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Rezension zu deutsch-englisch Wörterbuch Automatisierungstechnik/Elektroniker/Mechatroniker (Uebersetzungen-Fachbegriffe)

KLAPPENTEXT unter:

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3000215891

REZENSION / BUCHBESPRECHUNG bzw. CD-ROM-Besprechung

in der Verbandszeitschrift "Unternehmer News"
(des Fachverbandes Elektro-und Informationstechnik):

zu Titel:
CD-ROM
TECHNISCHES WÖRTERBUCH / FACHWÖRTER FÜR DEN MECHATRONIKER;


(Autor: Markus Wagner, Dipl.-Ing.(FH)Elektrotechnik
Verlag: Lehrmittel-Wagner;Im Grundgewann 32a; 63500 Seligenstadt
ISBN: 9783000215896 ; Preis: 49,95 euro)

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Aufgrund der enthaltenen 51500 technischen Wörter ist das Werk sehr umfassend und leistet im Gegensatz zu normalen Wörterbüchern eine gute Hilfe beim Aufsuchen von auch im technischen Sinne korrekten Übersetzungen.

Das technische Wörterbuch leistet gute Arbeit beim schnellen Suchen und Finden technisch korrekter Übersetzungen.

Quelle:
Verbandszeitschrift "Unternehmer News", Ausgabe 4/2007
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Beschreibung:

1x CD-ROM:
Technisches Englisch Wörterbuch Mechatroniker / Fachwörter Mechatroniker bzw. dictionary mechatronics
Englisch- Deutsch (51500 Wörter)
german- english (51500 Wörter)

bzw.:

1x CD-ROM:

Dictionary Technical English mechatronics with search function
English /German (51500 words),
German /English (51500 words)

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(Systemvoraussetzung: Internet Explorer ab Version 4).

Beispiele für Fachbegriffe:

-Fertigfräsen: finish-milling

-Schaftfräser: end-milling cutter

-Außenrundschleifen: external cylindrical grinding

-Flachschleifen: surface grinding

-Abkantpresse: bending off press

-Bohrfutter: drill chuck

-Bohrspindel: drilling spindle

-Handbohrmaschine: portable drilling machine

-Gewindebohrer: screw tap

-Schraubengewinde: screw thread

-Schraubenkopf: bolt head

-Maulschlüssel: hook wrench

-Abkantwerkzeug: folding-press dies

-Druckluftwerkzeug: pneumatic tool

-Werkstück: workpiece

-Werkstückoberfläche: workpiece surface

-Unterlegscheibe: washer

-Federring: spring washer

-Schnittkraft: cutting force

-Vorschub: feed

-Führungsplatte: lateral guide plate

-Bearbeitungszentrum: machining centre

-Linearführung: linear guides

-Lochstempel: punching die

-CAD-Werkzeuge: CAD tools

-CNC-Steuerung: computer numerical control

+

1x CD-ROM:
Lexikon Mechatronik in deutsch

Der Benutzer kann über eine Suchmaske 3900 deutsche Begriffserklärungen zur Mechatronik suchen.

(Systemvoraussetzung: Internet Explorer ab Version 4).


Beispiele für Fachbegriffe, die erklaert werden:

mechatronisches Grundsystem
mechatronisches Teilsystem
Entwurf Mechatronischer Systeme
Adaptronik,
Aktor,
Sensor,
Industrieroboter,
Hydraulikzylinder,
Kraftsensor,
Linearantrieb,
Roboterkinematik,
Rundtakttisch,
Servohydraulik,
Stellantrieb,
geschlossener Regelkreis,
höchstwertiges Bit,
Induktiver Näherungsschalter,
Innengreifer,
Maschinencode,
Maschinensprache,
Netzwerkprotokoll,
Numerische Steuerung,
OSI-Schichtenmodell,
Pick-and-Place,
Pneumatische Anlage,
Profibus

Die CD-ROM „Fachwörter für den Mechatroniker“ und
die CD-ROM „Lexikon Mechatronik in deutsch“


beziehen sich auf die Bereiche der Steuerungs- und Regelungstechnik, Messtechnik, Maschinentechnik, Antriebstechnik, Hydraulik, Pneumatik, Mechanik, Mechatronische Systeme, Werkzeugbau, Elektrotechnik(u.a. Elektronik ), Informationstechnik, Datenverarbeitung, Telekommunikation, Netzwerktechnik, Robotertechnik, Handhabungstechnik, Fördertechnik, Kunststofftechnik, Pkw-Technik, KFZ-Mechatronik, Elektroinstallation, Verpackungstechnik und Logistik.

bzw.:

The translated technical terms refer to the ranges of the plastics engineering, control engineering, mechanical engineering, mechanics, electrical engineering, electronics, information technology, telecommunications, robotics, car-mecatronics, packaging technology and logistics.


Zielgruppe:
Berufsausbildung Mechatroniker / Elektroniker / Automatiker / Computer- und IT-Berufe (Informationstechnik) / Verfahrensmechaniker (Auszubildende / Berufsschüler // Ausbilder / Lehrer),
Techniker, Fachhochschulen Mechatronik / Maschinenbau / Elektrotechnik, Konstrukteure, Technische Dokumentation, Uebersetzer.

Anbieter:

http://www.englisch-woerterbuch-mechatronik.de

Verlag Lehrmittel-Wagner
Technischer Autor
Dipl.-Ing. (FH), Elektrotechnik
Markus Wagner
Im Grundgewann 32a
Germany - 63500 Seligenstadt
USt-IdNr: DE238350635
Tel.: 06182/22908
Fax: 06182843098

Rezension: Georg Auernheimer (Hg.)(2008): Interkulturelle Kompetenz und pädagogische Professionalität. 2. aktualisierte und erweiterte Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 262 Seiten, ISBN: 978-3-531-15821-1 24,90€..

