ allen interessierten Schulen zur Verfügung stellen.
Entstanden ist diese Initiative einerseits aus vielen persönlichen und intensiven Gesprächen rund um die Schule und die Situation von den Beteiligten (Eltern, Lehrern, Schulleitern, Wissenschaftlern und vielen mehr).
Andererseits ist dieses Projekt aus meinen beruflichen Erfahrungen als Mediator, Vermittler, Schichter etc. entstanden. Regelmässig rufen mich verunsicherte Eltern oder Lehrer an, die nach Rat und Unterstützung für ihre ganz persönlichen oder schulinternen Schwierigkeiten suchen.
Ich freue mich über ganz viele Kommentare, und Anregungen. Ausserdem bin ich auf der Suche nach Sponsoren, Mitstreiter und Unterstützer. Dieses Projekt soll ganz offen sein für alle, die in dieser Richtung etwas bewegen wollen.
Mit freundlichen Grüßen aus Bayern
Dr. Joachim Simen
Die Hintergründe und Ziele kurz zusammengefasst:
Die Organisation „Schule“ und alle mit ihr verbundenen Personen stehen vor großen Herausforderungen. Schulleiter und Lehrer, Schüler und Eltern, Politik und Öffentlichkeit – alle haben unterschiedliche Vorstellungen und Ansprüche, was die Schule, ihre Rahmenbedingungen, Ziele und Entwicklungsmöglichkeiten betrifft.
Eine der schwierigsten Herausforderungen für alle Beteiligten ist es trotz der vielfältigen Erfahrungen und Meinungen sinnvoll zusammen zu arbeiten. Das ist nur möglich, wenn sich alle über ihre persönlichen Erwartungen, Wünsche und Vorbehalte austauschen. Aus dem meist üblichen „Reden übereinander“ muss zukünftig ein „Dialog miteinander“ werden.
Im Dialog miteinander wird Verständnis über den Anderen möglich und notwendiges Vertrauen zueinander aufgebaut. Nur so sind gute und nachhaltige Entscheidungen über die Zukunft der eigenen Schule möglich. Nur dann arbeiten alle daran aktiv und kooperativ mit.
Dieser Dialog darf vorhandene Konflikte, die offen oder unerkannt wirken, nicht ausklammern. Diese müssen klar benannt und respektvoll besprochen werden. Das ist in den üblichen Gesprächsrunden an der Schule (Lehrerkonferenzen, Elternabende etc.) weder machbar noch sinnvoll.
Ein echter Dialog, der schwierige und belastende Themen offen bearbeitet, muss in einem geeigneten Rahmen und durch eine Gesprächsleitung strukturiert und moderiert werden. Diesen Rahmen, eine als unabhängig wahrgenommene Moderation und aktivierende Methoden, möchte das Projekt „Dialog macht Schule“ allen interessierten Schulen zur Verfügung stellen.
Bis zum 8. April 2008 können Lehrkräfte aller Schulen des Sekundarbereichs (ab Klasse 5) sich noch zum Lehrerwettbewerb "Unterricht innovativ" anmelden! Die Frist für die Einreichung der vollständigen Bewerbungsunterlagen ist der 20. Juni 2008.
Ausgezeichnet werden fächerübergreifende innovative Unterrichtsprojekte, dieses Jahr gibt neben einem Sonderpreis für Junge Lehrkräfte auch einen Sonderpreis - gestiftet vom DFB - für Unterrichtsprojekte, die das Thema Fußball integrieren.
Weitere Informationen finden sich auf der Webseite www.unterricht-innovativ.de
Ausgezeichnet werden fächerübergreifende innovative Unterrichtsprojekte, dieses Jahr gibt neben einem Sonderpreis für Junge Lehrkräfte auch einen Sonderpreis - gestiftet vom DFB - für Unterrichtsprojekte, die das Thema Fußball integrieren.
Weitere Informationen finden sich auf der Webseite www.unterricht-innovativ.de
Seit dem Jahr 2000 im Internet vertreten, bietet NachhilfeNET.de Eltern und Schülern die Möglichkeit, kostenlos und ohne Registrierung einen passenden Nachhilfelehrer zu finden. So einfach gehts
NachhilfeNET.de
- Suche starten
Auswahl treffen
Termin vereinbaren
FERTIG
NachhilfeNET.de
Für Schulprobleme ist es inzwischen gute Tradition geworden, vonseiten kompetenter Psychologen Beratungsleistungen am Telefon zanzubieten. In Köln startet das so genannte "Zeugnistelefon" unter 0221 / 221 - 29050 wieder am 18. und 21. Januar seinen Beratungsservice.
