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Rubrik: Auslandserfahrung   [Alle Rubriken]
Australien, der fünfte Kontinent oder das der sechstgrößte Staat der Welt, hat einige Besonderheiten zu bieten: Auf einer Fläche von 7.692.030 km² leben lediglich ca. 19 Millionen Menschen, also ungefähr 2,5 Bewohner pro Quadratkilometer. Diese haben allerdings Gesellschaft von 40 Millionen Kängurus, 140 Millionen Schafen und zahlreichen anderen Tier- und Pflanzenarten, die zum Teil ausschließlich in Down Under vorkommen.

Das australische Staatsgebiet teilt sich in sechs Staaten auf: New South Wales, Queensland, Victoria, South Australia, Tasmania, Western Australia, sowie das Northern Territory und dem Australian Capital Territory (gleichzeitig Sitz der Landeshauptstadt Canberra). Ungefähr 92% der Bevölkerung leben in den großen Städten entlang der Küsten, wobei hier vor allem die Südostküste, Tasmanien und der Großraum Perth zu nennen sind. Demgegenüber ist das Landesinnere nahezu unbewohnt. Einzige Ausnahme sind diesbezüglich die australischen Ureinwohner (Aborigines), von denen immer noch viele in den Weiten des Outbacks leben.

Allein diese wenigen Punkte deuten an, dass Australien ein Land der Gegensätze ist: das fast unbewohnte Outback, riesige Metropolen an den Küsten mit 7000 Sandstränden und dichter Regenwald im Norden von Queensland. Gerade diese einzigartige Kombination macht es für viele Reisende zu einem touristischen Traumziel.

Aber der fünfte Kontinent hat noch wesentlich mehr zu bieten: Trotz weltweiter ökonomischer Krisen ist die Wirtschaft des Landes nach wie vor gut aufgestellt und bietet somit auch zahlreiche Möglichkeiten für Praktikanten und Praktikantinnen, die wertvolle Berufserfahrung im Ausland sammeln wollen.

Welche Möglichkeiten gibt es für ein Auslandspraktikum Australien? Der größte Arbeitgeber des Landes ist nach wie vor der Tourismus, aber auch der Dienstleistungssektor und Trendbrachen wie Eventmanagement, Online-Marketing oder Bio- und Medizintechnologie haben sich in den letzten Jahren äußerst positiv entwickelt. Aufgrund der zahlreichen Rohstoffvorkommen des Landes bieten Bergbau und Industrie eine ganze Reihe von Möglichkeiten, verschiedene Berufsfelder kennen zu lernen. Aber auch die stark exportorientierte Landwirtschaft Australiens ist in diesem Bereich traditionell von großer Bedeutung.

Unabhängig davon für welches Arbeitsfeld man sich letztendlich entscheidet, Australien hat – natürlich nicht nur – in Sachen Auslandspraktikum eine ganze Menge zu bieten. Gerade vor dem Hintergrund, dass inzwischen immer mehr Unternehmen bei ihren Mitarbeitern – neben der fachlichen Qualifikation und Teamfähigkeit – vor allem auch auf interkulturelle Kompetenz und sehr gute Sprachkenntnisse setzen, ist ein qualifiziertes Auslandspraktikum ein großer Pluspunkt im Lebenslauf. Warum also nicht in Australien?!

Weitere Informationen zum Thema Auslandspraktikum finden sich auf der Website der Austauschorganisation Stepin.

Eine etwas andere Art den Religionsunterricht zu gestalten hat sich die Abschlussklasse eines französische Lyceum aus Paris ausgedacht. Sie hat ihre jährlichen Exerzitien nach Lourdes verlegt, dem weltbekannten Wallfahrtsort, in dem der heiligen Maria gehuldigt wird.
Die Unterrichtsidee ist aus einer Bekanntschaft des Religionslehrers mit einem in Lourdes tätigen Priester entstanden. Die Jugendlichen haben eine Woche Gelegenheit, sich an den kirchlichen Feierlichkeiten in Lourdes zu beteiligen, sie zu planen, umzusetzen und zu gestalten.
Ein fantastisches Erlebnis - resümieren die Jungen und Mädchen des Lyceums. Vor allem der Kontakt mit so vielen gleichaltrigen und vom gleichen Ziel motivierten Jugendlichen sei ein unvergessenes Erlebnis gewesen, erzählt Jean Philipp, ein 17-jähriger Schüler. Er sei nicht das letzte Mal in Lourdes gewesen. Auch seine Klassenkameradin Marie hat durchweg positive Erlebnisse aus dem Wallfahrtsort mitgebracht. Die gelebte Gemeinschaft insbesondere mit den anderen Jugendlichen aus vielen europäischen Ländeern habe einen tiefen Eindruck bei ihr hinterlassen.