Das Sammelwerk von Georg Auernheimer dient einer kritischen Bilanzierung des bisherigen theoretischen und konzeptionell-praktischen Diskurses um das Thema „interkulturelle Kompetenz“. Gleichzeitig wird damit das Ziel anvisiert, vor dem Hintergrund des Diskurses das Konzept der interkulturellen Kompetenz für die pädagogische Praxis fruchtbar zu machen.

Der Sammelband gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil wird der Diskurs um interkulturelle Kompetenz problematisiert. Zum Beispiel stellt hier Paul Mecheril das Konzept einer interkulturellen Kompetenz als Sonderkonzept für Pädagogen, die der Mehrheit einer Gesellschaft angehören, in Frage und plädiert für eine „Kompetemzlosigkeitskompetenz“. Dieses Konzept verweist auf die Herausforderung „dass keine ‘einfachen’, rezeptologisch erfassbaren professionellen Handlungszusammenhänge vorhanden sind: Professionelles Handeln ist darauf angewiesen, in ein grundlegendes reflexives Verhältnis zu dem eigenen professionellen Handeln, seinen Bedingungen und Konsequenzen treten zu können“ (S. 25). Mecheril spricht sich dementsprechend für eine reflexive Auseinandersetzung mit dem Begriff der Kultur aus. So geht es nicht um eine Art Kontrolle des richtigen Gebrauchs unterschiedlicher interkultureller Kommunikationsstrukturen, sondern eher um eine pädagogisch reflexive Haltung.

Georg Auernheimers Beitrag widmet sich Betrachtung der Konzepte interkultureller Kommunikation, die im Diskurs als besonders störanfällig beschrieben wird. Ausgehend von einem Rückblick auf die Forschungsgeschichte interkultureller Kommunikation entwickelt Auernheimer fünf Thesen, die u.a. deutlich machen, dass Kommunikationsstörungen nicht nur bei interkultureller Kommunikation entstehen, sondern unabhängig von diesem Hintergrund aufgrund von unterschiedlichen Erwartungshaltungen der Interaktionspartner zustande kommen. Aufbauend auf diesen Thesen entwickelt Auernheimer ein heuristisches Modell zur Interpretation von Kommunikationssituationen, dass vier Dimensionen beinhaltet (Machtasymmetrien, Kollektiverfahrungen, Fremdbilder und differente Kulturmuster oder Scripts).

Im zweiten Teil des Bandes stehen spezifische pädagogische Arbeitsfelder wie Sozial- oder Schulpädagogik im Mittelpunkt. Im Beitrag von Leenen, Groß und Grosch werden die Vorbehalte gegen die Beschwörung einer interkulturellen Kompetenz in der Sozialpädagogik beschrieben, um diese dann dezidiert zu bearbeiten. Die Autoren sprechen sich für ein dynamischen Kulturmodell aus, indem Kultur nicht als klar abgrenzbarer und statischer Bereich verstanden wird, sondern das Interkulturalität aus dem Blickwinkel der handelnden (und Kultur produzierenden) Subjekte betrachtet (vgl. S. 106). Interkulturelle Kompetenz wird von den Autoren verstanden als „Bündel von Fähigkeiten, die einen produktiven Umgang mit der Komplexität kultureller Überschneidungssituationen erlauben“ (S. 110). Dieser Umgang ist nicht nur für das individuelle pädagogische Personal von Bedeutung, sondern gerade auch für die Organisationen im sozialpädagogischen Feld.

Der dritte Teil des Bandes stellt die Frage nach der Ausbildung einer interkulturellen Kompetenz in der Lehrerbildung in den Mittelpunkt. Der Beitrag von Andrea Lanfranchi fragt nach einer kurzen Einführung in die Thematik danach, was erfolgreiche Lehrpersonen in multikulturellen Schulen auszeichnet und bezieht sich dabei auf die aktuelle Forschungsliteratur. Anschließend beschreibt sie die aus ihrer eigenen Forschung entwickelten fünf Lehrertypen im Umgang mit Diversität. Ein Typ sticht dabei besonders hervor, da dieser mit vorhandener Diversität nach professionellen Standards kompetent handeln kann (vgl. S. 243). Dieser Typus zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass hier die handlungsleitenden schulischen Normen im Hinblick auf interkulturelle Kommunikation kontinuierlich reflektiert werden und im Konfliktfall die Problemlösungen fallbezogen erfolgen. Ausgehend von dieser empirischen Untersuchung entwickelt Lanfranchi ein Curriculum für interkulturelle Kompetenzem in pädagogischen Praxisfeldern, das in die thematischen Bereiche Differenz, Kommunikation und Antirassismus, Didaktik, Integration und Schulerfolg, Mehrsprachigkeit, Elternkooperation und Übergang ins Berufsleben gegliedert ist.

Der Sammelband von Auernheimer ist vor allem deshalb lesens- und empfehlenswert, da die kritische Dekonstruktion des Diskurses im ersten Teil eine konstruktive und produktive Auseinandersetzung mit reflexiven interkulturellern Konzepten anregt. In allen Beiträgen wird besonders deutlich, wie zentral die Fähigkeit zu Reflexion und Abstraktion für professionelles pädagogisches Handeln ist.

