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    <title>BildungsBlog (Rubrik:Rezensionen)</title>
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    <description>Community-Weblog rund um Bildung, Lernen und Lehren.</description>
    <dc:date>2008-03-26T18:50:40Z</dc:date>
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      <title>BildungsBlog</title>
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  <item rdf:about="http://bildung.twoday.net/stories/4815910/">
    <title>Rezension: Professionalit&amp;auml;t und Schule</title> 
    <link>http://bildung.twoday.net/stories/4815910/</link>
    <description>&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.vsverlag.de/index.php;do=show/sid=152173305847ea9a5e93093407965957/site=w/book_id=7082&quot;&gt;Werner Helsper, Susann Busse, Merle Hummrich, Rolf-Torsten Kramer (Hg.) (2008): P&amp;auml;dagogische Professionalit&amp;auml;t in Organisation. Neue Verh&amp;auml;ltnisbestimmungen am Beispiel der Schule, VS Verlag f&amp;uuml;r Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 279  Seiten, ISBN 978-3-531-14860-1, 29,90&amp;#8364;.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Sammelband, der auf eine Fachtagung zum Thema zur&amp;uuml;ckgeht, wird aus verschiedenen theoretischen Perspektiven die Frage nach dem Verh&amp;auml;ltnis von Organisation und Profession am Beispiel der Schule in den Blick genommen. Dazu werden in einem einf&amp;uuml;hrenden Beitrag durch die Herausgebenden zun&amp;auml;chst die langj&amp;auml;hrigen Diskussionen um dieses Verh&amp;auml;ltnis nachgezeichnet, in welchen auch die Frage impliziert wird, wie eine p&amp;auml;dagogische Organisation aussehen k&amp;ouml;nnte. Hier wird im historischen Verlauf der Diskussion ein Schwanken zwischen der Orientierung an Max Webers B&amp;uuml;rokratiemodell und der Orientierung an Karl Weicks Modell der lose gekoppelten Systeme deutlich. Anschlie&amp;szlig;end f&amp;uuml;hren die Herausgebenden in die Gliederung des Sammelbandes und in die einzelnen Beitr&amp;auml;ge verschiedener Autorinnen und Autoren ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Teil des Bandes stehen systematische und historische Perspektiven im Vordergrund. So nimmt Hartmut Wenzel Ewald Tenorths Argumentation von 1986 zum Ausgangspunkt seiner &amp;Uuml;berlegungen. Tenorth ging schon damals von der Eigenst&amp;auml;ndigkeit p&amp;auml;dagogischer Organisationen mit unverwechselbaren Subkulturen aus. Wenzel zeichnet nun in seinen Beitrag dies unter Bezugnahme auf die neuren Diskussionen nach. Bernd Zymek befasst sich in seinem Beitrag mit dem Bologna-Prozess und beschreibt anhand dieser Entwicklung die Tektonik des deutschen Bildungssystems und den sich aus der Bolognareform ergebenen Strukturwandel f&amp;uuml;r die Lehrerbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sozialwissenschaftliche Ans&amp;auml;tze zum Verh&amp;auml;ltnis von Profession und Organisation werden im zweiten Teil in den Blick genommen. Aus einer strukturtheoretischen Perspektive reflektiert Ulrich Oevermann das Verh&amp;auml;ltnis von Krise und Routine (vgl. S. 57) vor dem Kontext p&amp;auml;dagogischer Professionalit&amp;auml;t. Diese sei Schulen allerdings aufgrund der Schulpflicht nicht etabliert. Aus einer wissensoziologischen Perspektive gehen Michaela Pfadenhauer und Achim Broziewskie davon aus, dass Professionen vor allem als L&amp;ouml;sungsverwaltungen zu verstehen seien. &amp;#8222;Professionelle lassen sich demnach als Akteure verstehen, die Probleme, mit den sie sich auseinandersetzen, so zu definieren verm&amp;ouml;gen, dass diese eben m&amp;ouml;glichst weitgehend den L&amp;ouml;sungen entsprechen, &amp;uuml;ber die sie (je professionell) verf&amp;uuml;gen&amp;#8220; (S.82).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Teil besch&amp;auml;ftigt sich mit dem Verh&amp;auml;ltnis von Kommunikation und Entscheidung. Hier analysiert zum Beispiel Harm Kuper den aktuell auf Schulen einwirkenden Ver&amp;auml;nderungsdruck aus einer systemtheoretischen Perspektive. Zun&amp;auml;chst werden die Kommunikations- und Entscheidungsprozesse in einer &amp;#8222;b&amp;uuml;rokratischen Schule&amp;#8220; in den Blick genommen um anschlie&amp;szlig;end die potentielle Ver&amp;auml;nderung dieser Prozesse in einer &amp;#8222;autonomen Schule (S. 155) zu reflektieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vierten Teil werden die Konsequenzen f&amp;uuml;r die Anforderungen von Schulentwicklung und Lehrerprofessionalit&amp;auml;t reflektiert. Wolfgang B&amp;ouml;ttcher besch&amp;auml;ftigt sich beispielsweise mit der Einf&amp;uuml;hrung von Bildungsstandards und deren Auswirkungen auf Outputqualit&amp;auml;t und Lehrerprofessionalit&amp;auml;t. Er kommt zu dem Schluss, dass klare starke Standards durchaus positive Einfl&amp;uuml;sse auf Organisation und Professionalit&amp;auml;t von Schule und Lehrenden haben k&amp;ouml;nnten, dass allerdings die gesetzten Standards zu diffus und schwach seien und damit eine Professionalisierung eher behindern als f&amp;ouml;rdern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im f&amp;uuml;nften und letzten Teil steht das Verh&amp;auml;ltnis von organisatorischen Machbarkeitsvisionen und professionellen Ungewissheiten im Vordergrund. Mit der Frage, wie Berufseinsteiger in &amp;Ouml;sterreich in das System Schule integriert werden, besch&amp;auml;ftigt sich Angelika Paseka anhand einer empirischen Studie. Es wird deutlich, dass die &amp;#8222;Junglehrer&amp;#8220; nach ihrem Studium in ein ganz neues Lernfeld eintreten, dass sich vor allem durch (implizite) machtstrategische Auseinandersetzungen mit dem alteingesessenen und etablierten Kollegium in der Schule auszeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sammelband bietet einen guten &amp;Uuml;berblick das Thema Organisation und Professionalit&amp;auml;t in der Schule und besticht vor allem durch die in den Beitr&amp;auml;gen vertretenen unterschiedlichen theoretischen Perspektiven, die einen multidimensionalen Einstieg in das Thema erm&amp;ouml;glichen.</description>
