BildungsBlog
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Rubrik: Grundeinkommen   [Alle Rubriken]
Die Bildung von Kindern aus Familien, die Arbeitslosengeld II beantragen, muss gefördert werden. Daüber sind sich alle politischen Richtungen in Deutschland einig. Die Frage lautet bloß: wie. Arbeitslosengeld II ist hierzulande besser bekannt unter dem Namen Hartz IV. Konkret geht es also um die Frage, wie Hartz IV Kinder besser gefördert werden können, damit sie den Anschluss an das Bildunsniveau halten. In der Diskussion sind beispielsweise Bildungsgutscheine, die etwa zum Nachhilfeunterricht berechtigten, oder auch Sachleistungen, damit eine vollständige Schulausstattung gewährleistet ist. Es wird auch diskutiert, ob an die Eltern zusätzliche Gelder geleistet werden können, damit diese dies für ihre Kinder einsetzen.
Doch hier entzündet sich der Streit: Geldleistung oder Sachleistungen für Hartz IV Kinder. Sachleistungen werden von denen vorgezogen, die den Eltern die Verantwortung absprechen, das Geld für die Kinder zweckentsprechend zu verwenden. Dabei würde es sich um Geldbeträge handeln, die über den Regelsatz hinausgingen.

Gute Bildung ist das A und O für einen guten Start in das Berufsleben. In vielen Untersuchungen ist festgestellt worden, dass das zwischen Bildungsniveau und Armut, insbesondere der Kinderarmut, ein direkter Zusammenhang besteht. Nun haben die Wirtschaftsjuninoren Deutschland den Vorschlag gemacht, Hartz IV Empfängern künftig Prämien für gute Schulnoten ihrer Kinder zukommen zu lassen.

Bei einem Notendurchschnitt von beispielsweise 2,5 oder besser sollten Zuschläge auf die Hartz IV Leistung von 100 Euro gewährt werden. Zum Nachweis müsse das das Schuljahres-Zeugniss der ARGE vorgelegt werden.

Damit würde man gute Schulnoten und eine gute Bildung auch in bildungsfernen Schichten fördern. Das korrekte Erledigen der Hausaufgaben solle eine lohnende Alternative zu Fernsehen und Spielkonsolen werden.

Die Politik müsse es schaffen, Hartz IV aus den Familien zu verbannen. Die sozialen Sicherungssysteme könnten zudem nicht mehr finanziert werden, wenn junge Menschen nicht zu guten Leistungen angespornt würden.

Die junge deutsche Wirtschaft sieht in der Option, Lernanstrengungen von Eltern und Kindern finanziell zu belohnen,einen starken Leistungsanreiz.

Der Bonus auf den Hartz IV Satz für gute Noten könne helfen, den Teufelskreis Hartz IV zu durchbrechen. Außerdem würde der Nachwuchs eine bessere Qualifikation erhalten.

Dieser Ansatz der Wirtschaftsjunioren mag das Problem erkannt haben. Dennoch würde er das Problem nicht beseitigen. Es geht darum, den Kindern unterer sozialer Schichten generell eine gute Bildung zu ermöglichen. Hierzu reichen finanzielle Anreize nicht. Hilfreich wären Förderunterricht, Hausaufgabenbetreuung und Ausstattung mit allen Lernmaterialien. Ein finanzieller Anreiz kann lediglich unterstützend wirken.

Der Mensch – das einzige Lebewesen auf der Erde, welches eigentständig Entscheidungen treffen kann. Ist er immer noch Mensch, wenn ihm diese Fähigkeit genommen wird? Wenn ihm die Freiheit genommen wird, zu entscheiden, welcher Arbeit er nachgehen will? Wenn er gezwungen ist, es einem mächtigeren “Wesen” recht zu machen, um eine Überlebenschance zu haben? Es scheint so, als wäre er dann ein fremdgelenktes Wesen, welches eigentlich nicht mehr als Mensch bezeichnet werden kann, da es ja die wichtigste Eigenschaft des “Mensch-Sein” verloren hatt, bzw. ihm diese genommen wurde. Welcher Mensch hat heutzutage die Freiheit, zu sagen “Dort will ich nicht arbeiten!”? Ja, die Reichen. Also wären dann die Reichen die Menschen. Und die Armen? Die Armen sind dann die, welche die Drecksarbeit machen müssen? Und so etwas nennt sich sozial?