CD-ROM Technisches Wörterbuch / Fachwörter für den Mechatroniker; Englisch-Deutsch / Deutsch-Englisch
+ Lexikon Mechatronik in deutsch


ISBN: 3000215891
Herausgegeben von Markus Wagner
Übersetzt von Markus Wagner
Lehrmittel-Wagner
Mai 2007 - CD-ROM

Rezensionen und Kritiken

"Der Benutzer kann über eine Suchmaske nach den englischen oder deutschen Fachbegriffen suchen und auch Wortverbindungen auffinden.

Aufgrund der enthaltenen 51500 technischen Wörter ist das Werk sehr umfassend und leistet im Gegensatz zu normalen Wörterbüchern eine gute Hilfe beim Aufsuchen von auch im technischen Sinne korrekten Übersetzungen.
Das technische Wörterbuch leistet gute Arbeit beim schnellen Suchen und Finden technisch korrekter Übersetzungen.


Quelle: Verbandszeitschrift "Unternehmer News", Ausgabe 4/2007

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Klappentext

Lernpaket:
1x CD-ROM Technisches Wörterbuch / Fachwörter für den Mechatroniker, Englisch- Deutsch / Deutsch- Englisch
+
1x CD-ROM Lexikon Mechatronik in deutscher Beschreibung.
CD-ROM Technisches Wörterbuch / Fachwörter für den Mechatroniker, Englisch- Deutsch (51500 Wörter) , Deutsch- Englisch (51500 Wörter).

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Systemvoraussetzung: MS Internet Explorer ab Version 4).

CD-ROM Lexikon Mechatronik in deutsch mit 3900 Erklärungen.

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(Systemvoraussetzung: MS Internet Explorer ab Version 4).

Die CD-ROM Technisches Wörterbuch und die CD-ROM Lexikon Mechatronik beziehen sich auf die Bereiche Steuerungs- und Regelungstechnik, Maschinentechnik, Elektrotechnik (u.a. Elektronik), Informatik, EDV, Telekommunikation, Robotertechnik, Kunststofftechnik, Pkw- Technik, Verpackungstechnik und Logistik.


Zielgruppe:
Berufsausbildung Mechatroniker / Elektroniker / Verfahrensmechaniker (Auszubildende / Ausbilder / Lehrer), Techniker, Fachhochschulen Mechatronik / Maschinenbau/Elektrotechnik, Konstrukteure, Technische Dokumentation, Uebersetzer.

ZUM Buchautor Markus Wagner:

Der Buchautor Markus Wagner (Dipl.-Ing. (FH) Elektrotechnik)

ist freiberuflich als Technischer Autor tätig.

Er betreibt eine Technische Redaktion für das Erstellen von

Technischen Bedienungsanleitungen und Übersetzungen

(Elektronik, Maschinenbau,Mechatronik.)

Herr Wagner entwickelt auch LEHRMITTEL für die

Berufsausbildung/Industrie/Weiterbildung.
Schwerpunkt: MECHATRONIKER / Elektroniker /Automatiker.

Werner Helsper, Susann Busse, Merle Hummrich, Rolf-Torsten Kramer (Hg.) (2008): Pädagogische Professionalität in Organisation. Neue Verhältnisbestimmungen am Beispiel der Schule, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 279 Seiten, ISBN 978-3-531-14860-1, 29,90€.

In dem Sammelband, der auf eine Fachtagung zum Thema zurückgeht, wird aus verschiedenen theoretischen Perspektiven die Frage nach dem Verhältnis von Organisation und Profession am Beispiel der Schule in den Blick genommen. Dazu werden in einem einführenden Beitrag durch die Herausgebenden zunächst die langjährigen Diskussionen um dieses Verhältnis nachgezeichnet, in welchen auch die Frage impliziert wird, wie eine pädagogische Organisation aussehen könnte. Hier wird im historischen Verlauf der Diskussion ein Schwanken zwischen der Orientierung an Max Webers Bürokratiemodell und der Orientierung an Karl Weicks Modell der lose gekoppelten Systeme deutlich. Anschließend führen die Herausgebenden in die Gliederung des Sammelbandes und in die einzelnen Beiträge verschiedener Autorinnen und Autoren ein.

Im ersten Teil des Bandes stehen systematische und historische Perspektiven im Vordergrund. So nimmt Hartmut Wenzel Ewald Tenorths Argumentation von 1986 zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen. Tenorth ging schon damals von der Eigenständigkeit pädagogischer Organisationen mit unverwechselbaren Subkulturen aus. Wenzel zeichnet nun in seinen Beitrag dies unter Bezugnahme auf die neuren Diskussionen nach. Bernd Zymek befasst sich in seinem Beitrag mit dem Bologna-Prozess und beschreibt anhand dieser Entwicklung die Tektonik des deutschen Bildungssystems und den sich aus der Bolognareform ergebenen Strukturwandel für die Lehrerbildung.

Sozialwissenschaftliche Ansätze zum Verhältnis von Profession und Organisation werden im zweiten Teil in den Blick genommen. Aus einer strukturtheoretischen Perspektive reflektiert Ulrich Oevermann das Verhältnis von Krise und Routine (vgl. S. 57) vor dem Kontext pädagogischer Professionalität. Diese sei Schulen allerdings aufgrund der Schulpflicht nicht etabliert. Aus einer wissensoziologischen Perspektive gehen Michaela Pfadenhauer und Achim Broziewskie davon aus, dass Professionen vor allem als Lösungsverwaltungen zu verstehen seien. „Professionelle lassen sich demnach als Akteure verstehen, die Probleme, mit den sie sich auseinandersetzen, so zu definieren vermögen, dass diese eben möglichst weitgehend den Lösungen entsprechen, über die sie (je professionell) verfügen“ (S.82).