Weitere Einzelheiten zu diesem Thema finden Sie auf: Köln Nachrichten
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OnlineMathe.de ist ein Internet-Forum für Schüler und Studenten. Es ist kein Standard-Forum, das mathematische Themen behandelt, sondern wurde speziell auf die Notwendigkeiten eines Mathe-Forums hin entwickelt.
So werden Funktionen und andere mathematische Zeichen im Text nicht mit kryptischen Zeichen, sondern mit richtigen mathematischen Symbolen angezeigt. Die Eingabe der Formeln funktioniert mit einem Formeleditor, ähnlich dem Formeleditor von Microsoft Word.
Das Forum ist daher besonders für Schüler geeignet, da die Probleme bei der Eingabe der Frage entfallen.
Das ganze Forum ist aufgebaut wie ein Chat. Wird eine neue Frage oder Antwort eingetragen, so muss die Seite nicht erst neu aufgerufen werden bis diese angezeigt wird, die Frage bzw. Antwort erscheint sofort.
Neuerdings können auch mathematische Zeichnungen
zu den Beiträgen hinzugefügt werden und Funktionen gezeichnet werden.
Mir hat OnlineMathe.de bereits in der Schule sehr geholfen und ich bin auch im Studium oft im Forum.
Mein Tipp: http://www.onlinemathe.de
So werden Funktionen und andere mathematische Zeichen im Text nicht mit kryptischen Zeichen, sondern mit richtigen mathematischen Symbolen angezeigt. Die Eingabe der Formeln funktioniert mit einem Formeleditor, ähnlich dem Formeleditor von Microsoft Word.
Das Forum ist daher besonders für Schüler geeignet, da die Probleme bei der Eingabe der Frage entfallen.
Das ganze Forum ist aufgebaut wie ein Chat. Wird eine neue Frage oder Antwort eingetragen, so muss die Seite nicht erst neu aufgerufen werden bis diese angezeigt wird, die Frage bzw. Antwort erscheint sofort.
Neuerdings können auch mathematische Zeichnungen
zu den Beiträgen hinzugefügt werden und Funktionen gezeichnet werden.
Mir hat OnlineMathe.de bereits in der Schule sehr geholfen und ich bin auch im Studium oft im Forum.
Mein Tipp: http://www.onlinemathe.de
Die Pisa-Studie versucht die Leistungsfähigkeit und Qualität von Schulsystemen verschiedener Länder miteinander zu vergleichen. Alle drei Jahre führt die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) Tests in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften durch, an denen mehrere Tausend Schüler im Alter von 15 Jahren teilnehmen. Im Jahr 2000 wurde die erste Pisa-Studie erstellt; die neuesten Daten stammen von 2006 und wurden in 57 Ländern an 230 Schulen gesammelt, im Mittelpunkt stehen naturwissenschaftliche Kompetenzen der Schüler. Weltweit arbeiten 300 Wissenschaftler und ihre Mitarbeiter daran, Testaufgaben zu erstellen und die Ergebnisse der Tests auszuwerten.
Offiziell werden die neuesten Pisa-Ergebnisse erst am kommenden Dienstag von der OECD bekannt gegeben. Durch Indiskretionen einer spanischen Lehrerzeitung sind bereits einige Ergebnisse in die Öffentlichkeit gelangt. Danach schnitten die deutschen Schüler mit einem 13. Platz unter 57 Teilnehmerländern sehr passabel ab.
Kaum waren Teile der Pisa-Studie bekannt und eine ganz vage gehaltene Äußerung von Andreas Schleicher, dem Pisa-Koordinator der OECD, veröffentlicht, meldeten sich schon die konservativsten deutschen Bildungspolitiker zu Wort. Der niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann will aus zukünftigen Pisastudien aussteigen. Annette Schavan, die deutsche Bundesbildungsministerin, glaubt, dass Andreas Schleicher der OECD schade und ein schlechter Berater der Mitgliedsländer sei, im Klartext : Schavan verlangt, dass ihn die OECD rausschmeißt.
