Rubrik: Pädagogik [Alle Rubriken]
Porenbeton wird im Kunst- und Werkunterricht schon seit langem ab der dritten Klasse eingesetzt und findet auch im kreativen Erwachsenenbereich immer mehr Freunde. Über sein Potenzial informiert jetzt erstmals eine professionelle Website:
Unter www.ytong-dein-stein.de finden sich drei Bereiche, die jeweils die wichtigsten Informationen für Schüler, Lehrer und kreative Hobbykünstler enthalten. Die Website ist nicht nur eine Informations-Plattform für Eltern, Schüler und Lehrer, sondern bietet jedem Porenbeton-Freund die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Wer möchte, kann Fotos seiner Arbeiten an den Betreiber der Website schicken, Skulpturen und Ideen werden online in einer virtuellen Galerie präsentiert, es gibt eine interessante Linksammlung, und zu guter Letzt verraten Ytong-Fans in einem Forum Tipps und Tricks.
Unter www.ytong-dein-stein.de finden sich drei Bereiche, die jeweils die wichtigsten Informationen für Schüler, Lehrer und kreative Hobbykünstler enthalten. Die Website ist nicht nur eine Informations-Plattform für Eltern, Schüler und Lehrer, sondern bietet jedem Porenbeton-Freund die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Wer möchte, kann Fotos seiner Arbeiten an den Betreiber der Website schicken, Skulpturen und Ideen werden online in einer virtuellen Galerie präsentiert, es gibt eine interessante Linksammlung, und zu guter Letzt verraten Ytong-Fans in einem Forum Tipps und Tricks.
Düren * Das katholische Forum für Erwachsenen- und Familienbildung Düren Eifel bietet am 24.11. einen Themenabend für Tagespflegepersonen zum Thema Sprachentwicklung bei Kindern bis 6 Jahre.
Behandelt werden nicht nur die einzelnen Entwicklungsschritte in der Sprachentwicklung wie Lautbildung, Wortbildung, etc. sondern auch die Frage, wann ein Kind "normal" spricht.
Kursnummer: S29142
Weitere Infos unter: Telefon: 0 24 21 / 94 68-0
Behandelt werden nicht nur die einzelnen Entwicklungsschritte in der Sprachentwicklung wie Lautbildung, Wortbildung, etc. sondern auch die Frage, wann ein Kind "normal" spricht.
Kursnummer: S29142
Weitere Infos unter: Telefon: 0 24 21 / 94 68-0
Dr.jur.Vera Slupik, Dipl.Soz.
Das Recht auf gewaltfreie Erziehung und
Unzulässigkeit entwürdigender Erziehungsmassnahmen
Das Recht auf gewaltfreie Erziehung und
Unzulässigkeit entwürdigender Erziehungsmassnahmen
Universitäre Weiterbildung für Pädagoginnen und Pädagogen zum Thema Begabungs- und Begabtenförderung an der Donau-Universität Krems
Das Thema der (Hoch-)Begabtenförderung ist in den letzten Jahren (nicht zuletzt rund um die Diskussionen zur Gesamtschule) zunehmend in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Vor allem der Umgang mit unterschiedlichen Begabungen und der damit verbundenen Leistungsheterogenität stellt sowohl LehrerInnen als auch SchülerInnen oft vor große Herausforderungen. Ein Master-Lehrgang der Donau-Universität Krems setzt sich mit der Begabungs- und Begabtenförderung und den damit verbundenen Möglichkeiten der Neugestaltung von Lehr- und Lernformen und der Schulentwicklung auseinander.
Woran können besondere Begabungen erkannt werden und wie können LehrerInnen mit Hochbegabten arbeiten? Wo liegt das richtige Maß zwischen Unterforderung und überzogenen Erwartungen? Wie kann Begabungsförderung für alle SchülerInnen und LehrerInnen zur Bereicherung werden? Diese Fragen zeigen, dass die Umsetzung von Begabungsförderung spezielle Kenntnisse erfordert, die sich einerseits mit den jeweiligen Begabungen auseinandersetzen, aber auch kulturelle, soziale und geschlechtsspezifische Aspekte aufgreifen.
Der berufsbegleitende Universitäts-Lehrgang „Gifted Education“ setzt sich interdisziplinär mit dem Thema Begabtenförderung und Begabungsforschung auseinander und wendet sich an Personen im schulischen oder außerschulischen Aus- und Weiterbildungsbereich, insbesondere LehrerInnen aller Schulformen. Das Masterprogramm startet im November 2010 bereits zum vierten Mal an der Donau-Universität Krems.