Der dritte Teil beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Kommunikation und Entscheidung. Hier analysiert zum Beispiel Harm Kuper den aktuell auf Schulen einwirkenden Veränderungsdruck aus einer systemtheoretischen Perspektive. Zunächst werden die Kommunikations- und Entscheidungsprozesse in einer „bürokratischen Schule“ in den Blick genommen um anschließend die potentielle Veränderung dieser Prozesse in einer „autonomen Schule (S. 155) zu reflektieren.

Im vierten Teil werden die Konsequenzen für die Anforderungen von Schulentwicklung und Lehrerprofessionalität reflektiert. Wolfgang Böttcher beschäftigt sich beispielsweise mit der Einführung von Bildungsstandards und deren Auswirkungen auf Outputqualität und Lehrerprofessionalität. Er kommt zu dem Schluss, dass klare starke Standards durchaus positive Einflüsse auf Organisation und Professionalität von Schule und Lehrenden haben könnten, dass allerdings die gesetzten Standards zu diffus und schwach seien und damit eine Professionalisierung eher behindern als fördern.

Im fünften und letzten Teil steht das Verhältnis von organisatorischen Machbarkeitsvisionen und professionellen Ungewissheiten im Vordergrund. Mit der Frage, wie Berufseinsteiger in Österreich in das System Schule integriert werden, beschäftigt sich Angelika Paseka anhand einer empirischen Studie. Es wird deutlich, dass die „Junglehrer“ nach ihrem Studium in ein ganz neues Lernfeld eintreten, dass sich vor allem durch (implizite) machtstrategische Auseinandersetzungen mit dem alteingesessenen und etablierten Kollegium in der Schule auszeichnet.

Der Sammelband bietet einen guten Überblick das Thema Organisation und Professionalität in der Schule und besticht vor allem durch die in den Beiträgen vertretenen unterschiedlichen theoretischen Perspektiven, die einen multidimensionalen Einstieg in das Thema ermöglichen.

Rezension: Michael Göhlich, Eckard König, Christine Schwarzer (Hg.) (2007): Beratung, Macht und organisationales Lernen, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 187 Seiten, ISBN 978-3-531-15360-5, 26,90€

Im Sammelband setzen sich verschiedene Autorinnen und Autoren mit Beratung als pädagogische Praxis und deren verschiedenen Ebenen – individuelle Beratung, Beratung von lernenden Organisationen und Beratung im Kontext der Schule – auseinander. Diese Ebenen werden vor dem Hintergrund dreier zentraler Bezugstheorien reflektiert. Zum einen werden die Studien von Crozier und Friedberg (1979) herangezogen, die von einer Schnittstelle zwischen individuellem Akteur und dem sozialen System einer Organisation ausgehen. Innerhalb dieser Schnittstellen verfügt ein „Akteur aufgrund seines Spezialwissens über eine gewisse Menge an Macht, die er verteidigen und auszubauen sucht“ (S. 13). Zum anderen werden die Arbeiten Foucaults hinzugezogen, in denen Macht nicht als Besitz oder unterdrückend beschrieben wird, sondern Macht wird als produktiv gedeutet und in einem Macht-Wissenskomplex kontextualisiert. Zum dritten wird in einigen Beiträgen Beratung aus einer systemtheoretischen Perspektive nach Gregory Bateson reflektiert, in der zwischen Personen- und Kommunikationssystemen unterschieden wird.
Der Sammelband baut neben diesen theoretischen Zugängen auf empirischen Untersuchungen zum Verhältnis zwischen Beratung, Macht und organisationalem Lernen auf. Im Folgenden wird für jeden Bereich ein Beitrag exemplarisch vorgestellt.

Im ersten Teil des Bandes „Beratung in Organisationen“ beschäftigt sich Michael Göhlich mit dem Verhältnis von Exzellenz und Ethik im Diskurs um organisationales Lernen. Nach einer grundsätzlichen Auseinandersetzung mit der Frage was in Organisation als „gut“ bezeichnet wird, zieht er Ergebnisse der empirischen Organisationsforschung heran und kann verdeutlichen, dass Beratung allein aufgrund der Tatsache, dass durch sie Zeit in Anspruch genommen wird, als machtvoll beschrieben werden kann. Weiterhin wird im empirischen Material deutlich, dass die Erfahrung, das Fachwissen und die Kompetenzen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen zentralen Machtfaktor darstellen. In einem Resümee kommt Göhlich zu dem Schluss, dass Macht und Beratung per se ineinander verwoben sind und dass dadurch eine besondere ethische Reflexion erforderlich sei, die dann auch organisationalen Lernprozessen zu Gute kommen könnte.

Der zweite Teil beschäftigt sich mit „Personalentwicklung und Organisationslernen“. Hier zeigt Ines Sausele anhand der Analyse von Mitarbeitergesprächen, wie der Zusammenhang von Macht und Personalentwicklung und Qualifizierung in einem Wirtschaftsunternehmen auf der einen und einer sozialen Einrichtung auf der anderen Seite deutlich wird. Sie zeigt, dass über die Zugänglichkeit von Weiterbildungsveranstaltungen, Kontrolle über Machtverhältnisse deutlich wird (vgl. S. 94). In Wirtschaftsunternehmen wird dieser Zugang stärker durch Führungskräfte ermöglicht, als im pädagogischen Bereich. Deutlich wird weiterhin, dass gerade bei Wirtschaftsunternehmen die Qualifizierung der Mitarbeiter nicht nur einen individuellen Gewinn an Kompetenz bedeutet, sondern, dass das ganze Unternehmen von diesem Kompetenzzuwachs profitieren kann. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen hier in einer Art solidarischen Pflicht gegenüber ihrem Unternehmen. Innerhalb der pädagogisch-sozialen Einrichtung ist der Anspruch zentral, sich eigenverantwortlich weiterzubilden. Dies wird nicht mit dem Profil der Funktionsstelle des Mitarbeiters gekoppelt. So können sich zwar Impulse aus den Fortbildungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die gesamte Institution ergeben – diese werden auch erhofft – allerdings sind sie nicht von Beginn an intendiert.