Hintergrund der Anfeindungen ist nicht die Tatsache, dass Schleicher ganz vorsichtig davor gewarnt hat, die jetzigen Ergebnisse mit älteren ohne Vorbehalte zu vergleichen. Der Grund für die rüden Angriffe ist, dass der studierte Mathematiker und Physiker in der Vergangenheit immer wieder auf die gravierenden Mängel des dreigliedrigen Schulsystems in Deutschland hingewiesen hat.
Dabei steht der OECD-Mitarbeiter Schleicher mit seiner Kritik am deutschen Schulsystem keineswegs alleine. Immer mehr Wissenschaftler und Bildungspolitiker, Schulpraktiker (Lehrer und Rektoren) und Eltern verlangen eine grundsätzliche Reform des dreigliedrigen Schulsystems. Es selektiere, so heißt es, Schüler viel zu früh (am Ende der 4. Klasse im Alter von zehn Jahren) und führe zu einer systematischen Benachteiligung von Kindern aus sozial schwachen Schichten und Migrantenfamilien.
Schleicher hat diese Benachteiligung am eigenen Leib erfahren : Am Ende seiner Grundschulzeit erhielt er zunächst keine Empfehlung fürs Gymnasium; später schaffte er den Sprung ans Gymnasium doch noch und legte seine Reifeprüfung mit einer Note von 1,0 ab.
Es gibt Schüler, die von ihrem Lehrer eine schlechte Zensur erhalten, und daraufhin den Lehrer attackieren, indem sie ihm Parteilichkeit oder Inkompetenz vorwerfen. Die Ursache für ihre schlechte Benotung suchen sie zuletzt bei sich selbst. Von einer Bundesbildungsministerin erwarte ich, dass sie sich nicht benimmt wie eine Schülerin, die ihren charakterlichen Reifungsprozess noch lange nicht abgeschlossen hat. Ist diese Erwartung zu hoch?
Erhält Annette nun wegen Undiszipliniertheit eine Stunde Arrest?
Offiziell werden die neuesten Pisa-Ergebnisse erst am kommenden Dienstag von der OECD bekannt gegeben. Durch Indiskretionen einer spanischen Lehrerzeitung sind bereits einige Ergebnisse in die Öffentlichkeit gelangt. Danach schnitten die deutschen Schüler mit einem 13. Platz unter 57 Teilnehmerländern sehr passabel ab.
Kaum waren Teile der Pisa-Studie bekannt und eine ganz vage gehaltene Äußerung von Andreas Schleicher, dem Pisa-Koordinator der OECD, veröffentlicht, meldeten sich schon die konservativsten deutschen Bildungspolitiker zu Wort. Der niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann will aus zukünftigen Pisastudien aussteigen. Annette Schavan, die deutsche Bundesbildungsministerin, glaubt, dass Andreas Schleicher der OECD schade und ein schlechter Berater der Mitgliedsländer sei, im Klartext : Schavan verlangt, dass ihn die OECD rausschmeißt.
Hintergrund der Anfeindungen ist nicht die Tatsache, dass Schleicher ganz vorsichtig davor gewarnt hat, die jetzigen Ergebnisse mit älteren ohne Vorbehalte zu vergleichen. Der Grund für die rüden Angriffe ist, dass der studierte Mathematiker und Physiker in der Vergangenheit immer wieder auf die gravierenden Mängel des dreigliedrigen Schulsystems in Deutschland hingewiesen hat.
Dabei steht der OECD-Mitarbeiter Schleicher mit seiner Kritik am deutschen Schulsystem keineswegs alleine. Immer mehr Wissenschaftler und Bildungspolitiker, Schulpraktiker (Lehrer und Rektoren) und Eltern verlangen eine grundsätzliche Reform des dreigliedrigen Schulsystems. Es selektiere, so heißt es, Schüler viel zu früh (am Ende der 4. Klasse im Alter von zehn Jahren) und führe zu einer systematischen Benachteiligung von Kindern aus sozial schwachen Schichten und Migrantenfamilien.
Schleicher hat diese Benachteiligung am eigenen Leib erfahren : Am Ende seiner Grundschulzeit erhielt er zunächst keine Empfehlung fürs Gymnasium; später schaffte er den Sprung ans Gymnasium doch noch und legte seine Reifeprüfung mit einer Note von 1,0 ab.