    <dc:creator>Lia</dc:creator>
    <dc:subject>Rezensionen</dc:subject>
    <dc:date>2008-03-26T18:50:08Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://bildung.twoday.net/stories/4685341/">
    <title>Beratung, Macht und Organisationen</title> 
    <link>http://bildung.twoday.net/stories/4685341/</link>
    <description>&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.vs-verlag.de/index.php;do=show/sid=f9fda147ff5ae53f3ae198e19ea99f29/site=w/book_id=10348&quot;&gt;Rezension: Michael G&amp;ouml;hlich, Eckard K&amp;ouml;nig, Christine Schwarzer (Hg.) (2007): Beratung, Macht und organisationales Lernen, VS Verlag f&amp;uuml;r Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 187 Seiten, ISBN 978-3-531-15360-5, 26,90&amp;#8364;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sammelband setzen sich verschiedene Autorinnen und Autoren mit Beratung als p&amp;auml;dagogische Praxis und deren verschiedenen Ebenen &amp;#8211; individuelle Beratung, Beratung von lernenden Organisationen und Beratung im Kontext der Schule &amp;#8211; auseinander. Diese Ebenen werden vor dem Hintergrund dreier zentraler Bezugstheorien reflektiert. Zum einen werden die Studien von Crozier und Friedberg (1979) herangezogen, die von einer Schnittstelle zwischen individuellem Akteur und dem sozialen System einer Organisation ausgehen. Innerhalb dieser Schnittstellen verf&amp;uuml;gt ein &amp;#8222;Akteur aufgrund seines Spezialwissens &amp;uuml;ber eine gewisse Menge an Macht, die er verteidigen und auszubauen sucht&amp;#8220; (S. 13). Zum anderen werden die Arbeiten Foucaults hinzugezogen, in denen Macht nicht als Besitz oder unterdr&amp;uuml;ckend beschrieben wird, sondern Macht wird als produktiv gedeutet und in einem Macht-Wissenskomplex kontextualisiert. Zum dritten wird in einigen Beitr&amp;auml;gen Beratung aus einer systemtheoretischen Perspektive nach Gregory Bateson reflektiert, in der zwischen Personen- und Kommunikationssystemen unterschieden wird. &lt;br /&gt;
Der Sammelband baut neben diesen theoretischen Zug&amp;auml;ngen auf empirischen Untersuchungen zum Verh&amp;auml;ltnis zwischen Beratung, Macht und organisationalem Lernen auf. Im Folgenden wird f&amp;uuml;r jeden Bereich ein Beitrag exemplarisch vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Teil des Bandes &amp;#8222;Beratung in Organisationen&amp;#8220; besch&amp;auml;ftigt sich Michael G&amp;ouml;hlich mit dem Verh&amp;auml;ltnis von Exzellenz und Ethik im Diskurs um organisationales Lernen. Nach einer grunds&amp;auml;tzlichen Auseinandersetzung mit der Frage was in Organisation als &amp;#8222;gut&amp;#8220; bezeichnet wird, zieht er Ergebnisse der empirischen Organisationsforschung heran und kann verdeutlichen, dass Beratung allein aufgrund der Tatsache, dass durch sie Zeit in Anspruch genommen wird, als machtvoll beschrieben werden kann. Weiterhin wird im empirischen Material deutlich, dass die Erfahrung, das Fachwissen und die Kompetenzen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen zentralen Machtfaktor darstellen. In einem Res&amp;uuml;mee kommt G&amp;ouml;hlich zu dem Schluss, dass Macht und Beratung per se ineinander verwoben sind und dass dadurch eine besondere ethische Reflexion erforderlich sei, die dann auch organisationalen Lernprozessen zu Gute kommen k&amp;ouml;nnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil besch&amp;auml;ftigt sich mit &amp;#8222;Personalentwicklung und Organisationslernen&amp;#8220;. Hier zeigt Ines Sausele anhand der Analyse von Mitarbeitergespr&amp;auml;chen, wie der Zusammenhang von Macht und Personalentwicklung und Qualifizierung in einem Wirtschaftsunternehmen auf der einen und einer sozialen Einrichtung auf der anderen Seite deutlich wird. Sie zeigt, dass &amp;uuml;ber die Zug&amp;auml;nglichkeit von Weiterbildungsveranstaltungen, Kontrolle &amp;uuml;ber Machtverh&amp;auml;ltnisse deutlich wird (vgl. S. 94). In Wirtschaftsunternehmen wird dieser Zugang st&amp;auml;rker durch F&amp;uuml;hrungskr&amp;auml;fte erm&amp;ouml;glicht, als im p&amp;auml;dagogischen Bereich. Deutlich wird weiterhin, dass gerade bei Wirtschaftsunternehmen die Qualifizierung der Mitarbeiter nicht nur einen individuellen Gewinn an Kompetenz bedeutet, sondern, dass das ganze Unternehmen von diesem Kompetenzzuwachs profitieren kann. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen hier in einer Art solidarischen Pflicht gegen&amp;uuml;ber ihrem Unternehmen. Innerhalb der p&amp;auml;dagogisch-sozialen Einrichtung ist der Anspruch zentral, sich eigenverantwortlich weiterzubilden. Dies wird nicht mit dem Profil der Funktionsstelle des Mitarbeiters gekoppelt. So k&amp;ouml;nnen sich zwar Impulse aus den Fortbildungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter f&amp;uuml;r die gesamte Institution ergeben &amp;#8211; diese werden auch erhofft &amp;#8211; allerdings sind sie nicht von Beginn an intendiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Teil des Sammelbands steht &amp;#8222;Schule und Lehrerbildung&amp;#8220; im Mittelpunkt. Heinz S Rosenbusch besch&amp;auml;ftigt sich in diesem Kontext mit dem Verh&amp;auml;ltnis Beratung und Macht am Beispiel der Beurteilung von Systemmitgliedern der Schule durch Vorgesetzte. Dabei geht er einer organisationsp&amp;auml;dagogischen Grundfrage nach und fragt inwieweit die Zielt&amp;auml;tigkeit der Schule durch immanente Regeln und Ph&amp;auml;nomene der Schulorganisation unterst&amp;uuml;tzt oder behindert wird. Nach einer klaren Differenzierung zwischen Beratung und Beurteilung sowie deren Verortung in unterschiedlichen Kommunikationssystemen kommt Rosenbusch zu folgendem Ergebnis: Beratung ist in der Schule problematisch, da diese nicht durch Dienstvorgesetzte durchzuf&amp;uuml;hren ist. Die Beratung wird dann zur Pr&amp;uuml;fungssituation, der wiederum andere Machtstrukturen inh&amp;auml;rent sind, wie Petra Buchwald in einem eigenen Beitrag zeigen kann.&lt;br /&gt;