Im dritten Teil des Sammelbands steht „Schule und Lehrerbildung“ im Mittelpunkt. Heinz S Rosenbusch beschäftigt sich in diesem Kontext mit dem Verhältnis Beratung und Macht am Beispiel der Beurteilung von Systemmitgliedern der Schule durch Vorgesetzte. Dabei geht er einer organisationspädagogischen Grundfrage nach und fragt inwieweit die Zieltätigkeit der Schule durch immanente Regeln und Phänomene der Schulorganisation unterstützt oder behindert wird. Nach einer klaren Differenzierung zwischen Beratung und Beurteilung sowie deren Verortung in unterschiedlichen Kommunikationssystemen kommt Rosenbusch zu folgendem Ergebnis: Beratung ist in der Schule problematisch, da diese nicht durch Dienstvorgesetzte durchzuführen ist. Die Beratung wird dann zur Prüfungssituation, der wiederum andere Machtstrukturen inhärent sind, wie Petra Buchwald in einem eigenen Beitrag zeigen kann.
Der Sammelband ist bietet einen guten Überblick über die komplexe Beziehung zwischen Beratung, lernenden Organisationen und Macht. Besonders gelungen ist auch die Verschränkung von empirischen Untersuchungen und verschiedenen Bezugstheorien.

Julia Franz

Achim Volkers (2008): Wissen und Bildung bei Foucault, Aufklärung zwischen Wissenschaft und ethisch-ästhetischen Bildungsprozessen, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 157 Seiten, ISBN: 978-3-531-15484-8, 24,90 €

Achim Volkers verfolgt in seiner Monographie die Frage nach dem Verhältnis zwischen Foucaults Subjektphilosophie und den darin implizierten Vorstellungen von Wissen auf der einen und Bildung auf der anderen Seite. So ist das Buch in drei entsprechende Teile untergliedert.

Zunächst widmet sich Volkers Foucaults Subjektphilosophie. Er reflektiert diesen Subjektbegriff vor verschiedenen Hintergründen. Zunächst beschäftigt er sich mit der Frage nach den Wechselwirkungen von Macht und Subjekt. Im Anschluss daran reflektiert er Foucaults Subjekttheorie im Kontext einer sich auf Nietzsche beziehenden Moralphilosophie. In den letzten Abschnitten setzt sich der Autor mit Anthropologie und Humanismus auf der einen und Aufklärung auf der anderen Seite auseinander. Er beschäftigt sich hier mit Foucaults Kritik an einer humanistischen Denktradition und darüber hinaus spielt im Kontext der Aufklärung die Frage „Was ist Kritik?“ selbst eine Rolle.

Im zweiten Teil der Arbeit geht Volkers auf professionelles Wissen ein und bezieht dabei sowohl Foucaults Machtanalytische als auch Diskursanalytische Perspektiven mit ein. Nach einer kurzen Einführung in Foucaults Machtanalytik, die er vor einem sozialpädagogischen Hintergrund interpretiert, beschreibt der Autor Macht als Führung und nimmt damit Bezug auf einen gouvernementalitätsanalytischen Ansatz. Im Anschluss daran bezieht sich Volkers auf das Feld der Erziehungswissenschaft und setzt sich hier besonders mit dem Theorie Praxis Verhältnis auseinander.

Der dritte Teil der Arbeit ist dem Konzept der Selbstsorge gewidmet. Volkers setzt sich hier zum Ziel, Foucault Subjektphilosophie als Bildungsphilosophie zu interpretieren. Nach einer ausführlichen und kritischen Rekonstruktion des hellenistischen Selbstsorgekonzepts reflektiert er Foucaults Äußerungen vor dem Kontext von ethisch-ästhetischen Bildungsprozessen.

Der Aufbau des Buches ist an manchen Stellen etwas verwirrend, da Überschriften nicht immer mit inhaltlichen Absätzen übereinstimmen. Der Autor stellt Foucaults Arbeiten stellenweise nebeneinander und interpretiert chronologisch frühere Schriften als Irrwege „(…) nachdem sich seine frühere Machtanalytik, die als Mikrophysik der Macht“ bekannt geworden ist, als Sackgasse erwiesen hatte“ (S. 67). Das Zusammenspiel zwischen souveränen, juridischen, disziplinarischen und gouvernmentalen Machtpraktiken, die Foucault gerade in den Vorlesungen zur Geschichte der Gouvernementalität herausarbeitet, wird nicht in Betracht gezogen. So bleibt die Interpretation von Foucaults machtanalytischer Perspektive hinter den Ausführung im aktuellen wissenschaftlichen Diskurs zurück.

Julia Franz

Rezension: Hermann Forneck, Mathilde Gyger, Christiane Maier Reinhard (Hg.) (2006): Selbstlernarchitekturen und Lehrerbildung. Zur inneren Modernisierung von Lehrerbildung, 341 Seiten, EURO 29.00, hep Verlag, Bern, ISBN 978-3-03905-233-2

In diesem Sammelband beschäftigen sich verschiedene Autorinnen mit hochschuldidaktischen Fragen der Lehrerbildung. Alle Beiträge sind vor dem Hintergrund des Entwicklungs- und Forschungsprojekte „@rs Architekturen des Selbstlernens“ der Pädagogischen Hochschule der Nordwestschweiz entstanden.