Es gibt Schüler, die von ihrem Lehrer eine schlechte Zensur erhalten, und daraufhin den Lehrer attackieren, indem sie ihm Parteilichkeit oder Inkompetenz vorwerfen. Die Ursache für ihre schlechte Benotung suchen sie zuletzt bei sich selbst. Von einer Bundesbildungsministerin erwarte ich, dass sie sich nicht benimmt wie eine Schülerin, die ihren charakterlichen Reifungsprozess noch lange nicht abgeschlossen hat. Ist diese Erwartung zu hoch?
Erhält Annette nun wegen Undiszipliniertheit eine Stunde Arrest?
Meist ohne große Diskussionen wird Schulen - mit hohen Schülerzahlen und ausgedehnten Gebäudekomplexen - ein auskömmlicher Kreis von Verwaltungsangestellten zur Seite gestellt.
Aber wie steht es mit der Einsicht in die Notwendigkeit, nicht-lehrendes Beratungs- und Betreuungspersonal zusätzlich für schulische Lernprozesse einzusetzen?
Werden neben Psychologen vielleicht auch informationsgeübte Kräfte wie Bibliothekare / Mediothekare auf dem Stellenplan einer großen Schule geführt? Gewissermaßen als personelle Zutaten für eine wirksame Lern- und Lehrorganisation, die auf dem Feld des Selbstlernens mehr individuelle Unterstützung bietet.
Leider sucht man diese Berufsgruppen auch in großen schulischen Einrichtungen meist vergeblich.
Gerade dieses Defizit legt - angesichts immer neuer Studien, die im Grunde anhaltend noch keine durchgreifenden positiven Schulveränderungen aufzeigen können – eine Schwachstelle effektiven schulischen Lernens offen.
Was lässt viele Schulen - besonders im lernorganisatorischen Bereich - auf dem fast immer gleichen Stand verharren? An reformierten Lehrplänen und zeitgemäß fortgebildeten Lehrkräften kann es in vielen Fällen nicht liegen, dass die innere schulische Lernstruktur seltsam starr und wenig zukunftstauglich anmutet.
Schulzeiten wechseln sich mit Ferienzeiten ab und viele Unzulänglichkeiten fangen im Schulalltag infrastrukturell immer wieder von vorne an. Von Lehrkräften angedachte Umorganisation des schulischen Lernalltags unterbleibt wegen chronischen Zeitmangels der Unterrichtenden.
Ganz praktisch zu verändernde Lernarrangements wie besonders die fortlaufende Dokumentation und Präsentation von hinzukommenden Lehr- und Lernmaterialien scheitern ganz einfach am saisonbetonten knappen Arbeitszeitbudget von Lehrkräften.
Diese allein können aus eigener Kraft gerade jene infrastrukturell wirkungsvollen Veränderungen und Aktualisierungen nicht schaffen, die Schulen heute dringend brauchen, um individuelles Lernen unabhängig vom Elternhaus erfolgreich zu gestalten und damit gleichzeitig an die Bedürfnisse der heutigen multimedialen Wissensgesellschaft heranführen.
Erfolgreiche tiefergehende Lernprozesse verspricht - neben der Pflege der psychosozialen Bereitschaft, verträglich miteinander zu lernen, besonders die reflektierte Form der Wissensorganisation in einem Schulbetrieb.Sie macht gewissermaßen den Rohstoff des Lernens handhabbar und bereitet das Wissen für den Transfer in die Köpfe der Lernenden vor – multimedial aufgefächert und zugleich medienintegrativ konzipiert:
►MedienPakete aus Offline + Online-Medien (Print – Audio – Video).
Nicht zuletzt in Lernprozesse involvierte WissensManagerInnen können - neben den Unterrichtenden - erst die Voraussetzungen für eine zeitgemäße Schule schaffen, die nicht länger nur konservierend auf zeitlose Gewissheiten (Schulbücher etc.) baut, sondern die die ganze Welt der Informationen erschließt, didaktisch aufbereitet und diese wie selbstverständlich in den Lernalltag integriert.
© 2007 Raimond Schmahl, Leverkusen www.medien-fuer-LEV.de
Aber wie steht es mit der Einsicht in die Notwendigkeit, nicht-lehrendes Beratungs- und Betreuungspersonal zusätzlich für schulische Lernprozesse einzusetzen?
Werden neben Psychologen vielleicht auch informationsgeübte Kräfte wie Bibliothekare / Mediothekare auf dem Stellenplan einer großen Schule geführt? Gewissermaßen als personelle Zutaten für eine wirksame Lern- und Lehrorganisation, die auf dem Feld des Selbstlernens mehr individuelle Unterstützung bietet.
