# Silke Rische (Gast) schrieb am 31. Okt, 12:27:
Lebenslang lernen: Daran führt kein Weg vorbei!
Unsere Gesellschaft hat sich zu einer Informationsgesellschaft entwickelt, in der immer mehr Wissen jederzeit abrufbar ist und erworbenes Wissen immer schneller überholt ist. Wissen muss ständig aufgefrischt werden
Die Internationalisierung schreitet voran und durchdringt das Alltags- und Berufslebens sowie Wissenschaft und Technik. Der Bedarf nach neuem Wissen und mehr Information wächst stetig. Erworbenes Wissen reicht schon lange nicht mehr für ein ganzes Berufsleben, sondern muss immer wieder aufgefrischt, aktualisiert und erweitert werden. Manchmal muss es sogar komplett über den Haufen geworfen werden.
Viele Unternehmen haben inzwischen erkannt, wie wichtig es ist, lebenslang zu lernen und ihren Mitarbeitern dies zu ermöglichen (z.B. durch Seminare, Kurse, Weiterbildungen, Sprachtrainings u.v.m.). Das lebenslange bzw. lebensbegleitende Lernen tritt an die Stelle des Vorbereitungs- und Berechtigungslernens.
Die Maastrichter EU-Verträge sind die Grundlage für das lebenslange Lernen in Europa. Wissen und lebenslanges Lernen werden als Schlüssel zu mehr Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung definiert.
Herzlich willkommen auf dem Weg in die kognitve Gesellschaft!
Dies hat auch Auswirkungen auf die Erwachsenenbildung. Als inhaltliche Ziele von Erwachsenenbildung werden heute gefordert: das Wahrnehmen und Verstehen von Dingen erhöhen, Bewusstsein und Kreativität verbessern, Urteils- und Entscheidungsfähigkeit entwickeln, Basiswissen (Lesen, Schreiben, Rechnen, Fremdsprachen und Umgang mit Medien) vertiefen und soziale Fähigkeiten unterstützen.
Auf europäischer Ebene sind Mobilität, Mehrsprachigkeit, Internationalität und Informationsvielfalt gefordert. Dies führt auch zu einer Wende im Fremdsprachenunterricht. Das reine Eintrichtern von Wissen gehört der Vergangenheit an, da es nicht reicht, um sich auf internationalem Parkett angemessen zu bewegen. Außerdem schafft es keine lebendigen und nachhaltigen Lernkulturen, wie sie für nachhaltigen Lernerfolg erforderlich sind.
In die Erwachsenenbildung von heute müssen neueste Erkenntnisse der Gehirnforschung einfließen. Die Lernenden müssen zu autonomem Lernen angeregt werden. Beim Fremdsprachenerwerb liegt der Schwerpunkt auf dem berufsorientierten Sprachenlernen – vor allem Englisch – und auch international anerkannte Zertifikate werden immer wichtiger.
Methodenkoffer erweitern
Erwachsenenbildung gelingt dann am besten, wenn die Teilnehmer selbstgesteuert und aktiv lernen, Probleme lösen, verschiedene Situationen kennenlernen und in sozialem Austausch lernen. Der Dozent bzw. Trainer wird zum Lernbegleiter, der mit vielfältigen Methoden die Lernenden anregt, selbst aktiv zu werden und eigenverantwortlich Wissen zu erwerben.
Auf den Kreativ-Treffs im Regionalforum der Deutschen Gesellschaft für Suggestopädisches Lehren und Lernen e.V. bieten wir eine Plattform zum Austausch für Dozenten, Trainer und Wissensvermittler, stellen neue Methoden vor und möchten dazu auffordern, methodisch vielfältiger zu agieren. Denn auch das ist notwendig, damit lebenslanges Lernen gelingen und Spaß machen kann!