Im ersten Teil gibt Hermann Forneck, der sich schon lange mit der Gestaltung von Selbstlernarchitekturen auseinandersetzt (vgl. den Giessener Weiterbildungsstudiengang QINEB), eine Einführung in die Thematik aus einer modernisierungstheoretischen Perspektive. Er beschreibt Lernen auch als gesellschaftliche Reproduktionspraktik und wählt damit einen anspruchsvollen Zugang, der es möglichen macht, Lern- und Ausbildungsprozesse auch im Kontext gesellschaftlicher Machtpraktiken zu analysieren und zu interpretieren.

Der zweite Teil beschäftigt sich mit der konkreten Ausgestaltung der Selbstlernarchitekturen in der Lehrerinnenbildung in der Nordwestschweiz. Hier führt Forneck wieder in die Thematik ein, allerdings diesmal unter der Perspektive seines an Michel Foucault orientierten Konzept des Selbstsorgenden Lernens. Im Mittelpunkt des Konzeptes steht die Bewusstwerdung und Reflexivität des eigenen Lernens, die durch verschiedene Lernpraktiken initiiert werden sollen. Anschließend stellt Forneck die zentralen Steuerungselemente der Selbstlernarchitektur vor und leitet somit zu den praktisch orientierten Beiträgen über.
So beschreibt beispielsweise zunächst Christiane Maier Reinhard das @rs Projekt vor dem Hintergrund der flexiblen Ausbildung von Primarlehrkräften in der Schweiz. Nach dieser Einführung in das Projekt folgen anschauliche Beschreibungen der Steuerungsinstrumente der Selbstlernarchitektur, wie einer Eingangsinszenierung (Felix Bertschin/Christiane Maier Reinhard), oder der Lernberatung (Barbara Ryter Krebs). Die inhaltliche Ausgestaltung wird von Victor Müller-Opplinger in den Blick genommen. So beschreibt er die Architekturen zu den Themen „Individualisierung“ und „Neue Lernkulturen“.

Die Beiträge des dritten Teils beschreiben nun sehr anschaulich die sieben verschiedenen Abteilungen der Selbstlernarchitektur. Beispielsweise beschreibt Mathilde Geiger die Operationalisierung des Faches Deutsch oder Ernst Röthlisberger die des Faches Mathematik. Alle Beiträge haben hier einen ähnlichen Aufbau, der wiederum das Verständnis für die Struktur der einzelnen Abteilungen erleichtert.

Die Struktur und Gliederung des Sammelbandes ist sehr stringent. Die theoretischen Einführungen und Einbettungen sind anspruchsvoll und an einigen Stellen vorraussetzungsreich. Die anderen beiden Teile sind gerade durch ihre Struktur leicht nachvollziehbar und können praktische didaktische Anregungen bieten. Insgesamt bietet das Buch einen guten Einstieg in ein innovatives Konzept von Selbstlernarchitekturen und steht damit nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch im Kontext einer neuen Lernkultur.

Julia Franz

Rezension: Susanne Krasmann, Michael Volkmer (Hg.) (2007): Michel Foucaults "Geschichte der Gouvernementalität" in den Sozialwissenschaften - Internationale Beiträge, 314 Seiten, transcript Verlag, 28,80 €, ISBN: 978-3-89942-488-1

Dieser neu erschienene Sammelband lässt sich als internationaler und mehrdimensionaler Kommentar zu den 2004 veröffentlichten Vorlesungen von Michel Foucault „Geschichte der Gouvernementalität“ (Sicherheit, Territorium, Bevölkerung und die Geburt der Biopolitik) lesen.

Der Sammelband folgt einer logischen und stringenten Dreiteilung.
So bieten die Beiträge des ersten Teils einen Überblick über Foucaults Arbeiten aus der Perspektive der „Staatsfrage“. Die Autoren Thomas Lemke, Martin Saar und Mitchel Dean verfolgen die Vorlesungen Foucaults auf der Spur seines Staatsbegriffes. Alle drei Autoren machen in ihren jeweiligen Beiträgen deutlich, dass Foucault nicht – wie häufig vorgeworfen – den Staat vernachlässige, sondern, dass er vielmehr dezidiert die Prozeduren und Strukturen in den Blick nimmt, die den Staat erst konstruieren, in denen er sich kristallisiert.

Der zweite Teil des Sammelbandes stellt die Gouvernementalität zwischen Souveränität und Biopolitik in den Mittelpunkt. Alle Beiträge zielen darauf, deutlich zu machen, dass Foucault keinen linearen Dreischritt von der Souveränität über die Disziplin hin zur Gouvernementalität propagiert habe, sondern, dass dies drei Formen von Macht sind, die heuristisch gut zu unterscheiden sind, in der Empirie jedoch ineinander übergehen. Anne Caldwell setzt sich beispielsweise in diesem Teil mit der Frage auseinander, inwiefern nicht staatliche Akteure wie NGOs den „Human Rights Complex“ regieren. Susanne Krassmann und Sven Opitz bringen in ihrem Beitrag Foucaults Machtanalytik mit der Systemtheorie von Niklas Luhmann anhand der unterschiedlichen Gebräuche der Begriffe Inklusion und Exklusion zusammen, um so deutlich zu machen, das gesellschaftliche Exklusionen systemimmanente Bestandteile von modernen Gesellschaftsystemen sind.

Die Beiträge des dritten Teils stehen im Kontext von „Gouvernementalität und Neoliberalismus“. Jan-Otmar Hesse skizziert die aktuelle historische Forschung zum deutschen Ordoliberalismus und vergleicht diese mit Foucaults Perspektive. Mit einer kritischen Reflexion der Heterogenität der »governmentality studies« beginnen Sophia Prinz und Ulf Wuggening ihren Beitrag. Anschließend stellen sie vor dem Hintergrund der Bologna Reform heraus, dass hier mit neoliberalistischen Steuerungsvorstellungen eine zunehmende Bürokratisierung innerhalb der Universitäten einhergehe.

