BildungsBlog
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Rubrik: Lebenslanges Lernen   [Alle Rubriken]
Immer mehr Senioren drängen an die Universitäten, so auch in Köln. Doch aufgrund der Zulassungsbeschränkungen an der Hochschule kommt für die älteren Semester fast nur noch ein Gasthörer-Studium in Frage.

Aus diesem Grund veranstaltet die Universität am kommenden Donnerstag eine Informationsveranstaltung, um über die Regularien und Formalitäten dieser Weiterbildungsmöglichkeit zu informieren.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, ab 15 Uhr, im Philosophikum der Universität statt.

Weitere Einzelheiten finden Sie im Originalartikel auf:
Köln Nachrichten

Link

Schule neu denken - Erfolgreiche Konzepte für ein anderes Lernen
Folge 1: Der offene Kindergarten

pdf unter:
http://www.wdr5.de/index.phtml?beitrag=466364

Eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) zur "Finanzierung lebenslangen Lernens" ergibt, dass es aufgrund der weitgehend öffentlichen Finanzierung von der Kita bis zur Hochschule zu massiver Umverteilung und Selektion im deutschen Bildungssystem kommt. In der Weiterbildung setzt sich diese Tendenz fort, da Akademiker diese häufig vom Arbeitgeber finanziert bekommen, während es kaum noch öffentliche Förderung gibt. Dadurch werden Chancengleichheit und -gerechtigkeit ebenso behindert wie lebenslanges Lernen. Die Studie untersucht die privaten und öffentlichen Ausgaben je Schüler bzw. Studierenden und die Nutzungsstruktur des Bildungssystems sowie die daraus resultierenden Verteilungswirkungen. [...]

"Fasst man die Ergebnisse zusammen" so Dr. Dieter Dohmen, Leiter der FiBS, "dann zeigt sich, dass das bestehende System der Bildungsfinanzierung in Deutschland zu einer erheblichen Umverteilung zugunsten der bildungsnahen, höheren sozio-ökonomischen Schichten und zu Selektion führt. Die Chancengleichheit und -gerechtigkeit wird nicht nur institutionell, sondern auch finanziell behindert. Weniger finanzkräftige oder auch weniger altruistische Eltern haben über die hohen privaten Kosten eines weiterführenden Schulbesuchs bei gleichzeitiger Entlastung durch die Ausbildungsvergütung einen massiven Anreiz, ihr Kind in eine Lehre zu drängen. Die unzureichende Schülerförderung über das BAföG verstärkt die bereits bestehenden Selektionstendenzen des deutschen Bildungssystems. Wer hat, dem wird gegeben, und wer einmal das Bildungssystem verlassen hat, bleibt auch meistens außen vor.
[idw, via weiterbildungsblog.de]
 

Statt Büro eine Naturkunde-Wanderung, statt Fließband-Monotonie über EU- Politik diskutieren oder einen Yogakurs gegen Berufsstress. Eine Woche im Jahr hat jeder Beschäftigte das Recht auf Weiterbildung bei vollem Lohn. Doch wenige nutzen das.

Hintergrund dafür ist, dass angesichts von Wirtschaftskrise viele Angst um ihren Job haben. Die Zahl der Bildungsurlaube halbierte sich nach einem Bericht des Sozialministeriums zum Beispiel in Hessen in zehn Jahren bis Ende 2001 landesweit auf 12 500. Neuere Zahlen kommen erst im Laufe dieses Jahres, aber alles deutet darauf hin, dass sich der Trend fortgesetzt hat. Damit sackte die Bildungsurlaubsquote auf 0,6 Prozent ab. Trotz aller Sonntagsreden über lebenslanges Lernen nimmt damit nur etwa jeder 200. Beschäftigte in Hessen das Angebot an. Werden Seminare belegt, sind es zunehmend Computer- oder für den Job anwendbare Sprachkurse. Politisch-gesellschaftliche Inhalte, die nicht direkt am Arbeitsplatz umsetzbar sind, werden immer seltener gebucht.
[Weiterlesen bei news.de]

Die Universität Witten/Herdecke entwickelt völlig neues Fortbildungsprogramm für Führungskräfte aus der Wirtschaft
[...] Den Anfang machte das Bochumer Maschinenbauunternehmen Eickhoff, wo inzwischen alle Führungskräfte nach dem Modell des Studium fundamentale geschult werden. Gerade hat der Betrieb den Vertrag mit der Uni verlängert. Nach dem dortigen Erfolg haben inzwischen auch andere Unternehmen Kurse in Witten gebucht.

Da kann es schon mal passieren, dass der Wittener Universitätsmusikdirektor Ingo Ernst Reihl mit einem ganzen Profi-Orchester im Betrieb anrückt und Managern das Dirigieren beibringt, Soziologieprofessor Dirk Baecker Spitzenkräfte mit Platons Höhlengleichnis konfrontiert oder Philosophieprofessor Dirk Rustemeyer die Zusammenhänge von "Kommunikation und Wissen" erläutert.

[via idw-online.de]

Forschungsministerin Bulmahn bestellte ein Gutachten zum wichtigen Thema "Lebenslanges Lernen" - aber wird sie es je präsentieren? [Weiterlesen bei BerlinOnline]

In dem Kurzgutachten von Gerhild Brüning "Lebenslanges lernen und Benachteiligungen in der Weiterbildung" werden die Einflussfaktoren der Benachteiligung und Zielgruppen mit spezifischen Benachteiligungen dargestellt sowie Handlungsempfehlungen formuliert.
Gutachten im PDF-Format downloaden.
[Expertenkommission zur Finanzierung lebenslangen Lernens]

GEW und ver.di protestierten gegen Kürzungen bei Fortbildungsmaßnahmen
[...] Bundesweit sind die Teilnehmerzahlen in der beruflichen Weiterbildung im Jahresvergleich um ein Drittel gesunken, in den ersten acht Monaten diesen Jahres sogar um 53,9 Prozent. Die Folge: 20 000 Arbeitsplätze, rund 30 Prozent aller festen Arbeitsverhältnisse der Branche, werden im laufenden Jahr abgebaut. Dies sei »ein gesellschaftlicher Skandal allerersten Ranges«, so die GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange in einer Presseerklärung. Dadurch würden »alle Diskussionen über lebenslanges Lernen und Weiterbildung als vierte Säule des deutschen Bildungssystems als reine Rhetorik entlarvt«.
[via junge welt vom 07.11.2003 - Weiterbildung auf der Kippe]

Das Ehrenamt sei das Pfund, das die Ländliche Erwachsenen-Bildung in Niedersachsen auch in Zukunft tragen werde. Deshalb müsse die Qualifizierung für das Ehrenamt einen Schwerpunkt in der LEB-Arbeit bilden, machte Eugen Gehlenborg deutlich. Der stellvertretende Direktor der Landesbildungseinrichtung und Leiter des LEB-Bezirks Weser-Ems nahm während der Jahreshauptversammlung der Kreisarbeitsgemeinschaft (KAG) Wesermarsch in Albrechts Hotel in Rodenkirchen zu Veränderungen in der Bildungsarbeit Stellung.

Lebenslanges Lernen sei für die Zukunftsfähigkeit entscheidend. Studien belegten aber, dass in Deutschland zu wenig in die Bildung investiert werde. Die Mittel dafür ständen auch nicht zur Verfügung, wobei man sehr aufpassen müsse, dass Strukturen nicht verloren, so Eugen Gehlenborg.
[via NWZ online]


 
 
 
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