Im viersemestrigen Master-Studium wird mittels „Blended Learning“, einem sinnvollen Mix aus betreuten Online-Phasen und Präsenztagen, unterrichtet. „Blended Learning“ ermöglicht eine Reduktion der Präsenztage an der Universität und damit eine Erleichterung für berufstätige Studierende, da wesentliche Studieninhalte den eigenen Zeitressourcen angepasst werden können.
Eine Gelegenheit, sich mit dem Studium an der Donau-Universität auch aus interner Sicht vertraut zu machen, individuelle Gespräche mit der Lehrgangsleitung und bereits Studierenden zu führen, bietet der „Student´s Day“ am 15. Oktober 2010 ab 15:00 Uhr an der Donau-Universität Krems.
Der Lehrgang startet wieder am 26. November 2010.
Bewerbungen sind ab sofort möglich!
Weiterführende Informationen zum Lehrgang:
http://www.donau-uni.ac.at/giftededucation
Anmeldung zum Student´s Day:
http://www.donau-uni.ac.at/studentsday
Das Thema der (Hoch-)Begabtenförderung ist in den letzten Jahren (nicht zuletzt rund um die Diskussionen zur Gesamtschule) zunehmend in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Vor allem der Umgang mit unterschiedlichen Begabungen und der damit verbundenen Leistungsheterogenität stellt sowohl LehrerInnen als auch SchülerInnen oft vor große Herausforderungen. Ein Master-Lehrgang der Donau-Universität Krems setzt sich mit der Begabungs- und Begabtenförderung und den damit verbundenen Möglichkeiten der Neugestaltung von Lehr- und Lernformen und der Schulentwicklung auseinander.
Woran können besondere Begabungen erkannt werden und wie können LehrerInnen mit Hochbegabten arbeiten? Wo liegt das richtige Maß zwischen Unterforderung und überzogenen Erwartungen? Wie kann Begabungsförderung für alle SchülerInnen und LehrerInnen zur Bereicherung werden? Diese Fragen zeigen, dass die Umsetzung von Begabungsförderung spezielle Kenntnisse erfordert, die sich einerseits mit den jeweiligen Begabungen auseinandersetzen, aber auch kulturelle, soziale und geschlechtsspezifische Aspekte aufgreifen.
Der berufsbegleitende Universitäts-Lehrgang „Gifted Education“ setzt sich interdisziplinär mit dem Thema Begabtenförderung und Begabungsforschung auseinander und wendet sich an Personen im schulischen oder außerschulischen Aus- und Weiterbildungsbereich, insbesondere LehrerInnen aller Schulformen. Das Masterprogramm startet im November 2010 bereits zum vierten Mal an der Donau-Universität Krems.
Im viersemestrigen Master-Studium wird mittels „Blended Learning“, einem sinnvollen Mix aus betreuten Online-Phasen und Präsenztagen, unterrichtet. „Blended Learning“ ermöglicht eine Reduktion der Präsenztage an der Universität und damit eine Erleichterung für berufstätige Studierende, da wesentliche Studieninhalte den eigenen Zeitressourcen angepasst werden können.
Eine Gelegenheit, sich mit dem Studium an der Donau-Universität auch aus interner Sicht vertraut zu machen, individuelle Gespräche mit der Lehrgangsleitung und bereits Studierenden zu führen, bietet der „Student´s Day“ am 15. Oktober 2010 ab 15:00 Uhr an der Donau-Universität Krems.
Der Lehrgang startet wieder am 26. November 2010.
Bewerbungen sind ab sofort möglich!
Weiterführende Informationen zum Lehrgang:
http://www.donau-uni.ac.at/giftededucation
Anmeldung zum Student´s Day:
http://www.donau-uni.ac.at/studentsday
Die Multikulturalisierung unserer Gesellschaft bringt es mit sich, dass heute Menschen ganz unterschiedlicher nationaler und kultureller Herkunft mit- und voneinander lernen. In Schule, Universität und Beruf, aber auch im Privaten sind interkulturelle Begegnungen alltäglich. Besonders an Menschen, die in solchen Lehr-/Lernsituationen agieren, stellen sich neue Herausforderungen, auf die man mit interkultureller Weiterbildung optimal reagieren kann.