Nach Beendigung der Schullaufbahn haben junge Menschen schon einen wichtigen Schritt in ihrem Leben getan. Natürlich stellt sich dann die Frage, was danach kommt. Studium? Ausbildung? Ein freiwilliges soziales Jahr? Für längere Zeit ins Ausland gehen? Anders gefragt, wie kann man seine Zeit sinnvoll nutzen und sich auf das spätere Berufsleben vorbereiten?

Für viele bietet sich vor diesem Hintergrund die Kombination eines Auslandsaufenthaltes mit sozialem Engagement an. Die eigenen Fremdsprachenkenntnisse erweitern, ein neues Land mit einer fremden Kultur kennen lernen, sich auf ein Abenteuer einlassen und trotzdem auch etwas Sinnvolles tun - Freiwilligenarbeit ist eine reizvolle Möglichkeit, genau diese Aspekte miteinander zu verbinden.

Neben Sprachkenntnissen und fachlich wertvollen Erfahrungen können die Freiwilligen aber noch mehr mitnehmen: Denn der Kontakt mit einer fremden Kultur fördert Flexibilität, Toleranz, Verantwortungsbewusstsein und die Selbstständigkeit in hohem Maße. Jeder Teilnehmer versetzt sich in die Denk- und Arbeitsweisen eines Projektes in einem fremden Land hinein, und wächst, dank dem Austausch mit gleichaltrigen jungen Menschen, stetig an seinen Erfahrungen. Es werden neue und praktische Kenntnisse während der Freiwilligenarbeit erworben und das vor allem völlig unabhängig von dem bisher vertrauten Umfeld. Für gewöhnlich ist diese Tätigkeit der erste längere Zeitraum, in dem junge Menschen ohne ihre Eltern ihre Erfahrungen sammeln können. Das Leben der Einheimischen wird nicht als Tourist kennen gelernt, sondern aus einem völlig neuen Blickwinkel erlebt. Kurzum, die Zeit im Ausland fördert die Selbständigkeit. Denn ohne ein gesundes Maß an Selbstorganisation wird es beispielsweise schwer, anderen Menschen bei der Bewältigung großer und kleiner Probleme zu helfen. Für das spätere Berufsleben sind die während der Freiwilligenarbeit erworbenen Qualifikationen somit von enormer Wichtigkeit. Die meisten Arbeitgeber schätzen diese Eigenschaften und Fertigkeiten, denn deutlicher kann Eigeninitiative nicht unter Beweis gestellt werden.

Freiwilligenarbeit im Ausland lässt sich daher am besten wie folgt zusammen fassen: Helfen, lernen und den eigenen Horizont erweitern. Weitere Informationen zum Thema Freiwilligenarbeit finden sich auf der Website von Stepin.

Seit dem 1. Januar 2011 ist er da, der Internationale Jugendfreiwilligendienst. Das Bundesfamilienministerium hat eine Richtlinie aufgestellt, die die Rahmenbedingungen für diesen Freiwilligendienst im Ausland vorgibt.
Der IJFD ermöglicht es Jugendlichen unabhängig von ihrer Schulbildung Auslandserfahrungen zu sammeln und eine neue Kultur kennen zu lernen. Dadurch wird die eigene Persönlichkeit gestärkt und die interkulturelle Zusammenarbeit wird ausgebaut.
Nur zugelassene Träger können diesen neuen Auslandsdienst anbieten. Sie können eine finanzielle Förderung erhalten.
Der Internationale Jugendfreiwilligendienst steht neben dem FSJ im Ausland.
Die Jugendlichen sind versicherungsrechtlich abzusichern und erfahren eine pädagogische Begleitung, die ihren Auslandsaufenthalt, der bis zu 18 Monaten dauern darf, vor- und nachbereitet.
Es werden Seminare veranstaltet, die für die Freiwilligen verpflichtend sind. Sie ehralten zudem kostenlose Unterkunft und Verpflegung sowie ein angemessenes Taschengeld. Auch ein Anspruch auf Urlaub besteht, der sich in der Dauer nach den örtlichen Gegebenheiten richtet.

Die Wege ins Ausland sind seit einigen Jahren so kurz und vielfältig wie nie zuvor. Gerade nach der Schule oder während des Studiums bieten sich jungen Erwachsenen zahlreiche Möglichkeiten für einen längeren Auslandsaufenthalt. Eine davon ist die Kombination aus Arbeiten und Reisen, das sogenannte Work and Travel bzw. die Working Holidays.