Leider sucht man diese Berufsgruppen auch in großen schulischen Einrichtungen meist vergeblich.
Gerade dieses Defizit legt - angesichts immer neuer Studien, die im Grunde anhaltend noch keine durchgreifenden positiven Schulveränderungen aufzeigen können – eine Schwachstelle effektiven schulischen Lernens offen.
Was lässt viele Schulen - besonders im lernorganisatorischen Bereich - auf dem fast immer gleichen Stand verharren? An reformierten Lehrplänen und zeitgemäß fortgebildeten Lehrkräften kann es in vielen Fällen nicht liegen, dass die innere schulische Lernstruktur seltsam starr und wenig zukunftstauglich anmutet.
Schulzeiten wechseln sich mit Ferienzeiten ab und viele Unzulänglichkeiten fangen im Schulalltag infrastrukturell immer wieder von vorne an. Von Lehrkräften angedachte Umorganisation des schulischen Lernalltags unterbleibt wegen chronischen Zeitmangels der Unterrichtenden.
Ganz praktisch zu verändernde Lernarrangements wie besonders die fortlaufende Dokumentation und Präsentation von hinzukommenden Lehr- und Lernmaterialien scheitern ganz einfach am saisonbetonten knappen Arbeitszeitbudget von Lehrkräften.
Diese allein können aus eigener Kraft gerade jene infrastrukturell wirkungsvollen Veränderungen und Aktualisierungen nicht schaffen, die Schulen heute dringend brauchen, um individuelles Lernen unabhängig vom Elternhaus erfolgreich zu gestalten und damit gleichzeitig an die Bedürfnisse der heutigen multimedialen Wissensgesellschaft heranführen.
Erfolgreiche tiefergehende Lernprozesse verspricht - neben der Pflege der psychosozialen Bereitschaft, verträglich miteinander zu lernen, besonders die reflektierte Form der Wissensorganisation in einem Schulbetrieb.Sie macht gewissermaßen den Rohstoff des Lernens handhabbar und bereitet das Wissen für den Transfer in die Köpfe der Lernenden vor – multimedial aufgefächert und zugleich medienintegrativ konzipiert:
►MedienPakete aus Offline + Online-Medien (Print – Audio – Video).
Nicht zuletzt in Lernprozesse involvierte WissensManagerInnen können - neben den Unterrichtenden - erst die Voraussetzungen für eine zeitgemäße Schule schaffen, die nicht länger nur konservierend auf zeitlose Gewissheiten (Schulbücher etc.) baut, sondern die die ganze Welt der Informationen erschließt, didaktisch aufbereitet und diese wie selbstverständlich in den Lernalltag integriert.
© 2007 Raimond Schmahl, Leverkusen www.medien-fuer-LEV.de
Die Zukunft des Landes sitzt wieder, nach den wohlverdienten Sommerferien, auf der Schulbank und wir Eltern hoffen, dass das Schuljahr 2007/2008 für unsere Sprösslinge ein erfolgreiches und problemloses Jahr wird.
Die Tageszeitungen sind momentan voll beschäftigt mit Fragen zu der Finanzierung vom Transrapid in München. Es herrscht eine vorübergehende bildungspolitische Ruhe – bis die Resultate der PISA – Studie 2006 im Dezember wieder veröffentlicht werden. Dann wird es hektisch und die Klagen um mangelnde Gelder für Bildung werden immer lauter.
Ja, das leibe Geld! Es finden sich schnell 1,85 Mrd. € für eine 37 km lange Prestigestrecke zwischen München und Flughafen Erding. Ja, sogar der Bund ist bereit die Hälfte der Kosten zu übernehmen und der Freistaat Bayern 0,5 Mrd. €.
Eine gute und sinnvolle Investition?
Diese Frage lassen wir heute unbeantwortet, denn die Verantwortlichen des Transrapidprojekts investieren in die Zukunft. Das Projekt sichert Arbeitsplätze und das ist gut so. Doch ist nicht die Bildung der heutigen Kinder, die später einmal die Arbeitsplätze in Anspruch nehmen mindestes genauso wichtig?