Weiterlesen: http://www.das-bedingungslose-grundeinkommen.org/2010/03/23/der-mensch-und-die-freiheit/

Es existieren mittlerweile sehr viele Websites zu diesem Thema, die alle unterschiedliche Informationen vermitteln. Deshalb habe ich diese Website geschaffen, die es jedem, der Interesse hat, ermöglichen soll, an einer Zentralen Stelle die Informationen zu finden, die er sucht. Außerdem möchte ich mit der Website erreichen, dass das bedingungslose Grundeinkommen viele Menschen erreicht, auch diese, welche sich bisher noch nicht dafür interessiert haben.

http://www.das-bedingungslose-grundeinkommen.org/

Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist ein Einkommen, das bedingungslos jedem Mitglied einer politischen Gemeinschaft gewährt wird. Es soll

* die Existenz sichern und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen,
* einen individuellen Rechtsanspruch darstellen,
* ohne Bedürftigkeitsprüfung ausgezahlt werden,
* keinen Zwang zur Arbeit bedeuten.

Das Grundeinkommen stellt somit eine Form von Mindesteinkommenssicherung dar, die sich von den zur Zeit in fast allen Industrienationen existierenden Systemen der Grundsicherung wesentlich unterscheidet. Das Grundeinkommen wird erstens an Individuen anstelle von Haushalten gezahlt, zweitens steht es jedem Individuum unabhängig von sonstigen Einkommen zu, und drittens wird es gezahlt, ohne dass Arbeitsleistung oder Arbeitsbereitschaft verlangt wird.

Für ein Grundeinkommen werden viele Argumente angeführt: Die Autonomie der Bürgerinnen und Bürger (mehr Autonomie für Unternehmerinnen und Unternehmer durch deren Befreiung von der Verantwortung als „Arbeitgeber“, mehr Autonomie für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch die grundsätzliche Verfügbarkeit der Möglichkeit der Nicht-Erwerbstätigkeit bzw. einer sinnvollen Tätigkeit außerhalb der Erwerbsarbeit, mehr Autonomie für Eltern durch die größere Einkommensunabhängigkeit usw.), die Verteilungsgerechtigkeit, der Anreiz zu größerer Wertschöpfung und Rationalisierung, die Flexibilität des Arbeitsmarktes, die Effizienz des Sozialstaates, die Wahrung der Würde aller Menschen und die Beseitigung von Stigmatisierungen vor allem bei den gegenwärtig Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern, die Humanisierung der Arbeit, die Förderung der Bildung, die Stärkung der Familien und die Steigerung der Geburtenrate, die Förderung von Existenzgründungen wie auch von ehrenamtlichen Tätigkeiten, die Förderung von Kreativitätspotenzialen durch die Möglichkeit der Muße und vieles anderes mehr.

Diese guten Gründe für ein Grundeinkommen gelten in jeder Gesellschaftsordnung und bei Vollbeschäftigung ebenso wie bei Arbeitslosigkeit. Aber es ist das Scheitern aller bisherigen Versuche zur Lösung des Problems der Massenarbeitslosigkeit, welches in den letzten Jahrzehnten dazu geführt hat, dass die Grundeinkommensidee quer durch Europa und die Welt von einer wachsenden Zahl von Bürgerinnen und Bürgern, in der Wissenschaft und in Organisationen ernst genommen wird.

Es gibt eine große Bandbreite von Modellvorschlägen. Sie unterscheiden sich in der konkreten Höhe des Grundeinkommens, in den Quellen seiner Finanzierung, in der Art und Größe der Einsparung anderer Transferzahlungen und in vielen weiteren Einzelheiten.

Viele namhafte europäische und außereuropäische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich für ein Grundeinkommen ausgesprochen, unter ihnen zwei Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften. In einigen Ländern beginnen Spitzenpolitikerinnen und -politiker, auch von Regierungsparteien, die Grundeinkommensidee offen zu unterstützen. Gleichzeitig wächst die Literatur zu den ökonomischen, gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Aspekten des Grundeinkommens wie auch die Zahl derer, die ein Grundeinkommen befürworten oder sich dafür interessieren. In der ganzen Welt werden mehr und mehr Grundeinkommensnetzwerke gegründet.