Interkulturelles Lernen beinhaltet den Abbau von Ethnozentrismus und den bewussten Umgang mit Vorurteilen und Stereotypen. Erster Schritt hierfür ist die Bewusstwerdung der eigenen kulturellen Prägung. Interkulturelles Lernen hat einen starken Prozesscharakter und fordert nicht nur die Entwicklung kognitiver, sondern auch emotionaler Intelligenz. Die klassische Methode, um diesen Prozess zu unterstützen, ist das interkulturelle Training. Elemente aus dem interkulturellen Training lassen sich in Konflikttrainings und Sprachunterricht ebenso einsetzen wie in Mitarbeiterschulungen und Führungskräftetrainings.
Erfahren Sie mehr über das Thema "Interkulturelles Lernen"...
Interkulturelles Lernen beinhaltet den Abbau von Ethnozentrismus und den bewussten Umgang mit Vorurteilen und Stereotypen. Erster Schritt hierfür ist die Bewusstwerdung der eigenen kulturellen Prägung. Interkulturelles Lernen hat einen starken Prozesscharakter und fordert nicht nur die Entwicklung kognitiver, sondern auch emotionaler Intelligenz. Die klassische Methode, um diesen Prozess zu unterstützen, ist das interkulturelle Training. Elemente aus dem interkulturellen Training lassen sich in Konflikttrainings und Sprachunterricht ebenso einsetzen wie in Mitarbeiterschulungen und Führungskräftetrainings.
Erfahren Sie mehr über das Thema "Interkulturelles Lernen"...
DESIMO ist da! Endlich eine Plattform für DAF in Zentralamerika - speziell für Kinder mit Muttersprache SPANISCH!
In Sachen Reformpädagogik spielt die Universität Siegen in der ersten Liga. Der Erziehungswissenschafler Prof. Dr. Hans Brügelmann ist Sprecher des bundesweiten Schulverbundes „Blick über den Zaun”. Die gleichnamige Arbeitsstelle auf dem Adolf-Reichwein-Campus leitet sein Mitarbeiter Axel Backhaus.
„Blick über den Zaun” – so nannten innovative Schulen vor 20 Jahren ein neues Projekt. Sie bildeten ein stetig wachsendes Netzwerk, dessen Mitglieder sich pädagogischen Standards für eine „gute” Schule verschrieben haben. Inzwischen gehören rund 100 Schulen aller Formen und Stufen zum Verbund – darunter viele in Fachkreisen für ihre moderne Pädagogik berühmte Einrichtungen. Sie bilden insgesamt zwölf Arbeitskreise, in denen jede Mitgliedsinstitution zwei Vertreter hat. Und sie unterziehen sich einem Evaluierungsprozess (=Begutachtung, Bewertung) mit hohen Ansprüchen.
Alternative zu „Schulinspektionen”
Grundsätzlich wollen sie eine Alternative zu den ministeriell verordneten, von den Kollegien eher gefürchteten „Schulinspektionen” sein. Diese würden „Bildung auf beobachtbare Kennwerte reduzieren und in Zahlen kürzen”, meinen die beiden Wissenschaftler. „Blick über den Zaun” betont den sozialen Aspekt: Es kommen keine Kontrolleure, sondern „kritische Freunde”.
„Jede Schule kann besser werden”, ist Prof. Brügelmann überzeugt. Wie – das verraten zum Beispiel die „Vier Grund überzeugungen” des Verbundes. Nummer eins der Standards: „Den Einzelnen gerecht werden – individuelle Förderung und Herausforderung”.
Reformen von unten nach oben
Wichtig genommen wird auch „das andere Lernen – erziehender Unterricht, Wissensvermittlung, Bildung”. Dazu gehören die „Demokratische Schule”, die nicht von oben nach unten bestimmt wird sowie die Schule, die sich selbst als lernende Institution begreift, die Reformen von innen und unten anstrebt.
Praktisch funktioniert der Verbund, der inzwischen von Siegen aus koordiniert wird, so: Zwei Pädagogen einer Schule aus einem der Arbeitskreise besuchen zwei bis drei Tage lang eine andere. Sie beobachten den Unterricht, sprechen mit den Kollegen – und machen sich anhand ihrer Standards ein Bild. Hans Brügelmann: „Die Kollegen kommen aus verschiedenen Schulformen – einer aus der Hauptschule, einer aus dem Gymnasium, zum Beispiel. Jeder sieht etwas Besonderes,” Auf dieser Basis geben die Gastlehrer konstruktive Tipps. Wichtig ist aber auch, dass die Gäste wiederum Ideen mit in ihre eigene Schule nehmen können. Die Pädagogen besuchen sich übrigens gegenseitig, meistens auf eigene Kosten. Prof. Brügelmann: „Das ist ein Zeichen, wie wichtig den Beteiligten die Zusammenarbeit ist.” Diese wird von Siegen aus koordiniert – Axel Backhaus organisiert zum Beispiel eine Bundestagung der Vertreter aller Arbeitskreise in Bensberg.