Der Sammelband ist bietet einen guten &amp;Uuml;berblick &amp;uuml;ber die komplexe Beziehung zwischen Beratung, lernenden Organisationen und Macht. Besonders gelungen ist auch die Verschr&amp;auml;nkung von empirischen Untersuchungen und verschiedenen Bezugstheorien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julia Franz</description>
    <dc:creator>Lia</dc:creator>
    <dc:subject>Rezensionen</dc:subject>
    <dc:date>2008-02-07T10:02:11Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://bildung.twoday.net/stories/4660362/">
    <title>Foucault und Bildung</title> 
    <link>http://bildung.twoday.net/stories/4660362/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.vs-verlag.de/index.php;do=show/sid=31583731047a0384ca9388276754628/site=w/book_id=10805&quot;&gt;Achim Volkers (2008): Wissen und Bildung bei Foucault, Aufkl&amp;auml;rung zwischen Wissenschaft und ethisch-&amp;auml;sthetischen Bildungsprozessen, VS Verlag f&amp;uuml;r Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 157 Seiten, ISBN: 978-3-531-15484-8, 24,90 &amp;#8364;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achim Volkers verfolgt in seiner Monographie die Frage nach dem Verh&amp;auml;ltnis zwischen Foucaults Subjektphilosophie und den darin implizierten Vorstellungen von Wissen auf der einen und Bildung auf der anderen Seite. So ist das Buch in drei entsprechende Teile untergliedert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zun&amp;auml;chst widmet sich Volkers Foucaults Subjektphilosophie. Er reflektiert diesen Subjektbegriff vor verschiedenen Hintergr&amp;uuml;nden. Zun&amp;auml;chst besch&amp;auml;ftigt er sich mit der Frage nach den Wechselwirkungen von Macht und Subjekt. Im Anschluss daran reflektiert er Foucaults Subjekttheorie im Kontext einer sich auf Nietzsche beziehenden Moralphilosophie. In den letzten Abschnitten setzt sich der Autor mit Anthropologie und Humanismus auf der einen und Aufkl&amp;auml;rung auf der anderen Seite auseinander. Er besch&amp;auml;ftigt sich hier mit Foucaults Kritik an einer humanistischen Denktradition und dar&amp;uuml;ber hinaus spielt im Kontext der Aufkl&amp;auml;rung die Frage &amp;#8222;Was ist Kritik?&amp;#8220; selbst eine Rolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Teil der Arbeit geht Volkers auf professionelles Wissen ein und bezieht dabei sowohl Foucaults Machtanalytische als auch Diskursanalytische Perspektiven mit ein. Nach einer kurzen Einf&amp;uuml;hrung in Foucaults Machtanalytik, die er vor einem sozialp&amp;auml;dagogischen Hintergrund interpretiert, beschreibt der Autor Macht als F&amp;uuml;hrung und nimmt damit Bezug auf einen gouvernementalit&amp;auml;tsanalytischen Ansatz. Im Anschluss daran bezieht sich Volkers auf das Feld der Erziehungswissenschaft und setzt sich hier besonders mit dem Theorie Praxis Verh&amp;auml;ltnis auseinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Teil der Arbeit ist dem Konzept der Selbstsorge gewidmet. Volkers setzt sich hier zum Ziel, Foucault Subjektphilosophie als Bildungsphilosophie zu interpretieren. Nach einer ausf&amp;uuml;hrlichen und kritischen Rekonstruktion des hellenistischen Selbstsorgekonzepts reflektiert er Foucaults &amp;Auml;u&amp;szlig;erungen vor dem Kontext von ethisch-&amp;auml;sthetischen Bildungsprozessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufbau des Buches ist an manchen Stellen etwas verwirrend, da &amp;Uuml;berschriften nicht immer mit inhaltlichen Abs&amp;auml;tzen &amp;uuml;bereinstimmen. Der Autor stellt Foucaults Arbeiten stellenweise nebeneinander und interpretiert chronologisch fr&amp;uuml;here Schriften als Irrwege &amp;#8222;(&amp;#8230;) nachdem sich seine fr&amp;uuml;here Machtanalytik, die als Mikrophysik der Macht&amp;#8220; bekannt geworden ist, als Sackgasse erwiesen hatte&amp;#8220; (S. 67). Das Zusammenspiel zwischen souver&amp;auml;nen, juridischen, disziplinarischen und gouvernmentalen Machtpraktiken, die Foucault gerade in den Vorlesungen zur Geschichte der Gouvernementalit&amp;auml;t herausarbeitet, wird nicht in Betracht gezogen. So bleibt die Interpretation von Foucaults machtanalytischer Perspektive hinter den Ausf&amp;uuml;hrung im aktuellen wissenschaftlichen Diskurs zur&amp;uuml;ck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julia Franz&lt;b&gt;&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>Lia</dc:creator>
    <dc:subject>Rezensionen</dc:subject>
    <dc:date>2008-01-30T08:43:22Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://bildung.twoday.net/stories/4502579/">
    <title>Selbstlernarchitekturen</title> 
    <link>http://bildung.twoday.net/stories/4502579/</link>
    <description>Rezension: &lt;a href=&quot;http://www.hep-verlag.ch/shop/index.php?cmd=detail&amp;amp;article_id=510&amp;amp;PHPSESSID=9087ce4c2a968762a6b25435e851bd38&quot;&gt;Hermann Forneck, Mathilde  Gyger, Christiane Maier Reinhard (Hg.) (2006): Selbstlernarchitekturen und Lehrerbildung. Zur inneren Modernisierung von Lehrerbildung,  341 Seiten, EURO 29.00, hep Verlag, Bern, ISBN 978-3-03905-233-2&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sammelband besch&amp;auml;ftigen sich verschiedene Autorinnen mit hochschuldidaktischen Fragen der Lehrerbildung. Alle Beitr&amp;auml;ge sind vor dem Hintergrund des Entwicklungs- und Forschungsprojekte &amp;#8222;@rs Architekturen des Selbstlernens&amp;#8220; der P&amp;auml;dagogischen Hochschule der Nordwestschweiz entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Teil gibt Hermann Forneck, der sich schon lange mit der Gestaltung von Selbstlernarchitekturen auseinandersetzt (vgl. den Giessener Weiterbildungsstudiengang &lt;a href=&quot;http://www.qineb.de/&quot;&gt;QINEB&lt;/a&gt;), eine Einf&amp;uuml;hrung in die Thematik aus einer modernisierungstheoretischen