Der Sammelband eröffnet eine Reihe von anregenden Perspektiven zu Foucaults viel beachteter Vorlesungsreihe, vor allem, da hier zum einen unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen zu Wort kommen und zum anderen fließen darüber hinaus auch verschiedene internationale Blickrichtungen in den Sammelband ein. Dadurch bekommt das Buch einen sehr angenehme Perspektivenvielfalt.
Julia Franz

Roswitha Eisentraut beschäftigt sich in ihrer Dissertation zu intergenerationellen Projekten mit drei Forschungsfragen. Erstens geht es ihr darum zu untersuchen, wo intergenerationelle Projekte initialisiert werden und auf welchen Handlungsfeldern sie basieren. Zweitens untersucht Eisentraut die Frage nach der Motivation für die Initialisierung bzw. für die Teilnahme an intergenerationellen Projekten. Drittens und letztens steht die Frage nach den Wirkungen von intergenerationellen Projekten im Vordergrund.

Die Arbeit gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil werden theoretische Ansätze und gesellschaftliche Rahmenbedingungen reflektiert. Zunächst beschreibt Eisentraut gesellschaftliche Veränderungsprozesse durch den demografischen Wandel, um vor diesem Hintergrund verschiedene Zugänge zur Generationenthematik zu eröffnen. Anschließend beschäftigt sich die Autorin mit intergenerationellen Bildungs- und Anerkennungsprozessen, da sie hier die Annahme zugrunde legt, dass beide Prozesse für intergenerationelle Projekte eine herausragende Rolle spielen. Im Kontext der Bildungsprozesse bezieht sich Eisentraut zunächst auf die von Schleiermacher gestellte Frage „Was will die ältere Generation von der jüngeren?“ und deren Umkehrung nach Sünkel (vgl. S. 67). Besonders interessant erscheint der Punkt „Intergenerationelle Bildungsprozesse: ein Theoretischer Ansatz“, in welchem intergenerationelle Bildungsprozesse im Spannungsfeld zwischen individuellen und kollektiven Lernprozessen beschrieben werden. Zur Beschreibung intergenerationeller Anerkennungsprozesse zieht Eisentraut zunächst Charles Taylor hinzu, für den Anerkennung nur durch das Gegenüber in Form von konkreten oder generalisierten Anderen möglich ist. Anschließend beschreibt sie mit Anthony Giddens Anerkennungsprozesse im Kontext der Weitergabe von Tradition. Vor diesem theoretischen Hintergrund wird zwischen bürgerschaftlichem und freiwilligem Engagement differenziert.

Nach diesem theoretisch fundierten ersten Teil stellt die Autorin in Teil B nun ihre eigene qualitative Untersuchung vor. In einer ostdeutschen Großstadt wurden zehn Generationenprojekte – von denen manche allerdings auch eher implizit intergenerationell angelegt sind – untersucht. Zum einen wurden problemzentrierte Interviews mit den Projektleitungen durchgeführt und zum anderen wurden einzelne Teilnehmende der Projekte befragt. Die erste Forschungsfrage nach den Orten der Initialisierung wird durch die Beschreibung der Einzelprojekte und eine Analyse der Anbieter und – Teilnehmerstrukturen beantwortet. Die Analyse der Interviews ergab darüber hinaus, dass für die Projektleitung Bildungs-, Kontakt- und Konfliktabbaumotive ausschlaggebend für die Initialisierung eines Projekts sein können, während für die Teilnehmenden der Wunsch nach Kontakten und Kommunikationsmöglichkeiten im Vordergrund steht. Insgesamt wird hier deutlich, dass für die Teilnehmenden – anders als die Projektleitungen – persönliche Motive wie Selbstverwirklichung oder Krisenverarbeitung von besonderer Relevanz sind. Die Wirkungen intergenerationeller Projekte lassen sich nach Eisentraut sowohl auf der Ebene der Träger sowie auf der Ebene der Projektstrukturen zeigen. Die Teilnehmenden geben wiederum vor allem persönliche Wirkungen an, die in den Kontext von intergenerationellen Bildungs- und Anerkennungsprozessen einzuordnen sind. Beispielsweise reden die Teilnehmenden häufig davon, ein gutes Gefühl des „Gebraucht-Werdens“ zu empfinden. Umgekehrt wird in einzelnen Fällen auch davon gesprochen, keine Wertschätzung, und keine Anerkennung zu erhalten, so zum Beispiel eine Lesepatin im Kindergarten, die von der Einrichtung bestenfalls geduldet wird. Abschließend zu diesem zweiten Teil benennt die Autorin idealtypische Merkmale intergenerationeller Projekte.

Im dritten und letzten Teil wird der Diskurs um intergenerationelle Projekte in den USA herausgearbeitet, um mögliche Vergleichspunkte zu den deutschen Diskussionen zu identifizieren. In diesem Teil wird deutlich, dass die Generationenthematik schon ein lang institutionalisiertes Feld im Bereich der Freiwilligenarbeit ist. Anders als in Deutschland geht hier die Argumentation stärker davon aus, dass gerade die ältere und jüngere Generationen von den Auswirkungen eines schnellen gesellschaftlichen Wandels betroffen sind und daher ein Engagement füreinander als wünschens- und erstrebenswert betrachtet wird.