Die Siegener Erziehungswissenschaftler funktionieren aber nicht nur als eine Art Geschäftsstelle des Verbundes. „Wir haben auch einen Forschungsauftrag”, sagt Axel Backhaus. So begleiten Prof. Brügelmann und Axel Backhaus Besuche von Gastlehrern an Schulen und helfen dabei, den Evaluierungsprozess wissenschaftlich zu untermauern. Außerdem will die Arbeitsstelle das Wissen des Verbundes „Blick über den Zaun” systematisieren und das Projekt dauerhaft etablieren. Selbstverständlich wirbt die Siegener Arbeitsstelle auch um neue Mitglieder für das reformpädagogische Projekt: „In drei Jahren sollen es 150 Schulen sein.”
Seminare und Praktika
In Zukunft bringen vielleicht die Studierenden die Ideen des Verbundes in die Schulen der Region. Gemeinsam bieten Prof. Brügelmann und Axel Backhaus entsprechende Seminare an. Die künftigen Lehrerinnen und Lehrer stellen in ihren Arbeiten jeweils eine Schule des Verbunds vor. Und sie können sogar ihre Praktika dort absolvieren. „Allerdings sind die meisten sehr weit weg”, bedauert Brügelmann. Denn: Bis heute blickt keine einzige Schule aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein „über den Zaun”.
HINTERGRUND
o Mitgliedsschulen des Verbundes „Blick über den Zaun” schneiden beim Deutschen Schulpreis ungleich besser ab als die übrigen Schulen Deutschlands. Sie wurden um ein Vielfaches häufiger nominiert.
o Zu den bekanntesten Mitgliedern gehören die Laborschule Bielefeld und die Helene-Lange-Schule Wiesbaden.Die regional nächst gelegene Schule ist die Sophie Scholl-Schule Gießen.
o Gefördert wird die Arbeitsstelle „Blick über den Zaun” von der Robert-Bosch-Stiftung Stuttgart sowie von der Montag-Stiftung „Jugend und Gesellschaft” Bonn.
o Schulen, die Mitglied werden möchten, können sich über die Arbeitsstelle Siegen bewerben. Sie brauchen einen Konferenzbeschluss, dass die Standards des Verbundes als wichtige Leitlinie für die künftige Weiterentwicklung der Schule übernommen werden.
o Außerdem sollten sie einen Bürgen haben – etwa eine beteiligte Schule, die die Bewerbung prüft und natürlich befürwortet.
Infos: Arbeitsstelle Schulverbund Blick über den Zaun 0271/7404716 und im Internet: www.blickueberdenzaun.de
Quelle: http://bildung24.cwsurf.de/blog/44-paedagogik/102-paedagogen-blicken-ueber-den-zaun
„Blick über den Zaun” – so nannten innovative Schulen vor 20 Jahren ein neues Projekt. Sie bildeten ein stetig wachsendes Netzwerk, dessen Mitglieder sich pädagogischen Standards für eine „gute” Schule verschrieben haben. Inzwischen gehören rund 100 Schulen aller Formen und Stufen zum Verbund – darunter viele in Fachkreisen für ihre moderne Pädagogik berühmte Einrichtungen. Sie bilden insgesamt zwölf Arbeitskreise, in denen jede Mitgliedsinstitution zwei Vertreter hat. Und sie unterziehen sich einem Evaluierungsprozess (=Begutachtung, Bewertung) mit hohen Ansprüchen.
Alternative zu „Schulinspektionen”
Grundsätzlich wollen sie eine Alternative zu den ministeriell verordneten, von den Kollegien eher gefürchteten „Schulinspektionen” sein. Diese würden „Bildung auf beobachtbare Kennwerte reduzieren und in Zahlen kürzen”, meinen die beiden Wissenschaftler. „Blick über den Zaun” betont den sozialen Aspekt: Es kommen keine Kontrolleure, sondern „kritische Freunde”.