Perspektive. Er beschreibt Lernen auch als gesellschaftliche Reproduktionspraktik und w&amp;auml;hlt damit einen anspruchsvollen Zugang, der es m&amp;ouml;glichen macht, Lern- und Ausbildungsprozesse auch im Kontext gesellschaftlicher Machtpraktiken zu analysieren und zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil besch&amp;auml;ftigt sich mit der konkreten Ausgestaltung der Selbstlernarchitekturen in der Lehrerinnenbildung in der Nordwestschweiz. Hier f&amp;uuml;hrt Forneck wieder in die Thematik ein, allerdings diesmal unter der Perspektive seines an Michel Foucault orientierten Konzept des Selbstsorgenden Lernens. Im Mittelpunkt des Konzeptes steht die Bewusstwerdung und Reflexivit&amp;auml;t des eigenen Lernens, die durch verschiedene Lernpraktiken initiiert werden sollen. Anschlie&amp;szlig;end stellt Forneck die zentralen Steuerungselemente der Selbstlernarchitektur vor und leitet somit zu den praktisch orientierten  Beitr&amp;auml;gen &amp;uuml;ber.&lt;br /&gt;
So beschreibt beispielsweise zun&amp;auml;chst Christiane Maier Reinhard das @rs Projekt vor dem Hintergrund der flexiblen Ausbildung von Primarlehrkr&amp;auml;ften in der Schweiz. Nach dieser Einf&amp;uuml;hrung in das Projekt folgen anschauliche Beschreibungen der Steuerungsinstrumente der Selbstlernarchitektur, wie einer Eingangsinszenierung (Felix Bertschin/Christiane Maier Reinhard), oder der Lernberatung (Barbara Ryter Krebs). Die inhaltliche Ausgestaltung wird von Victor M&amp;uuml;ller-Opplinger in den Blick genommen. So beschreibt er die Architekturen zu den Themen &amp;#8222;Individualisierung&amp;#8220; und &amp;#8222;Neue Lernkulturen&amp;#8220;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beitr&amp;auml;ge des dritten Teils beschreiben nun sehr anschaulich die sieben verschiedenen Abteilungen der Selbstlernarchitektur. Beispielsweise beschreibt Mathilde Geiger die Operationalisierung des Faches Deutsch oder Ernst R&amp;ouml;thlisberger die des Faches Mathematik. Alle Beitr&amp;auml;ge haben hier einen &amp;auml;hnlichen Aufbau, der wiederum das Verst&amp;auml;ndnis f&amp;uuml;r die Struktur der einzelnen Abteilungen erleichtert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur und Gliederung des Sammelbandes ist sehr stringent. Die theoretischen Einf&amp;uuml;hrungen und Einbettungen sind anspruchsvoll und an einigen Stellen vorraussetzungsreich. Die anderen beiden Teile sind gerade durch ihre Struktur leicht nachvollziehbar und k&amp;ouml;nnen praktische didaktische Anregungen bieten. Insgesamt bietet das Buch einen guten Einstieg in ein innovatives Konzept von Selbstlernarchitekturen und steht damit nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch im Kontext einer neuen Lernkultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julia Franz</description>
    <dc:creator>Lia</dc:creator>
    <dc:subject>Rezensionen</dc:subject>
    <dc:date>2007-12-03T11:18:45Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://bildung.twoday.net/stories/4499959/">
    <title>Michel Foucault und seine Geschichte der Gouvernementalit&amp;auml;t</title> 
    <link>http://bildung.twoday.net/stories/4499959/</link>
    <description>Rezension: &lt;a href=&quot;http://www.transcript-verlag.de/ts680/ts680.htm&quot;&gt;Susanne Krasmann, Michael Volkmer (Hg.) (2007): Michel Foucaults &quot;Geschichte der Gouvernementalit&amp;auml;t&quot; in den Sozialwissenschaften - Internationale Beitr&amp;auml;ge, 314 Seiten, transcript Verlag, 28,80 &amp;#8364;, ISBN: 978-3-89942-488-1&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser neu erschienene Sammelband l&amp;auml;sst sich als internationaler und mehrdimensionaler Kommentar zu den 2004 ver&amp;ouml;ffentlichten Vorlesungen von Michel Foucault &amp;#8222;Geschichte der Gouvernementalit&amp;auml;t&amp;#8220; (Sicherheit, Territorium, Bev&amp;ouml;lkerung und die Geburt der Biopolitik) lesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sammelband folgt einer logischen und stringenten Dreiteilung.&lt;br /&gt;
So bieten die Beitr&amp;auml;ge des ersten Teils einen &amp;Uuml;berblick &amp;uuml;ber Foucaults Arbeiten aus der Perspektive der &amp;#8222;Staatsfrage&amp;#8220;. Die Autoren Thomas Lemke, Martin Saar und Mitchel Dean verfolgen die Vorlesungen Foucaults auf der Spur seines Staatsbegriffes. Alle drei Autoren machen in ihren jeweiligen Beitr&amp;auml;gen deutlich, dass Foucault nicht &amp;#8211; wie h&amp;auml;ufig vorgeworfen &amp;#8211; den Staat vernachl&amp;auml;ssige, sondern, dass er vielmehr dezidiert die Prozeduren und Strukturen in den Blick nimmt, die den Staat erst konstruieren, in denen er sich kristallisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil des Sammelbandes stellt die Gouvernementalit&amp;auml;t zwischen Souver&amp;auml;nit&amp;auml;t und Biopolitik in den Mittelpunkt. Alle Beitr&amp;auml;ge zielen darauf, deutlich zu machen, dass Foucault keinen linearen Dreischritt von der Souver&amp;auml;nit&amp;auml;t &amp;uuml;ber die Disziplin hin zur Gouvernementalit&amp;auml;t propagiert habe, sondern, dass dies drei Formen von Macht sind, die heuristisch gut zu unterscheiden sind, in der Empirie jedoch ineinander &amp;uuml;bergehen. Anne Caldwell setzt sich beispielsweise in diesem Teil mit der Frage auseinander, inwiefern nicht staatliche Akteure wie NGOs den &amp;#8222;Human Rights Complex&amp;#8220; regieren. Susanne Krassmann und Sven Opitz bringen in ihrem Beitrag Foucaults Machtanalytik mit der Systemtheorie von Niklas Luhmann anhand der unterschiedlichen Gebr&amp;auml;uche der Begriffe Inklusion und Exklusion zusammen, um so deutlich zu machen, das gesellschaftliche Exklusionen systemimmanente Bestandteile von modernen Gesellschaftsystemen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beitr&amp;auml;ge des dritten Teils stehen im Kontext von &amp;#8222;Gouvernementalit&amp;auml;t und Neoliberalismus&amp;#8220;. Jan-Otmar Hesse skizziert die aktuelle