Arbeiten und Reisen im Ausland?
Die Vorteile der Kombination aus Work (Arbeiten) und Travel (Reisen) machen schnell deutlich, warum sich diese Variante seit einigen Jahre großer Beliebtheit erfreut: Im Gegensatz zu anderen Formen des Auslandsaufenthalts (z. B. mit einem Schüleraustausch oder als Au-pair) ist man nicht an einen Ort gebunden, sondern kann durch wechselnde Gelegenheitsjobs seine Reisekasse aufbessern und gleichzeitig das Gastland bereisen.

Working Holiday Visum
Einzige Bedingung ist der Besitz eines gültigen Working-Holiday-Visums (WHV). Als Bestandteil bilateraler Abkommen zwischen zwei Staaten erlaubt dieses Visum dem Inhaber einen längerfristigen Aufenthalt sowie eine zeitliche befristete Arbeit im jeweils anderen Land. Dabei existiert das Prinzip des WHV erst seit Sommer 1980, in dem Japan und Australien das erste Abkommen dieser Art besiegelten. Da sich dieses Pilotprojekt sehr erfolgreich entwickelte, folgten schon bald zahlreiche andere Länder nach. Allerdings ist jedes Working-Holiday-Visum an bestimmte Bedingungen geknüpft, die je nach Land variieren können:
  • Das Visum wird nur ein einziges Mal ausgestellt.
  • Deutsche Staatsbürgerschaft und gültiger Reisepass
  • Die Gültigkeit ist zumeist auf 12 Monate beschränkt.
  • Der Reisende darf bei der Beantragung nicht älter als 30 Jahre alt sein. Ausnahme ist hier Kanada, wo das WHV bis 35 Jahre ausgestellt wird.
  • Bei der Einreise muss eine finanzielle Sicherheit vorhanden sein.
  • Der Antragsteller darf nicht von Kindern begleitet werden bzw. muss kinderlos sein.
Der Klassiker ist nach wie vor das Work and Travel in Australien, aber auch Work and Travel Kanada und Work and Travel Neuseeland sind in den letzten Jahren – neben einigen anderen Ländern - für viele Interessenten zu attraktiven Alternativen geworden

Dass der Jakobsweg heutzutage in aller Munde ist, hat sich seit dem Buch von Hape Kerkeling, Ich bin dann mal weg, herumgesprochen. Aber auch die Schulen greifen dieses Thema jetzt auf. Und nicht nur im Religionsunterricht. So hat nun eine Schule in NRW, ein Gymnasium, beschlossen, einen Abschnitt des Jakobsweges auf einer Klassenfahrt nach Spanien zu begehen und die dort gemachten Erfahrungen zu sammeln und schulisch weiter zu verarbeiten. Das ist ein nicht zu kleines Experiment. Denn es pilgern von Burgos in Spanien Schüler unterschiedlicher Kofessionen und Weltanschauungen. Und alle wollten freiwillig mit. Das zeigt, dass der Jakobsweg und das Pilgern mehr ist, als eine religöse Erfahrung oder ein religiöser Aspekt des Lebens. Hier geht es um den einzelnen. Jeder Schüler verfolgt eine andere Intention mit seiner kleinen Pilgerreise.

Möglichst früh Auslandserfahrungen zu sammeln, dass propagieren immer mehr Pädagogen und Berufsberater. Deshalb ist ein Schüleraustausch, vorzugsweise in der 11. Klasse des Gymnasiums, sehr beliebt, eine Gastfamilie im Ausland ist gefragt. Leider ist er auch kostspielig. Doch für viele jugendlichen Schüler ist er die Möglichkeit, die eigene Persönlichkeit zu entwickeln, eine Fremdsprache näher kennen zu lernen und andere Kulturen zu erkunden. Es werden Freundschaften geknüpft und die Selbständigkeit des Schülers wird gefördert. Die Frage ist, warum wird der Schüleraustausch im Ausland nicht weiter ausgebaut. Warum kann er nicht kostengünstiger und vor allem, für alle Kinder, angeboten werden? Hier fehlen noch Ideen und Programme. Es soll keine Pflicht werden, aber Option, die von jedem Kind gewählt werden darf. Das ist ein Aufruf an die Schulpolitik, die hier tätig werden muss.

Das Sprachportal bab.la und das Sprachenblog Lexiophiles haben die Top 100 Blogs von Austauschschülern, Studenten und Expats gekürt. Dabei ist eine bunte Mischung von Blogs herausgekommen, die mittels Blogbeiträgen, Videos, Podcasts etc. über den "Alltag im Ausland" berichten: Ängste, Erfolge, Probleme beim Lernen der Sprache, beim Verstehen der Kultur und Integration in das Land werden thematisiert.

Alle Top 100 Blogs wurden auf einer Google Karte festgehalten. Mit der Zoom-Funktion kann man jedes Land und die entsprechenden Blogs ansehen.