In Deutschland nimmt seit der Verabschiedung der Hartz-IV-Gesetze Mitte 2004 das Interesse am Grundeinkommensvorschlag stark zu. Er wird als grundlegende Alternative zur Politik des Druckausübens auf Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger gesehen. 2004 wurde das deutsche Netzwerk Grundeinkommen gegründet. Es wurde auf dem 10. Kongress des Basic Income Earth Network (BIEN) im September 2004 als Mitglied anerkannt.

Zur Geschichte der Grundeinkommensidee siehe z.B. den englischsprachigen Text A Short History of Basic Income von Philippe Van Parijs.

http://www.das-bedingungslose-grundeinkommen.org/2010/03/05/was-ist-ein-bedingungsloses-grundeinkommen/

Ex-US-Präsident Bill Clinton hat es geschafft, das Wachstum einer Unterschicht zu begrenzen, die sich nur durch Sozialhilfe finanziert. Deutschland aber gelingt es bis heute nicht, dieses Problem zu meistern. Mehr noch, unsere Zuwanderer sind meistens diejenigen, die es zu Hause auch nicht geschafft haben.

Am 22. August 1996 unterschreibt Bill Clinton im Einklang mit den Republikanern ein Gesetz, das den überkommenen Sozialstaat abschafft. Bis dahin war Clinton noch das Idol der amerikanischen Linken, jetzt schallt ihm überall „Rassist!“ entgegen. Warum tut der Präsident das? Der Sozialstaat verhält sich widersinnig, ja regelrecht absurd. Obwohl Amerika pro Kopf immer reicher wird und immer höhere Summen an seine Armen überweist, geraten immer mehr Menschen in Armut. Dabei soll das seit 1935 geltende Familiengesetz unschuldig in Not geratene Mütter befähigen, auch weiterhin die Erziehung ihrer Kinder abzusichern. Schützen soll es die kinderreiche Witwe eines vom Gerüst gestürzten Dachdeckers oder eines sonst wie ums Leben gekommenen Ernährers.

Auffällig wird dieses Gesetz erst in den 60er-Jahren, als junge Frauen vor den Staat treten und für sich und ihren minderjährigen Nachwuchs Geld fordern, obwohl bei ihnen niemand vom Gerüst gefallen ist. Lediglich die Namen der Väter sind ihnen entfallen. Das wohlgemeinte Gesetz wird für die Steuerzahler plötzlich zur Falle. Sie durchschauen die Mütter, können aber doch die Neugeborenen nicht ohne Schutz lassen. Grimmig also zahlen sie auch an diese Frauen. Die aber hören dann mit dem Kinderkriegen nicht auf, um es für die bestmögliche Erziehung der schon vorhandenen einzusetzen.

Im Gegenteil, sie bekommen weitere Kinder. Für den Steuerzahler verdoppelt sich die Rechnung. Zugleich verschlechtern sich die Entwicklungschancen der bereits vorhandenen Kinder und die der neuen gleich mit. Um der wachsenden Bildungsferne zu begegnen, werden die staatlichen Hilfen erhöht, was noch mehr Neugeborene nach sich zieht. Hilfe gibt es am Ende vor allem für Frauen, die durch Vermehrung nach Einkommen streben.

Die demografischen Auswirkungen erweisen sich als ungemein wuchtig. Während 1964 lediglich eine Million von Müttern geführte Familien mit vier Millionen Mitgliedern Sozialhilfe beziehen, explodiert ihre Zahl bis 1994 auf fünf Millionen Haushalte mit 14 Millionen Menschen. Das sind zwar nur fünf Prozent aller Amerikaner unter 65 Jahren, aber die zehn Millionen Kinder unter ihnen stellen bereits zehn Prozent aller amerikanischen Kinder.

Amerika schafft sich ein regelrechtes Proletariat, also eine schnell wachsende Minderheit, die sich nur über proles – lateinisch für Kinder – finanziert. Angesichts dieser Lage formuliert Charles Murray in seinem Buch „Losing Ground“ (1984) sein heute berühmtes – damals aber auch verteufeltes – Gesetz, dass Versorgungszahlungen an Sozialhilfemütter ihre Kinder nicht besser stellen, sondern lediglich immer mehr von Sozialhilfe abhängige Mütter und Kinder hervorbringen.