historische Forschung zum deutschen Ordoliberalismus und vergleicht diese mit Foucaults Perspektive. Mit einer kritischen Reflexion der Heterogenit&amp;auml;t der &amp;raquo;governmentality studies&amp;laquo; beginnen Sophia Prinz und Ulf Wuggening ihren Beitrag. Anschlie&amp;szlig;end stellen sie vor dem Hintergrund der Bologna Reform heraus, dass hier mit neoliberalistischen Steuerungsvorstellungen eine zunehmende B&amp;uuml;rokratisierung innerhalb der Universit&amp;auml;ten einhergehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sammelband er&amp;ouml;ffnet eine Reihe von anregenden Perspektiven zu Foucaults viel beachteter Vorlesungsreihe, vor allem, da hier zum einen unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen zu Wort kommen und zum anderen flie&amp;szlig;en dar&amp;uuml;ber hinaus auch verschiedene internationale Blickrichtungen in den Sammelband ein. Dadurch bekommt das Buch einen sehr angenehme Perspektivenvielfalt.&lt;br /&gt;
Julia Franz</description>
    <dc:creator>Lia</dc:creator>
    <dc:subject>Rezensionen</dc:subject>
    <dc:date>2007-12-02T12:45:27Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bildung.twoday.net/stories/4425258/">
    <title>Rezension: Roswitha Eisentraut (2007): Intergenerationelle Projekte Motivationen...</title> 
    <link>http://bildung.twoday.net/stories/4425258/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.roswitha-eisentraut.de/&quot;&gt;Roswitha Eisentraut&lt;/a&gt; besch&amp;auml;ftigt sich in ihrer &lt;a href=&quot;http://www.nomos.de/nomos/d/recherche/titel_rech/action.lasso?-database=titel.fp3&amp;amp;-layout=internet&amp;amp;-response=/nomos/d/recherche/titel_rech/tit_detail.lasso&amp;amp;ISBN_13=978-3-8329-2730-1&amp;amp;-search&quot;&gt;Dissertation zu intergenerationellen Projekten&lt;/a&gt; mit drei Forschungsfragen. Erstens geht es ihr darum zu untersuchen, wo intergenerationelle Projekte initialisiert werden und auf welchen Handlungsfeldern sie basieren. Zweitens untersucht Eisentraut die Frage nach der Motivation f&amp;uuml;r die Initialisierung bzw. f&amp;uuml;r die Teilnahme an intergenerationellen Projekten. Drittens und letztens steht die Frage nach den Wirkungen von intergenerationellen Projekten im Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeit gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil werden theoretische Ans&amp;auml;tze und gesellschaftliche Rahmenbedingungen reflektiert. Zun&amp;auml;chst beschreibt Eisentraut gesellschaftliche Ver&amp;auml;nderungsprozesse durch den demografischen Wandel, um vor diesem Hintergrund verschiedene Zug&amp;auml;nge zur Generationenthematik zu er&amp;ouml;ffnen. Anschlie&amp;szlig;end besch&amp;auml;ftigt sich die Autorin mit intergenerationellen Bildungs- und Anerkennungsprozessen, da sie hier die Annahme zugrunde legt, dass beide Prozesse f&amp;uuml;r intergenerationelle Projekte eine herausragende Rolle spielen. Im Kontext der Bildungsprozesse bezieht sich Eisentraut zun&amp;auml;chst auf die von Schleiermacher gestellte Frage &amp;#8222;Was will die &amp;auml;ltere Generation von der j&amp;uuml;ngeren?&amp;#8220; und deren Umkehrung nach S&amp;uuml;nkel (vgl. S. 67). Besonders interessant erscheint der Punkt &amp;#8222;Intergenerationelle Bildungsprozesse: ein Theoretischer Ansatz&amp;#8220;, in welchem intergenerationelle Bildungsprozesse im Spannungsfeld zwischen individuellen und kollektiven Lernprozessen beschrieben werden. Zur Beschreibung intergenerationeller Anerkennungsprozesse zieht Eisentraut zun&amp;auml;chst Charles Taylor hinzu, f&amp;uuml;r den Anerkennung nur durch das Gegen&amp;uuml;ber in Form von konkreten oder generalisierten Anderen m&amp;ouml;glich ist. Anschlie&amp;szlig;end beschreibt sie mit Anthony Giddens Anerkennungsprozesse im Kontext der Weitergabe von Tradition. Vor diesem theoretischen Hintergrund wird zwischen b&amp;uuml;rgerschaftlichem und freiwilligem Engagement differenziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesem theoretisch fundierten ersten Teil stellt die Autorin in Teil B nun ihre eigene qualitative Untersuchung vor. In einer ostdeutschen Gro&amp;szlig;stadt wurden zehn Generationenprojekte &amp;#8211; von denen manche allerdings auch eher implizit intergenerationell angelegt sind &amp;#8211; untersucht. Zum einen wurden problemzentrierte Interviews mit den Projektleitungen durchgef&amp;uuml;hrt und zum anderen wurden einzelne Teilnehmende der Projekte befragt. Die erste Forschungsfrage nach den Orten der Initialisierung wird durch die Beschreibung der Einzelprojekte und eine Analyse der Anbieter und &amp;#8211; Teilnehmerstrukturen beantwortet. Die Analyse der Interviews ergab dar&amp;uuml;ber hinaus, dass f&amp;uuml;r die Projektleitung Bildungs-, Kontakt- und Konfliktabbaumotive ausschlaggebend f&amp;uuml;r die Initialisierung eines Projekts sein k&amp;ouml;nnen, w&amp;auml;hrend f&amp;uuml;r die Teilnehmenden der Wunsch nach Kontakten und Kommunikationsm&amp;ouml;glichkeiten im Vordergrund steht. Insgesamt wird hier deutlich, dass f&amp;uuml;r die Teilnehmenden &amp;#8211; anders als die Projektleitungen &amp;#8211; pers&amp;ouml;nliche Motive wie Selbstverwirklichung oder Krisenverarbeitung von besonderer Relevanz sind. Die Wirkungen intergenerationeller Projekte lassen sich nach Eisentraut sowohl auf der Ebene der Tr&amp;auml;ger sowie auf der Ebene der Projektstrukturen zeigen. Die Teilnehmenden geben wiederum vor allem pers&amp;ouml;nliche Wirkungen an, die in den Kontext von intergenerationellen Bildungs- und Anerkennungsprozessen einzuordnen sind. Beispielsweise reden die Teilnehmenden h&amp;auml;ufig davon, ein gutes Gef&amp;uuml;hl des &amp;#8222;Gebraucht-Werdens&amp;#8220; zu empfinden. Umgekehrt wird in einzelnen F&amp;auml;llen auch davon gesprochen, keine Wertsch&amp;auml;tzung, und keine Anerkennung zu erhalten, so zum Beispiel eine Lesepatin im Kindergarten, die von der Einrichtung bestenfalls geduldet