Insgesamt ist die Dissertation gut aufgebaut, auch wenn nicht ganz klar ist, warum die Beschreibung des amerikanischen Diskurses erst nach der eigentlichen empirischen Untersuchung folgt. Im ersten Teil werden theoretische Grundlagen gelegt, die in der Analyse der Aussagen der Projektleitungen und Teilnehmenden wieder als Hintergrundfolie hinzugezogen werden. An manchen Stellen wäre es schön gewesen, vertieft auf den hergestellten Zusammenhang zwischen theoretischem Kontext und empirischer Untersuchung einzugehen. Die Arbeit bietet einen guten Überblick über intergenerationelle Projekte und deren mögliche Motivations- und Wirkungsstrukturen. Damit bildet diese Arbeit eine erste empirische Grundlage zur Erforschung intergenerationeller Projekte, aus der sich vielfältige Anschlussmöglichkeiten ergeben.
Julia Franz

Rezension: Reinhold Knopp, Karin Nell (Hg.) (2007): Keywork – Neue Wege in der Kultur- und Bildungsarbeit mit Älteren, transcript Verlag, Bielefeld, 24,80 € ISBN: 978-3-89942-678-6

Der Sammelband „Keywork“ eröffnet verschiedene Perspektiven auf die aktuellen Entwicklungen in der Kultur- und Bildungsarbeit mit Älteren. Die ältere Generation verfüge über ein hohes Maß an Ressourcen, die für Ehrenamt und Engagement genutzt – aber nicht instrumentalisiert werden sollen, wie die Herausgeber in ihrem einführenden Beitrag herausstellen. Sie stellen Keywork als Alternative zum klassischen Ehrenamt in der Seniorenarbeit dar (S. 12) und zeigen dies anhand von verschiedenen Praxisbeispielen. Die Veröffentlichung gliedert sich in drei unterschiedliche Teile, von denen sich im ersten im theoretischen Fundierungen und Grundlagen auseinandergesetzt wird. Im zweiten und größten Teil steht die „Keywork in der Praxis“ im Mittelpunkt und im letzten Teil werden Keywork und Stadtteilarbeit in Bezie-hung gesetzt.

Im ersten grundlagentheoretischen Beitrag definiert Roman Schanner, was unter einem Key-worker – vor allem im Bereich der musealen Bildungs- und Kulturarbeit – zu verstehen sei. „Ein Keyworker im engsten Sinne der Definition hingegen sollte optimalerweise selbst Mitglied einer als Zielgruppe zu gewinnenden, sozialen Gruppe sein. (…) Die Keyworker besitzen sozusagen den »Schlüssel«, um ihrem eigenen sozialen Umfeld in adäquater »Sprache« und Form museale Inhalte zugänglich zu machen“ (S. 25). Sie sind demnach Vermittler zwischen den Kulturbetrieben und verschiedenen sozialen Milieus, die bislang nicht zu den klas-sischen Zielgruppen gehörten. In einem weiteren theoretischen Beitrag verweist Reinhold Knopp darauf, dass kulturelle Kompetenz ein Schlüssel für gesellschaftliche Wirksamkeit und Teilhabe bis ins hohe Alter hinein darstellt.

Der zweite – an der Keywork-Praxis orientierte – Teil der Veröffentlichung beginnt mit einem Beitrag von Karin Nell, die zunächst den Weg von der Netzwerkarbeit zum Keywork-Programm skizziert. Vor diesem Hintergrund stellt sie theoretische Grundlagen der Fortbildungsarbeit für Keyworker dar und orientiert sich dabei stark an Peter M. Senges Theorie der lernenden Organisation. Nell bezieht sich weiterhin, wie auch andere Autorinnen und Autoren des Sammelbandes, auf den Kapitalbegriff von Pierre Bourdieu. Keywork stehe hier an der Schnittstelle zwischen kulturellem und sozialem Kapital.

In einem anderen Beitrag des Praxisteils stellen Karin Nell und Ute Frank das Grundmodell des Kulturführerscheins® dar, der unter der Federführung der Diakonie in Düsseldorf entwickelt wurde. Die detaillierte Beschreibung der Entwicklung des Fortbildungskonzeptes bietet vielerlei Anschlussmöglichkeiten. Aus diesem Projekt heraus haben sich weitere kleinere Pro-jekte entwickelt. So zum Beispiel das von Ute Frank beschriebene Projekt Kultur auf Rädern, bei welchem Kultur als „Lebensmittel“ in die Privatwohnungen von Älteren oder in Seniorenheime gebracht wird. Ein Beitrag von Günter Friedeler beschäftigt sich mit dem Kultur-zentrum der Generationen im Jungen Schauspielhaus in Düsseldorf, bei welchem Ältere ihre Erfahrungen und Kompetenzen an benachteiligte Jugendliche und Kinder weitergeben.

Im letzten Teil steht die Verbindung zur Stadtteilarbeit im Mittelpunkt. Beispielsweise be-schreibt hier Heike Schwalm das Düsseldorfer Projekt PLATZDA. Hier geht es darum, mit partizipativen Methoden als Bürgerinnen und Bürger gemeinsam über die Raumnutzung bestimmter Orte zu diskutieren und Veränderungen anzustoßen.

Die Beiträge des Sammelbandes spiegeln vor allem die Aktivitäten der Kooperation zwischen Projekten in Wien und in Düsseldorf wieder und zeichnen damit ein regional geprägtes Bild, dass allerdings sehr inspirierend für weitere Projekte und Kooperationen sein kann. Gerade der Praxisteil bietet vielfältige Anregungen und Anschlussmöglichkeiten für Menschen die sich in ihrer Region mit dem Konzept des Keyworks praktisch auseinandersetzen wollen.


 
 
 
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