Eine Zusammenfassung der PISA- und OECD – Studien zeigt, dass das dreigliedrige Schulsystem Defizite aufweist. Wir können einfach nicht länger warten. Eine Entscheidung zu Gunsten der Kinder muss getroffen werden und eine Reformation des Systems sollte möglichst schnell ausgearbeitet werden.
Vor allem zeigen die Studien eine Zweiteilung der Leistungen. Deutschland hat sehr gute aber eben auch sehr schlechte Schüler. Leider ist das jetzige Schulsystem im Kern ungerecht. Der soziale Hintergrund des Kindes spielt eine entscheidende Rolle was seine Zukunft angeht. Viele Eltern begabter Kinder trauen sich nicht ihr Kind das Gymnasium besuchen zu lassen, da ihre eigene Bildung für eine Unterstützung der Kinder nicht genügt. Die finanziellen Mittel für mögliche Nachhilfe reichen nicht aus. Somit wird eine Entscheidung zum Nachteil des Kindes getroffen.
Nicht überraschend war der Bericht über eine Lehrerin, die schon nach acht Schulwochen aufgeben wollte. Alle haben Mitleid mit den Lehrern und ich finde es schade, dass sie keinen Respekt seitens der Schüler (und sicherlich auch seitens der Eltern) bekommen. Woher kommt das?
Eine Schule ist wie ein Unternehmen. Die Leistungen können anhand der Resultate gemessen werden. Wenn der Geschäftsführer eines Unternehmens keine Erfolge erzielen kann muss er sich entweder weiterbilden oder ausgetauscht werden. Das gleiche gilt auch für die Lehrer. Das Schulsystem braucht motivierte und gut ausgebildete Lehrer, die bereit sind sich zu engagieren oder weiterzubilden. Ein Lehrer, der die notwendigen Fähigkeiten nicht besitzt, kann auch nicht das Kind bei guten Leistungen unterstützen.
Deutschland braucht ein einheitliches Bildungssystem, das für alle Bildungsebenen gilt – von der Grundschule bis zum Abschluss des Studiums. Es kann nicht sein, dass es das Schulsystem eines Landes erlaubt, die Note 1 bis 6 für die gleiche Leistung zu bekommen, nur abhängig davon in welchem Bundesland das Kind die Schule besucht.
Ob man die ersten 9 Schuljahre als „Einheitsschule“ gestaltet ist eine vertretbare Lösung, die sich als vernünftig in vielen Ländern erwiesen hat. Eine Zusammenlegung von Haupt- und Realschule ist sicherlich vernünftig, denn die Hauptschule ist in der jetzigen Form nicht überlebensfähig. Ob das Kind sich nach den neun Jahren für eine eher praktische Berufsausbildung entscheidet, hängt sicherlich von seinen Fähigkeiten und von seinen Wünschen ab. Der Jugendliche ist dann sicherlich mit seinen 15-16 Jahren in der Lage dies zu entscheiden, aber die Entscheidung schon nach der 4. Klasse treffen zu müssen, ist einfach viel zu früh.
Einige Bundesländer haben ihren Unmut und ihre Bedenken was das „Einheitsabitur“ angeht zum Ausdruck gebracht. Die Vorteile eines Einheitsabiturs liegen darin, dass auch die schwächeren Bundesländer einen bestimmten Anreiz darin sehen könnten. Auch für die zukünftigen Arbeitgeber wäre das Einheitsabitur eine Erleichterung und vor allem wäre eine gerechte Benotung des Abschlusses somit möglich.
Um eine längerfristige Änderung realisieren zu können, die zu einer Verbesserung des jetzigen Bildungssystems führen könnte, müssten sowohl Eltern, Schulen, Bildungspolitiker und sonstige Entscheidungsträger zusammen arbeiten. Auch die Privatwirtschaft könnte zur Unterstützung, zu Gunsten der Zukunft des Standortes Deutschland beitragen.
Die Tageszeitungen sind momentan voll beschäftigt mit Fragen zu der Finanzierung vom Transrapid in München. Es herrscht eine vorübergehende bildungspolitische Ruhe – bis die Resultate der PISA – Studie 2006 im Dezember wieder veröffentlicht werden. Dann wird es hektisch und die Klagen um mangelnde Gelder für Bildung werden immer lauter.
Ja, das leibe Geld! Es finden sich schnell 1,85 Mrd. € für eine 37 km lange Prestigestrecke zwischen München und Flughafen Erding. Ja, sogar der Bund ist bereit die Hälfte der Kosten zu übernehmen und der Freistaat Bayern 0,5 Mrd. €.