wird. Abschlie&amp;szlig;end zu diesem zweiten Teil benennt die Autorin idealtypische Merkmale intergenerationeller Projekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten und letzten Teil wird der Diskurs um intergenerationelle Projekte in den USA herausgearbeitet, um m&amp;ouml;gliche Vergleichspunkte zu den deutschen Diskussionen zu identifizieren. In diesem Teil wird deutlich, dass die Generationenthematik schon ein lang institutionalisiertes Feld im Bereich der Freiwilligenarbeit ist. Anders als in Deutschland geht hier die Argumentation st&amp;auml;rker davon aus, dass gerade die &amp;auml;ltere und j&amp;uuml;ngere Generationen von den Auswirkungen eines schnellen gesellschaftlichen Wandels betroffen sind und daher ein Engagement f&amp;uuml;reinander als w&amp;uuml;nschens- und erstrebenswert betrachtet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ist die Dissertation gut aufgebaut, auch wenn nicht ganz klar ist, warum die Beschreibung des amerikanischen Diskurses erst nach der eigentlichen empirischen Untersuchung folgt. Im ersten Teil werden theoretische Grundlagen gelegt, die in der Analyse der Aussagen der Projektleitungen und Teilnehmenden wieder als Hintergrundfolie hinzugezogen werden. An manchen Stellen w&amp;auml;re es sch&amp;ouml;n gewesen, vertieft auf den hergestellten Zusammenhang zwischen theoretischem Kontext und empirischer Untersuchung einzugehen. Die Arbeit bietet einen guten &amp;Uuml;berblick &amp;uuml;ber intergenerationelle Projekte und deren m&amp;ouml;gliche Motivations- und Wirkungsstrukturen. Damit bildet diese Arbeit eine erste empirische Grundlage zur Erforschung intergenerationeller Projekte, aus der sich vielf&amp;auml;ltige Anschlussm&amp;ouml;glichkeiten ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Julia Franz&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Lia</dc:creator>
    <dc:subject>Rezensionen</dc:subject>
    <dc:date>2007-11-08T13:12:03Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://bildung.twoday.net/stories/4227099/">
    <title>Rezension: &quot;Keywork&quot;</title> 
    <link>http://bildung.twoday.net/stories/4227099/</link>
    <description>&lt;i&gt;Rezension: Reinhold Knopp, Karin Nell (Hg.) (2007): Keywork &amp;#8211; Neue Wege in der Kultur- und Bildungsarbeit mit &amp;Auml;lteren, transcript Verlag, Bielefeld, 24,80 &amp;#8364; ISBN: 978-3-89942-678-6&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sammelband &amp;#8222;Keywork&amp;#8220; er&amp;ouml;ffnet verschiedene Perspektiven auf die aktuellen Entwicklungen in der Kultur- und Bildungsarbeit mit &amp;Auml;lteren. Die &amp;auml;ltere Generation verf&amp;uuml;ge &amp;uuml;ber ein hohes Ma&amp;szlig; an Ressourcen, die f&amp;uuml;r Ehrenamt und Engagement genutzt &amp;#8211; aber nicht instrumentalisiert werden sollen, wie die Herausgeber in ihrem einf&amp;uuml;hrenden Beitrag herausstellen. Sie stellen Keywork als Alternative zum klassischen Ehrenamt in der Seniorenarbeit dar (S. 12) und zeigen dies anhand von verschiedenen Praxisbeispielen. Die Ver&amp;ouml;ffentlichung gliedert sich in drei unterschiedliche Teile, von denen sich im ersten im theoretischen Fundierungen und Grundlagen auseinandergesetzt wird. Im zweiten und gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Teil steht die &amp;#8222;Keywork in der Praxis&amp;#8220; im Mittelpunkt und im letzten Teil werden Keywork und Stadtteilarbeit in Bezie-hung gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten grundlagentheoretischen Beitrag definiert Roman Schanner, was unter einem Key-worker &amp;#8211; vor allem im Bereich der musealen Bildungs- und Kulturarbeit &amp;#8211; zu verstehen sei. &amp;#8222;Ein Keyworker im engsten Sinne der Definition hingegen sollte optimalerweise selbst Mitglied einer als Zielgruppe zu gewinnenden, sozialen Gruppe sein. (&amp;#8230;) Die Keyworker besitzen sozusagen den &amp;raquo;Schl&amp;uuml;ssel&amp;laquo;, um ihrem eigenen sozialen Umfeld in ad&amp;auml;quater &amp;raquo;Sprache&amp;laquo; und Form museale Inhalte zug&amp;auml;nglich zu machen&amp;#8220; (S. 25). Sie sind demnach Vermittler zwischen den Kulturbetrieben und verschiedenen sozialen Milieus, die bislang nicht zu den klas-sischen Zielgruppen geh&amp;ouml;rten. In einem weiteren theoretischen Beitrag verweist Reinhold Knopp darauf, dass kulturelle Kompetenz ein Schl&amp;uuml;ssel f&amp;uuml;r gesellschaftliche Wirksamkeit und Teilhabe bis ins hohe Alter hinein darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite &amp;#8211; an der Keywork-Praxis orientierte &amp;#8211; Teil der Ver&amp;ouml;ffentlichung beginnt mit einem Beitrag von Karin Nell, die zun&amp;auml;chst den Weg von der Netzwerkarbeit zum Keywork-Programm skizziert. Vor diesem Hintergrund stellt sie theoretische Grundlagen der Fortbildungsarbeit f&amp;uuml;r Keyworker dar und orientiert sich dabei stark an Peter M. Senges Theorie der lernenden Organisation. Nell bezieht sich weiterhin, wie auch andere Autorinnen und Autoren des Sammelbandes, auf den Kapitalbegriff von Pierre Bourdieu. Keywork stehe hier an der Schnittstelle zwischen kulturellem und sozialem Kapital. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem anderen Beitrag des Praxisteils stellen Karin Nell und Ute Frank das Grundmodell des Kulturf&amp;uuml;hrerscheins&amp;reg; dar, der unter der Federf&amp;uuml;hrung der Diakonie in D&amp;uuml;sseldorf entwickelt wurde. Die detaillierte Beschreibung der Entwicklung des Fortbildungskonzeptes bietet vielerlei Anschlussm&amp;ouml;glichkeiten. Aus diesem Projekt heraus haben sich weitere kleinere Pro-jekte entwickelt. So zum Beispiel das von Ute Frank beschriebene Projekt Kultur auf R&amp;auml;dern, bei welchem Kultur als &amp;#8222;Lebensmittel&amp;#8220; in die Privatwohnungen von &amp;Auml;lteren oder in Seniorenheime gebracht wird. Ein Beitrag von G&amp;uuml;nter Friedeler besch&amp;auml;ftigt sich mit dem Kultur-zentrum der Generationen im Jungen Schauspielhaus in D&amp;uuml;sseldorf, bei welchem &amp;Auml;ltere ihre Erfahrungen und Kompetenzen an benachteiligte Jugendliche und Kinder weitergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Teil steht die Verbindung zur Stadtteilarbeit im Mittelpunkt. Beispielsweise be-schreibt hier Heike Schwalm das D&amp;uuml;sseldorfer Projekt PLATZDA. Hier geht es darum, mit partizipativen Methoden als B&amp;uuml;rgerinnen und B&amp;uuml;rger gemeinsam &amp;uuml;ber die Raumnutzung bestimmter Orte zu diskutieren und Ver&amp;auml;nderungen anzusto&amp;szlig;en. