News.com-Interview mit Dave Winer über seinen Job in Harvard. Er meint, Weblogs hätten den Journalismus revolutioniert, jetzt werden sie das Bildungswesen revolutionieren. Das klingt mir alles zu euphorisch. Als Radio, Fernsehen oder Internet neu waren, hatte man das gleiche geglaubt.
Kommentare:
# Moe schrieb am 25. Feb, 18:15:
Da ist was dran.
Das stimmt. Dieser Fehler wird leider immer wieder gemacht: Man schreibt einem neuen Medium per se genuine Qualitäten zu, von denen man hofft, dass sie ab sofort das Lernen quasi von alleine beschleunigen, erleichtern oder verbessern, darauf folgt dann wieder eine Phase der Ernüchterung und man beginnt erst dann sich systematisch über die didaktische Anwendung eben dieser Medien, und dem was sie vielleicht leisten können, Gedanken zu machen. Leider kommt meist nicht allzuviel dabei heraus und die Aussagen bewegen sich gar zu oft zwischen relativierend, normativ und trivial. Dennoch (oder gerade deshalb) ist eine sinnvolle Analyse der Anwendungsmöglichkeiten unumgänglich. Dies schliesst ein Stadium der Exploration, so wie in Harvard, mit ein. Vielleicht sind Weblogs (zumindest in Harvard) an den Unis in ein paar Jahren ja der absolute Standard. Vielleicht aber verschwinden sie auch so schnell wieder aus den Unis, wie sie gekommen sind.
Dennoch haben ja auch alle anderen bisherigen Medien irgendwie ihren festen Platz im Bildungswesen.
Bei den Weblogs nun müsste man vielleicht auch abwägen zwischen Lernen und Knowledge Management, im Bezug auf ersteres gibt es ja immer noch nicht viel mehr als weisse Flecken auf der Landkarte ;)