Der Anteil von in Sozialhilfe geborenen Kindern steigt

In Staaten wie Kalifornien oder New York, die linksprogressiv regiert werden und besonders großzügig auszahlen, wird Murrays Befund am härtesten bestätigt. Die beiden Staaten stellen 1995 weniger als 20 Prozent der amerikanischen Bevölkerung, beherbergen aber fast 30 Prozent aller für Staatsgeld geborenen Kinder. Nahezu ein Viertel aller Babys werden in diesen beiden Staaten direkt in die Sozialhilfe geboren. In New York führt das – trotz wachsender Einwohnerschaft der Gesamt-USA – zu Bevölkerungsrückgang, weil steuerkräftige Bürger aus dem Staat fliehen. Zu Verbitterung der Progressiven laufen die für ihre großzügigen Gesetze vorgesehenen Zahler einfach davon.

Clinton bekommt von seinen Kritikern zu hören, Armut sei farbig, weiblich und kindlich. Sie treffe also die Schwächsten überhaupt und gerade die greife der einst so verehrte Präsident an. Mitte der Neunzigerjahre sind von 100 Amerikanern zwölf schwarz, aber unter 100 Sozialhilfebeziehern sind es 37. Weil ein Viertel aller schwarzen – und übrigens auch 20 Prozent aller hispanischen – Mütter vom Steuerzahler leben, entsteht der Eindruck eines Rassenproblems. Aber 75 Prozent aller schwarzen Frauen kommen – wenn auch mit eher einfachen Arbeiten – ohne Staatshilfe zurecht. Es geht also nur zum Teil um Unterschiede der Hautfarbe. Als gewichtiger erweisen sich Unterschiede in der Leistungsorientierung. Die schwarzen Frauen auf Sozialhilfe sind jünger, bildungsärmer und kinderreicher als ihre Schwestern. Gegen ihre beamtenähnliche Versorgung auf Lebenszeit empören sich deshalb schwarze Steuerzahlerinnen nicht weniger als hispanische, weiße oder solche koreanischer und chinesischer Herkunft.

Mädchen werden früh schwanger, um Sozialhilfe beziehen zu können

Amerika fürchtet um seine Zukunft. Denn viele Töchter der Sozialhilfefrauen bereiten sich ihrerseits auf ein kinderreiches Leben auf Sozialhilfe vor. Die Söhne sind oft noch weniger qualifiziert als die Mädchen, weshalb sie die Steuergelder für ihre Mütter und Schwestern nicht verdienen können. Stärker noch beunruhigt, dass sie bei einem Anteil von nur zehn Prozent aller Jungen über 50 Prozent aller jugendlichen Gewalttaten begehen. Die Sozialhilfe eröffnet Karrieren also nur für die Mädchen, die beizeiten schwanger werden, um selbst Ansprüche aufbauen zu können. Die Jungen hingegen können durch schlichtes Nachwuchszeugen keine Versorgung erlangen. Doch haben wollen verständlicherweise auch sie alles. Der Schritt in die Kriminalität ist dann nicht weit.

Was nun unternimmt Bill Clintons Gesetz gegen eine schnell zunehmende Jugend, die nicht ausbildungsfähig ist und ihre zahlenden Mitbürger mit Gewalt bedroht? Ab 1. Januar 1997 kürzt es körperlich gesunden Amerikanern den bis dahin lebenslangen Rechtsanspruch auf Sozialhilfe auf fünf Jahre. Diese Entscheidung wird flankiert durch Trainingsprogramme für Mütter und Tagesstätten für ihren Nachwuchs. Entscheidend aber wirkt die Obergrenze von fünf Jahren. Die können am Stück oder in Raten genommen werden, damit selbst mehrere echte Notlagen abgefangen werden können.

Wieder passiert etwas scheinbar Widersinniges. Obwohl Amerika seine Ausgaben gegen Armut herunterfährt, nimmt die Zahl der Armen nicht etwa zu, sondern ab. Erhalten am Vorabend des Gesetzes im Jahre 1996 noch 12,2 Millionen Bürger Sozialhilfe, so sind es 2005 nur noch 4,5 Millionen. Die Clintonkritiker dagegen prophezeien eine massive Zunahme der Fälle. Die aber bleibt aus. Charles Murrays Erkenntnis, dass man mit steigenden Ausgaben für mittelose Familien ihre Zahl noch vermehrt, funktioniert auch in der Gegenrichtung. Werden die Prämien für Kinder von Sozialhilfebezieherinnen wieder abgeschafft, wird für solche Anreize auch nicht mehr geboren.