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beitr&amp;auml;ge des Sammelbandes spiegeln vor allem die Aktivit&amp;auml;ten der Kooperation zwischen Projekten in Wien und in D&amp;uuml;sseldorf wieder und zeichnen damit ein regional gepr&amp;auml;gtes Bild, dass allerdings sehr inspirierend f&amp;uuml;r weitere Projekte und Kooperationen sein kann. Gerade der Praxisteil bietet vielf&amp;auml;ltige Anregungen und Anschlussm&amp;ouml;glichkeiten f&amp;uuml;r Menschen die sich in ihrer Region mit dem Konzept des Keyworks praktisch auseinandersetzen wollen.</description>
    <dc:creator>Lia</dc:creator>
    <dc:subject>Rezensionen</dc:subject>
    <dc:date>2007-09-04T08:22:32Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://bildung.twoday.net/stories/4084106/">
    <title>Rezension: Hochschule als Organisationsproblem</title> 
    <link>http://bildung.twoday.net/stories/4084106/</link>
    <description>&lt;b&gt;&lt;i&gt;Rezension: Carsten von Wissel (2007): Hochschule als Organisationsproblem. Neue Mo-die universit&amp;auml;rer Selbstbeschreibung in Deutschland, transcript Verlag, Bielefeld, 32,80 &amp;#8364;; ISBN: 978-3-89942-650-2&lt;br /&gt;
&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Carsten von Wissel setzt sich in seiner Dissertation diskursanalytisch mit Selbstbeschreibungen deutscher Universit&amp;auml;ten auseinander. Dabei nimmt Frage, wie aus Universit&amp;auml;ten &amp;raquo;Organisationen&amp;laquo; wurden, einen besonderen Stellenwert ein.&lt;br /&gt;
In der Einleitung macht von Wissel die Relevanz des Themas deutlich. Es gehe darum, &amp;#8222;ein vertiefendes Verst&amp;auml;ndnis zu generieren, wie soziale Wirklichkeit im hochschulpolitischen Raum produziert wird, wie Forschen, Lehren, Organisieren und Politik-Betreiben einander begrifflich erzeugen, insofern miteinander wechselwirken und aufeinander verwiesen sind&amp;#8220; (S. 15). &lt;br /&gt;
Anschlie&amp;szlig;end stellt der Autor seinen theoretischen Rahmen vor. Er kl&amp;auml;rt hier die theoretischen Grundannahmen und stellt verschiedene Beschreibungsmodelle des Konstruktes &amp;raquo;Organisation&amp;laquo; vor, bevor er eine institutionelle Perspektive auf Universit&amp;auml;ten entwirft. Im Anschluss daran bearbeitet von Wissel die zentralen Grundbegriffe seiner Arbeit bzw. die Begriffe die einen diskursanalytischen Zugang von universit&amp;auml;ren Selbstbeschreibungen m&amp;ouml;glich machen. &lt;br /&gt;
Im dritten Teil der Arbeit zeichnet von Wissel diskursanalytisch verschiedene universit&amp;auml;re Begriffe, wie &amp;raquo;Humboldt&amp;laquo;, &amp;raquo;Elite&amp;laquo; oder &amp;raquo;Reform&amp;laquo; nach. Am Beispiel &amp;raquo;Humboldt&amp;laquo; kann von Wissel zeigen, wie dieser Begriff in den letzten 100 Jahren im Kontext universit&amp;auml;rer und hochschulpolitischer Diskurse seine Bedeutung ver&amp;auml;ndert hat. Das einst zentrale und damit verbundene Paradigma des Zusammenhangs von Forschung und Lehre gelte in aktuellen Dis-kursen um die Modernisierung von Universit&amp;auml;ten nur noch als ein disfunktionaler Ballast. Dieses Nachzeichnen der historischen Bedeutungen von zentralen Begriffen von Universit&amp;auml;tsdiskursen macht es m&amp;ouml;glich, die aktuellen Debatten leichter nachzuvollziehen und einordnen zu k&amp;ouml;nnen.&lt;br /&gt;
Im vierten Teil beschreibt von Wissel Diskurse das zeitgdiagnostisches Modell einer &amp;raquo;Wis-sensgesellschaft&amp;laquo; als Rahmenbedingung f&amp;uuml;r universit&amp;auml;re Selbstbeschreibungen. Er zeichnet hier die Diskussion detailliert nach und ordnet anschlie&amp;szlig;end die Position der Wissenschaft innerhalb des Diskurses um eine Wissensgesellschaft ein. Dabei bezieht er Theorien der Wissenschaftsforschung ein, wie den &amp;raquo;New Mode of Knowledge Production&amp;laquo; nach Gibbons, Nowotny u.a. und die Theorie der &amp;raquo;Triple Helix of University-Industry-Government-Relations&amp;laquo;. &lt;br /&gt;
Politiken und Instrumente sind Gegenstand des f&amp;uuml;nften Teils. Hier werden Politiken, wie die Orientierung an Zahlen und an Nutzen sowie die Differenzierung der Universit&amp;auml;tslandschaft, Privatisierung, Europ&amp;auml;isierung und Internationalisierung in den Blick genommen. Von Wissel beschreibt diese Politiken als &amp;uuml;bergeordnete Entscheidungsprogramme, w&amp;auml;hrend er in einem zweiten Schritt verschiedene Instrumente, wie Managerialismus und Strategieentwicklung als organisationale Entscheidungsprogramme definiert, die mitunter f&amp;uuml;r die Implementation der Politiken von Bedeutung sind.&lt;br /&gt;
In einem n&amp;auml;chsten Schritt betrachtet der Autor hochschulpolitische Praxen und vergleicht hier verschiede Empfehlungen seitens der Enquete-Kommission Globalisierung der Weltwirtschaft, des BMBFs und der ehemals Rot-Gr&amp;uuml;nen-Regierung sowie der Volkswagenstiftung, die sich nach von Wissel nur in Nuancen unterscheiden. Zu guter Letzt werden noch verschiedene Universit&amp;auml;tsutopien beschrieben, die diesen Empfehlungen zu Grunde liegen. Obwohl die Utopien sich deutlich voneinander unterscheiden, seien die Praxen relativ homogen. Im abschlie&amp;szlig;enden Fazit verdichtet von Wissel noch einmal die Kernpunkte seiner Arbeit und setzt sie miteinander in Beziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Wissel beschreibt die Diskurse um universit&amp;auml;re Selbstbeschreibungen sehr ausf&amp;uuml;hrlich und an vielen Stellen auch sehr dicht und vorraussetzungsreich. So bezieht er immer wieder die Luhmannsche Perspektive der Systemtheorie mit ein, gerade wenn es darum geht, Universtit&amp;auml;ten als Organisationen zu beschreiben. Diese Perspektive erscheint &amp;auml;u&amp;szlig;erst gewinnbringend, allerdings macht es den Text f&amp;uuml;r Leserinnen und Leser, die sich bislang noch nicht mit den Grundbegriffen der Systemtheorie besch&amp;auml;ftigt haben nicht gerade einfach. Insgesamt bietet die Dissertation einen guten und differenzierten &amp;Uuml;berblick &amp;uuml;ber die Diskurse universit&amp;auml;rer Selbstbeschreibungen.</description>