„Jede Schule kann besser werden”, ist Prof. Brügelmann überzeugt. Wie – das verraten zum Beispiel die „Vier Grund überzeugungen” des Verbundes. Nummer eins der Standards: „Den Einzelnen gerecht werden – individuelle Förderung und Herausforderung”.
Reformen von unten nach oben
Wichtig genommen wird auch „das andere Lernen – erziehender Unterricht, Wissensvermittlung, Bildung”. Dazu gehören die „Demokratische Schule”, die nicht von oben nach unten bestimmt wird sowie die Schule, die sich selbst als lernende Institution begreift, die Reformen von innen und unten anstrebt.
Praktisch funktioniert der Verbund, der inzwischen von Siegen aus koordiniert wird, so: Zwei Pädagogen einer Schule aus einem der Arbeitskreise besuchen zwei bis drei Tage lang eine andere. Sie beobachten den Unterricht, sprechen mit den Kollegen – und machen sich anhand ihrer Standards ein Bild. Hans Brügelmann: „Die Kollegen kommen aus verschiedenen Schulformen – einer aus der Hauptschule, einer aus dem Gymnasium, zum Beispiel. Jeder sieht etwas Besonderes,” Auf dieser Basis geben die Gastlehrer konstruktive Tipps. Wichtig ist aber auch, dass die Gäste wiederum Ideen mit in ihre eigene Schule nehmen können. Die Pädagogen besuchen sich übrigens gegenseitig, meistens auf eigene Kosten. Prof. Brügelmann: „Das ist ein Zeichen, wie wichtig den Beteiligten die Zusammenarbeit ist.” Diese wird von Siegen aus koordiniert – Axel Backhaus organisiert zum Beispiel eine Bundestagung der Vertreter aller Arbeitskreise in Bensberg.
Die Siegener Erziehungswissenschaftler funktionieren aber nicht nur als eine Art Geschäftsstelle des Verbundes. „Wir haben auch einen Forschungsauftrag”, sagt Axel Backhaus. So begleiten Prof. Brügelmann und Axel Backhaus Besuche von Gastlehrern an Schulen und helfen dabei, den Evaluierungsprozess wissenschaftlich zu untermauern. Außerdem will die Arbeitsstelle das Wissen des Verbundes „Blick über den Zaun” systematisieren und das Projekt dauerhaft etablieren. Selbstverständlich wirbt die Siegener Arbeitsstelle auch um neue Mitglieder für das reformpädagogische Projekt: „In drei Jahren sollen es 150 Schulen sein.”
Seminare und Praktika
In Zukunft bringen vielleicht die Studierenden die Ideen des Verbundes in die Schulen der Region. Gemeinsam bieten Prof. Brügelmann und Axel Backhaus entsprechende Seminare an. Die künftigen Lehrerinnen und Lehrer stellen in ihren Arbeiten jeweils eine Schule des Verbunds vor. Und sie können sogar ihre Praktika dort absolvieren. „Allerdings sind die meisten sehr weit weg”, bedauert Brügelmann. Denn: Bis heute blickt keine einzige Schule aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein „über den Zaun”.
HINTERGRUND
o Mitgliedsschulen des Verbundes „Blick über den Zaun” schneiden beim Deutschen Schulpreis ungleich besser ab als die übrigen Schulen Deutschlands. Sie wurden um ein Vielfaches häufiger nominiert.
o Zu den bekanntesten Mitgliedern gehören die Laborschule Bielefeld und die Helene-Lange-Schule Wiesbaden.Die regional nächst gelegene Schule ist die Sophie Scholl-Schule Gießen.
o Gefördert wird die Arbeitsstelle „Blick über den Zaun” von der Robert-Bosch-Stiftung Stuttgart sowie von der Montag-Stiftung „Jugend und Gesellschaft” Bonn.
o Schulen, die Mitglied werden möchten, können sich über die Arbeitsstelle Siegen bewerben. Sie brauchen einen Konferenzbeschluss, dass die Standards des Verbundes als wichtige Leitlinie für die künftige Weiterentwicklung der Schule übernommen werden.
o Außerdem sollten sie einen Bürgen haben – etwa eine beteiligte Schule, die die Bewerbung prüft und natürlich befürwortet.
Infos: Arbeitsstelle Schulverbund Blick über den Zaun 0271/7404716 und im Internet: www.blickueberdenzaun.de
Quelle: http://bildung24.cwsurf.de/blog/44-paedagogik/102-paedagogen-blicken-ueber-den-zaun