Afroamerikaner stellen die gößte Empfängergruppe der Sozialhilfe

Das behauptete Rassenproblem scheint gleichwohl nicht geschwunden. Denn auch unter den verbleibenden Hilfeempfängern sind Afroamerikaner mit 36 Prozent dreimal häufiger und Hispanics mit 24 Prozent zweimal häufiger vertreten, als es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht. Weiße hingegen machen mit 33 Prozent nur die Hälfte ihres Bevölkerungsanteils aus, während aus Korea, Japan und China stammende Amerikaner so gut wie niemals etwas beanspruchen.

Am meisten überraschen die Schwächsten, also die armen Kinder. Für sie hatte man das Schlimmste angekündigt – vom Schlafen im Straßengraben bis zum Verhungern. Das unterbleibt schon deshalb, weil alle für Steuergeld geborenen Kinder ja auch weiter versorgt werden. Doch ihre absolute Zahl nimmt umgehend ab. Warum? Das Recht, jedes weitere Kind aus den Geldbörsen der Nachbarn zu finanzieren, existiert nicht mehr.

Daraufhin werden auf solche Mittel gezielte Kinder gar nicht erst geplant. Schon die bloße Ankündigung des Gesetzes bewirkt, dass sich zwischen 1994 und 1996 über 500.000 amerikanische Familien aus der Sozialhilfe verabschieden. Die Verwandten machen Druck. Denn an sie würde sich nun wenden müssen, wer weiter auf fremde Kosten leben wollte. „Den Steuerzahler kannst Du meinetwegen abzocken, aber versuch nicht, mit neuen Gören bei mir zu landen“, heißt es jetzt derb, dafür aber auch sehr eingängig. Anders kann es nicht sein. Vom bisherigen Recht, sämtliche Steuerzahler für meine Kinder in Zahlungspflichten nehmen zu dürfen, ist nur noch das Recht gegenüber solchen Steuerzahlern geblieben, die meine Verwandten sind.

Weiterlesen unter http://www.das-bedingungslose-grundeinkommen.org/2010/03/04/der-sozialstaat-pumpt-geld-und-vermehrt-die-armut/

Müssen > Können = GrundeinkommenEs existieren mittlerweile sehr viele Websites zu diesem Thema, die alle unterschiedliche Informationen vermitteln. Deshalb habe ich diese Website geschaffen, die es jedem, der Interesse hat, ermöglichen soll, an einer Zentralen Stelle die Informationen zu finden, die er sucht. Außerdem möchte ich mit der Website erreichen, dass das bedingungslose Grundeinkommen viele Menschen erreicht, auch diese, welche sich bisher noch nicht dafür interessiert haben.

Ich hoffe deshalb auch dich erreicht zu haben ;-)

http://www.das-bedingungslose-grundeinkommen.org/

Willkommen in unserem Netzwerk zum bedingungslosen Grundeinkommen!

Wir möchten mit dieser Seite erreichen, dass so viele Menschen wie möglich zum Thema Grundeinkommen an einer zentralen Stelle diskutieren können.

Das heißt jedoch nicht, dass diese Seite nur für Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens ist!

http://www.das-bedingungslose-grundeinkommen.org/

In Basel tagte am Wochenende der zweite Grundeinkommens-Kongress. Die Szene ist zerstritten, weltweit gibt es kaum messbare Erfolge - doch die Linken sind nicht mehr unter sich.

Ein Grundeinkommen ist ein Menschenrecht, darüber ist sich die Szene einig. Aber wie soll es aussehen? Neue, populäre Modelle aus konservativen Kreisen sorgen für Verunsicherung. Und ein Blick auf die internationale Bewegung zeigt, dass auch die praktische Umsetzung schwierig ist und oft nicht mehr viel mit der Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens zu tun hat, wie sie vom Netzwerk Grundeinkommen oder dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac verfochten wird. Auf dem zweiten deutschsprachigen Grundeinkommens-Kongress an der Universität Basel, der am Wochenende stattfand, waren die Linken deshalb auch nicht mehr unter sich: Auch einige Anhänger von Dieter Althaus (CDU) und dem Unternehmer Götz Werner fanden sich in Basel ein.

