Das in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebene Recht auf Bildung wird laut Kinderhilfswerk in Deutschland nur unzureichend umgesetzt. Viele Kinder aus benachteiligten Familien hätten immer noch weniger Bildungschancen.
BERLIN - Nach wie vor haben Mädchen und Jungen aus benachteiligten Familien nach Angaben des Kinderhilfswerks geringere Chancen auf Bildung und sozialen Aufstieg. Erziehungswissenschaftlerin Nadia Kutscher von der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen warnte davor, "Mittelschicht-Bildungsvorstellungen unreflektiert als Maßstab für alle" anzusetzen.
Statt Eltern auf diese Weise unter Druck zu setzen und sie mit immer mehr Verantwortung für die Bildung ihrer Kinder zu überfrachten, die sie in ihrem sozialen, kulturellen und ökonomischen Umfeld vielfach gar nicht verwirklichen können, bräuchten die Betroffenen mehr materielle, strukturelle und personelle Unterstützung, so die Aachener Wissenschaftlerin bei der Vorstellung des "Kinderreports 2010" am Mittwoch in Berlin. Gerade Familien aus sozial benachteiligten Milieus müssten heute enorm viel leisten, um ihre Kinder unter teils widrigen Umständen großzuziehen. Besonders betroffen seien auch Migrantenfamilien.
Appell an Politik
Vor diesem Hintergrund appellierte das Deutsche Kinderhilfswerk an die Politik, die Bildungsausgaben deutlich zu erhöhen. "Der Ausbau von Ganztags- und Gemeinschaftsschulen, die Erweiterung der Lernmittelfreiheit und Mitbestimmungsrechte von Schülerinnen und Schülern, müssen absolute Priorität haben", erklärte Präsident Thomas Krüger. Insgesamt sei ein "nach oben durchlässiges Schulsystem" notwendig, das auch individuelle Förderprogramme ermöglicht.
Dringenden Handlungsbedarf nennt der Kinderreport auch bei der frühzeitigen Vermittlung von Medienkompetenzen, der Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz und der Kinderarmut, die sich bei rund drei Millionen Kindern eingependelt habe. Die vor 20 Jahren verabschiedete UN-Kinderrechtskonvention müsse "endlich mit Leben erfüllt werden", betonte Krüger. Das Deutsche Kinderhilfswerk wurde 1972 in München gegründet und setzt sich seitdem für die Rechte von Kindern ein.
Quelle: http://bildung24.cwsurf.de/blog/36-news/130-hilfswerk-kritisiert-ungleiche-chancen
BERLIN - Nach wie vor haben Mädchen und Jungen aus benachteiligten Familien nach Angaben des Kinderhilfswerks geringere Chancen auf Bildung und sozialen Aufstieg. Erziehungswissenschaftlerin Nadia Kutscher von der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen warnte davor, "Mittelschicht-Bildungsvorstellungen unreflektiert als Maßstab für alle" anzusetzen.
Statt Eltern auf diese Weise unter Druck zu setzen und sie mit immer mehr Verantwortung für die Bildung ihrer Kinder zu überfrachten, die sie in ihrem sozialen, kulturellen und ökonomischen Umfeld vielfach gar nicht verwirklichen können, bräuchten die Betroffenen mehr materielle, strukturelle und personelle Unterstützung, so die Aachener Wissenschaftlerin bei der Vorstellung des "Kinderreports 2010" am Mittwoch in Berlin. Gerade Familien aus sozial benachteiligten Milieus müssten heute enorm viel leisten, um ihre Kinder unter teils widrigen Umständen großzuziehen. Besonders betroffen seien auch Migrantenfamilien.
Appell an Politik
Vor diesem Hintergrund appellierte das Deutsche Kinderhilfswerk an die Politik, die Bildungsausgaben deutlich zu erhöhen. "Der Ausbau von Ganztags- und Gemeinschaftsschulen, die Erweiterung der Lernmittelfreiheit und Mitbestimmungsrechte von Schülerinnen und Schülern, müssen absolute Priorität haben", erklärte Präsident Thomas Krüger. Insgesamt sei ein "nach oben durchlässiges Schulsystem" notwendig, das auch individuelle Förderprogramme ermöglicht.
Dringenden Handlungsbedarf nennt der Kinderreport auch bei der frühzeitigen Vermittlung von Medienkompetenzen, der Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz und der Kinderarmut, die sich bei rund drei Millionen Kindern eingependelt habe. Die vor 20 Jahren verabschiedete UN-Kinderrechtskonvention müsse "endlich mit Leben erfüllt werden", betonte Krüger. Das Deutsche Kinderhilfswerk wurde 1972 in München gegründet und setzt sich seitdem für die Rechte von Kindern ein.
Quelle: http://bildung24.cwsurf.de/blog/36-news/130-hilfswerk-kritisiert-ungleiche-chancen
einervonvielen am 25. November 2009, 16:58 - Rubrik: Bildungspolitik