Begonnen mit der Teilnahme von 12 Schulen wurde das Modell 1993 von Anfang an in Zusammenarbeit mit dem guatemaltekischen Staat durchgeführt.
In Guatemala gibt es natürlich normale staatliche Schulen und eine Menge Privatschulen wie zb. das Instituto Austriaco Guatemalteco.
Viele Menschen hier haben aber weder die Möglichkeit noch das Geld Ihre Kinder auf eine dieser Schulen zu senden. Sie sind auf Aktivitäten der UNICEF und anderen Organisationen angewiesen.

„Haben Sie schon gegessen?“

„Die Chinesische Schrift und Sprache scheint für viele nach wie vor ein Rätsel zu sein. Oft genug blicke ich in erstaunte Gesichter, wenn ich mich mit chinesischen Freunden auf Chinesisch unterhalte oder in Schriftzeichen kommuniziere“, sagt Tobias Zrowotke, Projektmitarbeiter im Bereich Interkulturelle Kommunikation bei IKUD® Seminare.

Sich mit Chinesen in ihrer Muttersprache zu unterhalten ist die eine Sache. Interkulturelles Handeln ist die andere Sache. Speziell von China-erfahrenen Deutschen hört man oft, wie sehr die Verhaltens- und Handlungsweisen der Chinesen bei deutsch-chinesischen Begegnungen für Befremdung und Überraschung sorgen können. Besonders deutlich wird dies bei Äußerung von Bitten, Wünschen und Ablehnungen seitens des chinesischen Gesprächspartners. Hierbei kommen routinierte Sprechhandlungen zum Einsatz. Wenn auf chinesischer Seite zum Beispiel keine konkrete Aussage gemacht werden kann oder keine Entscheidung getroffen werden will, dann vermeidet man Aussagen wie „Ich kann jetzt nichts Konkretes sagen“ oder „Ich kann jetzt noch keine Entscheidung treffen“. Stattdessen sagt man: „Über diese Frage müssen wir noch mal nachdenken“. Aus deutscher Sicht wird dies schnell als „ausweichend weitschweifige Blumigkeit“ aufgefasst.

Genau hier liegt die Gefahr von Missinterpretation, denn voreilige Beurteilungen bestimmter Äußerungen können leicht zu falschen Schlussfolgerungen führen. Der Grund liegt im mangelnden Wissen über Kommunikationsregeln, die im chinesischen Handlungsmuster manifestiert sind. Es sind die routinierten Sprechhandlungen der Akteure, die oft problematisch bei kulturellen Überschneidungssituationen und letztlich Ursache für interkulturelle Missverständnisse sind, um nur einen Aspekt interkulturellen Handelns zu nennen.

Doch das soll nicht bedeuten, dass die deutsch-chinesische Kommunikation von Vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Wichtig ist es sich Kenntnisse der kulturhistorischen verankerten und gesellschaftlich bedingten Wertesysteme und Sozialordnung anzueignen. Erst dann ist man in der Lage, routinierte Handlungen mit ihrer rituellen Bedeutung zu verstehen. Wenn Sie zum Beispiel Ihr chinesischer Gesprächspartner fragt „Haben Sie schon gegessen?“, dann wird er sehr wahrscheinlich weder wissen wollen, ob sie tatsächlich schon gegessen haben, noch soll dies eine Einladung zum Essen sein. Es ist lediglich als routinierte Höflichkeitsfloskel im chinesischen Alltag bei der Begrüßung zu verstehen. Für Chinesen selbstverständlich, kann schon allein dieser kurze Satz im interkulturellen Kontext nicht bzw. falsch verstanden werden, wenn der Gesprächspartner den Satz wörtlich nehmen würde, ohne die kulturspezifische Ausdrucks- und damit verbundene Verhaltensweise zu kennen.

Diese Problematik in der interkulturellen Kommunikation trifft nicht allein für China zu. Arbeiten Menschen verschiedener kultureller Prägung mit unterschiedlichen Norm- und Wertvorstellungen zusammen, kommt es häufig zu interkulturellen Missverständnissen. Das gilt sowohl für Japan und Indien genauso wie für Frankreich und England. Diesen vorzubeugen, ist eine Aufgabe interkultureller Trainings. IKUD® Seminare, Weiterbildungsunternehmen aus der Universitätsstadt Göttingen steht für Inter-Kultur und Didaktik und ist die professionelle Antwort auf den steigenden Trainings-, Coachings- sowie Beratungsbedarf auf dem Gebiet internationaler Zusammenarbeit. Neben der zertifizierten „Ausbildung zum interkulturellen Trainer (m/w) in 5 Modulen“, werden dort auch länderspezifische Seminare angeboten, beispielsweise für Russland, Indien und die USA.

Den ganzen Artikel finden Sie unter Kompetenz interkulturell: Umgang mit internationalen Geschäftspartnern


 
 
 
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