Eine gute und sinnvolle Investition?
Diese Frage lassen wir heute unbeantwortet, denn die Verantwortlichen des Transrapidprojekts investieren in die Zukunft. Das Projekt sichert Arbeitsplätze und das ist gut so. Doch ist nicht die Bildung der heutigen Kinder, die später einmal die Arbeitsplätze in Anspruch nehmen mindestes genauso wichtig?
Eine Zusammenfassung der PISA- und OECD – Studien zeigt, dass das dreigliedrige Schulsystem Defizite aufweist. Wir können einfach nicht länger warten. Eine Entscheidung zu Gunsten der Kinder muss getroffen werden und eine Reformation des Systems sollte möglichst schnell ausgearbeitet werden.
Vor allem zeigen die Studien eine Zweiteilung der Leistungen. Deutschland hat sehr gute aber eben auch sehr schlechte Schüler. Leider ist das jetzige Schulsystem im Kern ungerecht. Der soziale Hintergrund des Kindes spielt eine entscheidende Rolle was seine Zukunft angeht. Viele Eltern begabter Kinder trauen sich nicht ihr Kind das Gymnasium besuchen zu lassen, da ihre eigene Bildung für eine Unterstützung der Kinder nicht genügt. Die finanziellen Mittel für mögliche Nachhilfe reichen nicht aus. Somit wird eine Entscheidung zum Nachteil des Kindes getroffen.
Nicht überraschend war der Bericht über eine Lehrerin, die schon nach acht Schulwochen aufgeben wollte. Alle haben Mitleid mit den Lehrern und ich finde es schade, dass sie keinen Respekt seitens der Schüler (und sicherlich auch seitens der Eltern) bekommen. Woher kommt das?
Eine Schule ist wie ein Unternehmen. Die Leistungen können anhand der Resultate gemessen werden. Wenn der Geschäftsführer eines Unternehmens keine Erfolge erzielen kann muss er sich entweder weiterbilden oder ausgetauscht werden. Das gleiche gilt auch für die Lehrer. Das Schulsystem braucht motivierte und gut ausgebildete Lehrer, die bereit sind sich zu engagieren oder weiterzubilden. Ein Lehrer, der die notwendigen Fähigkeiten nicht besitzt, kann auch nicht das Kind bei guten Leistungen unterstützen.
Deutschland braucht ein einheitliches Bildungssystem, das für alle Bildungsebenen gilt – von der Grundschule bis zum Abschluss des Studiums. Es kann nicht sein, dass es das Schulsystem eines Landes erlaubt, die Note 1 bis 6 für die gleiche Leistung zu bekommen, nur abhängig davon in welchem Bundesland das Kind die Schule besucht.
Ob man die ersten 9 Schuljahre als „Einheitsschule“ gestaltet ist eine vertretbare Lösung, die sich als vernünftig in vielen Ländern erwiesen hat. Eine Zusammenlegung von Haupt- und Realschule ist sicherlich vernünftig, denn die Hauptschule ist in der jetzigen Form nicht überlebensfähig. Ob das Kind sich nach den neun Jahren für eine eher praktische Berufsausbildung entscheidet, hängt sicherlich von seinen Fähigkeiten und von seinen Wünschen ab. Der Jugendliche ist dann sicherlich mit seinen 15-16 Jahren in der Lage dies zu entscheiden, aber die Entscheidung schon nach der 4. Klasse treffen zu müssen, ist einfach viel zu früh.
Einige Bundesländer haben ihren Unmut und ihre Bedenken was das „Einheitsabitur“ angeht zum Ausdruck gebracht. Die Vorteile eines Einheitsabiturs liegen darin, dass auch die schwächeren Bundesländer einen bestimmten Anreiz darin sehen könnten. Auch für die zukünftigen Arbeitgeber wäre das Einheitsabitur eine Erleichterung und vor allem wäre eine gerechte Benotung des Abschlusses somit möglich.
Um eine längerfristige Änderung realisieren zu können, die zu einer Verbesserung des jetzigen Bildungssystems führen könnte, müssten sowohl Eltern, Schulen, Bildungspolitiker und sonstige Entscheidungsträger zusammen arbeiten. Auch die Privatwirtschaft könnte zur Unterstützung, zu Gunsten der Zukunft des Standortes Deutschland beitragen.