Diskutiert wurde deshalb auch die Frage, ob es ein Gütesiegel für "richtige" Grundeinkommensmodelle geben solle. "Falsch", so die Protagonisten dieser Idee, seien alle Modelle, die nicht den Kriterien des Netzwerkes Grundeinkommen entsprechen - nämlich individuell, existenzsichernd, bedingungslos und für alle zu sein. "Ein Modell wie das von Dieter Althaus steht schlicht in einer neoliberalen Tradition und hat nichts mit unseren Ansätzen zu tun", meinte Ronald Blaschke vom Netzwerk Grundeinkommen. Andere Teilnehmer wie Albert Jörimann, Vizepräsident des internationalen Grundeinkommensnetzwerkes B.I.E.N., freuten sich dagegen, dass die Politik das Thema überhaupt aufgreift.

Fakt ist, dass sich mittlerweile überall auf der Welt Initiativen zur Einführung eines Grundeinkommens bilden. Diese stehen in einem sehr unterschiedlichen Verhältnis zu den Standards des dezidiert linken Begriffs. "Nicht alle Beispiele, die genannt werden, stehen in direktem Zusammenhang mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen wie wir es uns vorstellen", sagte Jörimann. Ein Beispiel sei der Erdölfonds in Alaska. Die Bewohner bekommen einmal im Jahr eine Zahlung, mit der sie an den Erlösen aus der Rohstoffförderung beteiligt werden. Das, so Jörimann, sei aber eher eine bedingungslose - sehr geringe - Ausschüttung als ein Grundeinkommen.

Auch in Namibia und Sambia wird derzeit mit einer Art Grundeinkommen experimentiert: Während in Sambia die Weltbank und die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) Regie führen, haben in Nambia Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Kirchen ein eigenes Projekt initiiert. "Der Unterschied zwischen beiden Modellen ist riesig", meinte Werner Rätz vom Netzwerk Grundeinkommen. In Sambia erhielten nur bestimmte Familien im Dorf eine monatliche Zahlung, anderen dagegen gar nichts. Das zerstöre die Solidarität in den Dörfern führe zu heftigen Auseinandersetzungen. In Namibia plant man ein Projekt, bei dem ein Dorf mit 1.000 Einwohnern für zwei Jahre lang mit einem Grundeinkommen versorgt werden soll. Die Zahlungen seien bedingungslos, in einer existenzsichernden Höhe und gingen an alle. Das sei aber nur ein Experiment, wie Rätz betonte.

Auch in Südafrika wird schon jahrelang für die Einführung eines Grundeinkommens gekämpft - bis jetzt ohne Erfolg. "Immerhin hat man es dort bis zur Gesetzesvorlage geschafft", sagte Jörimann. Das Engagement der Südafrikaner habe darüber hinaus auch die Initiative in Namibia inspiriert.

Das erste Land, in dem das Grundeinkommen wirklich zum Gesetz wurde, ist Brasilien. Mitinitiator war Arbeitsminister Eduardo Matarazzo Suplicy, der auch Mitglied im B.I.E.N ist. Insgesamt betrifft dieses Programm elf Millionen Familien, die 50 Euro im Monat bekommen. Sie müssen dafür allerdings eine Reihe von Bedingungen erfüllen - beispielsweise ihre Kinder zur Schule schicken und ein bestimmte Zeit lang in der Stadt gelebt haben, in der sie das Geld beantragen. Dadurch sei die Armut zwar reduziert worden, erklärte Rätz. Aber es gebe sehr viele Menschen, die genauso arm wären und nichts bekämen. Zudem sei die Zahlung so gering, dass Armut damit nicht aus der Welt geschafft würde.

"Unsere Ansätze in Europa sind mit denen im Süden nur schwer vergleichbar", erklärte B.I.E.N-Vertreter Jörimann. Hierzulande würde die Einführung eines Grundeinkommens Armut abschaffen können. In Entwicklungs- und Schwellenländern dagegen werde Armut mit einem Grundeinkommen oftmals nur gelindert. Und: Die Klassengegensätze im Süden blieben weiterhin bestehen.

Was die Bewegung zusammenhalte, sei der einheitliche Menschenrechtsbegriff: "Wir gehen sogar so weit zu behaupten, dass das Grundeinkommen ein Menschenrecht ist." Auch wenn das angesichts der weltweiten Lage hehre Ansprüche sind, klingt es wenigstens sehr entschlossen. Vielleicht kommt dann bald jemand auf die Idee sein Grundeinkommen einzuklagen - was für eins, bleibt vorerst offen.

http://www.das-bedingungslose-grundeinkommen.org/

Du bist der Grund für ein Einkommen!

Nehme an dieser Facebook-Veranstaltung teil, um zu zeigen, dass auch Du so weit bist und grundeinkommen denken kannst!

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