    <dc:creator>Lia</dc:creator>
    <dc:subject>Rezensionen</dc:subject>
    <dc:date>2007-07-18T16:29:42Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://bildung.twoday.net/stories/3731368/">
    <title>Rezension im Bildungsblog: Ambivalente Selbstpraktiken</title> 
    <link>http://bildung.twoday.net/stories/3731368/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.transcript-verlag.de/ts599/ts599.htm&quot;&gt;Jenny L&amp;uuml;ders (2007): Ambivalente Selbstpraktiken. Eine Foucault&apos;sche Perspektive auf Bildungsprozesse in Weblogs, transcript Verlag, Bielefeld, EUR 28,80,  ISBN-10: 3899425995, ISBN-13: 978-3899425994&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jenny L&amp;uuml;ders setzt sich in ihrer Dissertation mit Bildungstheoretischen &amp;Uuml;berlegungen im Anschluss an Foucault auseinander und schlie&amp;szlig;t daran mit einer qualitativer Analyse von Bildungsprozessen in Weblogs an. &lt;br /&gt;
Im ersten Teil ihrer Ausf&amp;uuml;hrungen beschreibt sie verschiedene Komponenten bzw. Dimensionen des derzeitigen Bildungsbegriffs. Sie beruft sich auf die aktuelle Diskussion dar&amp;uuml;ber, ob &amp;#8222;Bildung&amp;#8220; durch andere Begriffe ersetzt werden m&amp;uuml;sse und auf die Diskussion um die Diskrepanz von Bildungstheorie und Bildungsforschung. Sie benennt aus dieser Perspektive f&amp;uuml;nf Dimensionen: das Bildungssubjekt, Bildung und Gesellschaft, Bildung und Normativit&amp;auml;t, Prozesshaftigkeit von Bildung und das Verh&amp;auml;ltnis von Bildungstheorie und Forschung. Im Anschluss daran setzt sich L&amp;uuml;ders mit den Arbeiten von Michel Foucault auseinander und beschreibt seine Forschung zum Subjekt, seine Gegenwartsanalysen, das Verst&amp;auml;ndnis von Kritik, das besonders gut im Verh&amp;auml;ltnis von Normativit&amp;auml;t und Bildung wieder entdeckt werden kann, sowie Praktiken der &amp;#8222;Entsubjektivierung&amp;#8220; also Praktiken, die es Subjekten erm&amp;ouml;glichen &amp;#8222;nicht derma&amp;szlig;en regiert zu werden&amp;#8220; (Foucault 1992). Dieser erste Teil der Arbeit, das Zusammendenken von Dimensionen des Bildungsbegriffs und Foucaults philosophisch gesellschaftlich-historischen Arbeiten  erweist sich als durchaus fruchtbar, denn so kann eine neoliberale Umdeutung des Bildungsbegriffs oder des Autonomiebegriffs skizziert werden. Das Bildungssubjekt der Aufkl&amp;auml;rung ist immer in Str&amp;auml;nge von Diskursen, Macht- und Wissensverh&amp;auml;ltnissen eingebunden damit nicht v&amp;ouml;llig frei und es bedarf daher Bildungskonzeptionen die diese Verstricktheit mitreflektieren und M&amp;ouml;glichkeiten zum &amp;#8216;anders denken&amp;#8217; bieten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Teil der Arbeit widmet sich L&amp;uuml;ders der empirischen Untersuchung von Bildungsprozessen. Dazu beschreibt sie zun&amp;auml;chst ihren Untersuchungsgegenstand &amp;#8222;Weblogs&amp;#8220; um anschlie&amp;szlig;end ihre methodischen &amp;Uuml;berlegungen vorzustellen. In diesen verbindet L&amp;uuml;ders die drei Achsen der Arbeit Foucaults (Diskursanalyse, Machtanalyse, Genealogie der Ethik) zu einem sehr inspirierenden und f&amp;uuml;r weitere Forschungen durchaus fruchtbaren Untersuchungsraster. Sie untersucht in einem einzelnen Weblog haupts&amp;auml;chlich die Subjektpositionen der Autorin. Die Weblog-Autorin wird aus verschiedenen Diskurs- und Subjektpositionen analysiert. So zeige sie sich zum Beispiel als &amp;#8222;Gestalterin&amp;#8220;. Letztlich kommt L&amp;uuml;ders zu dem Schluss, dass nur teilweise Bildungsprozesse bzw. Ver&amp;auml;nderungen, die auf Bildungsprozesse schlie&amp;szlig;en lassen, im Weblog sichtbar werden.&lt;br /&gt;
L&amp;uuml;ders methodisch-analytisches Vorgehen verbleibt jedoch auf einer diskursanalytischen Ebene. Die viel versprechende Verschr&amp;auml;nkung der drei Achsen wird leider methodisch nicht eingel&amp;ouml;st. Die Autorin spricht zwar auch davon, das Vernetzungsstrukturen ein Indikator f&amp;uuml;r Bildungsprozesse sein k&amp;ouml;nnten, kann dies aber am ausgesuchten Weblog nicht zeigen. L&amp;uuml;ders belegt ihre Interpretationen kaum, die zitierten Stellen des Weblogs wirken redundant und werden nicht durch Abbildungen angereichert. Insgesamt ist das Buch &amp;#8222;Ambivalente Selbstpraktiken&amp;#8220; selbst ein wenig ambivalent, denn es beginnt mit wirklich fruchtbaren, interessanten und anregenden &amp;Uuml;berlegungen dazu, inwiefern mit Foucault der Bildungsbegriff transformiert werden kann. Vor allem die methodischen &amp;Uuml;berlegungen bieten verschiedene Ankn&amp;uuml;pfungspunkte f&amp;uuml;r die weitere Forschung. Die Untersuchung selbst ist im Vergleich dazu eher entt&amp;auml;uschend. Nichtsdestotrotz bietet der Text im ersten Teil ein gro&amp;szlig;es Potenzial und daher lohnt sich das Lesen auf jeden Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur:&lt;br /&gt;
Foucault, Michel (1992): Was ist Kritik? Merve Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julia Franz</description>
    <dc:creator>Lia</dc:creator>
    <dc:subject>Rezensionen</dc:subject>
    <dc:date>2007-05-15T12:15:48Z</dc:date>
  </item> 


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