Am kommenden Dienstag soll sie erklingen. Die selbst ernannte „Stimme der Hochschulen“. So jedenfalls nennt sich die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die an jenem Tag in Leipzig zu ihrer Mitgliederversammlung zusammen kommt. Eingeladen hat sie dazu nun auch die Sprecherinnen und Sprecher des StutentInnerates (StuRa).
„Besser spät als nie“ kam den Hochschulrektoren offenbar die Einsicht, dass man sich in schwierigen Zeiten und Bildungsstreiks allenthalben den Studierenden nicht verschließen sollte. Den offenen Dialog hatte die HRK zwar schon vor rund zwei Wochen erbeten, die Einladung zur nichtöffentlichen Tagung an den StuRa kam jetzt aber erst kurz vor der Angst.
Und weil die Stimme der über 30.000 Studierenden in Leipzig mindestens genauso laut zu schreien vermag, wie die der 256 Mitgliedshochschulen in der HRK, hat sie eben jener per offenem Brief gleich noch ein paar Forderungen mit ins Ohr gebrüllt, ehe der StuRa denn tatsächlich an der Versammlung teilnehmen werde. Als da wären:
1. Die HRK erkennt an, dass sie in der derzeitigen Zusammensetzung die Vertretung der RektorInnen und PräsidentInnen ist und bezeichnet sich fortan nicht als „Die Stimme der Hochschulen“.
2. Die HRK tagt ab sofort öffentlich.
3. Die HRK bekennt sich zur Studiengebührenfreiheit und spricht sich gegen Zulassungsbeschränkungen aus. Des Weiteren fördert sie die studentische Mitbestimmung an den Hochschulen bundesweit im Sinne einer demokratischen Bildungspolitik.
4. Die HRK setzt sich für eine grundlegende Überarbeitung der derzeitigen Umsetzung des Bologna-Prozesses ein.
Darin enthalten also auch in den Punkten 3 und 4 so ziemlich genau die Parolen, die derzeit landauf, landab von Tausenden Studenten in besetzten Hörsälen und auf Demonstrationen immer wieder wiederholt werden. Kaum denkbar, dass sich die HRK darauf einlässt, wäre das doch eine gänzliche Abkehr von der bisherigen Marschroute.
Plakataufruf für die Studenten-Demo_ Keine Stimme ohne uns.Weil das auch der StuRa weiß und die eigene Nichtteilnahme offenbar fest einplant, gibt’s obendrauf gleich noch die Einladung an die HRK, am Abend des 24. November nach der Demo „Keine Stimme ohne uns – Für eine demokratische Bildungspolitik“ in der Universitätsstraße ans Offene Mikrofon zu treten, und den Dialog einzuleiten, den man so „vehement“ selbst sucht. Ob man verhärtete Fronten so aufzuweichen vermag, darf zumindest bezweifelt werden.
Fest steht: Am Dienstag werden in Leipzig die Rektoren tagen und die Studenten protestieren. Es wird um Sinn und Unsinn von Studiengebühren und Zulassungsbeschränkungen gehen, bei den einen wie bei den anderen. Es wird um die Bologna-Reform gehen und darum, ob man die Fehler der Vergangenheit aussitzen oder beheben will und muss. Vermutet werden darf auch, dass beide Lager kaum einen gemeinsamen Nenner finden werden. Was sie über kurz oder lang aber müssen, denn ohne den einen kann der andere nicht sein. Gespannt sein darf man in jedem Falle.
Mehr Infos zur Demo „Keine Stimme ohne uns!“ am Dienstag ab 13 Uhr am Hauptbahnhof/Ostseite: www.kssnet.de
Mehr Infos zum StuRa und der HRK im Netz: www.stura.uni-leipzig.de, www.hrk.de
Quelle: http://bildung24.cwsurf.de/blog/36-news/87-wie-weiter-mit-der-bildung-der-stura-fordert-die-hochschulrektoren-heraus
„Besser spät als nie“ kam den Hochschulrektoren offenbar die Einsicht, dass man sich in schwierigen Zeiten und Bildungsstreiks allenthalben den Studierenden nicht verschließen sollte. Den offenen Dialog hatte die HRK zwar schon vor rund zwei Wochen erbeten, die Einladung zur nichtöffentlichen Tagung an den StuRa kam jetzt aber erst kurz vor der Angst.
Und weil die Stimme der über 30.000 Studierenden in Leipzig mindestens genauso laut zu schreien vermag, wie die der 256 Mitgliedshochschulen in der HRK, hat sie eben jener per offenem Brief gleich noch ein paar Forderungen mit ins Ohr gebrüllt, ehe der StuRa denn tatsächlich an der Versammlung teilnehmen werde. Als da wären:
1. Die HRK erkennt an, dass sie in der derzeitigen Zusammensetzung die Vertretung der RektorInnen und PräsidentInnen ist und bezeichnet sich fortan nicht als „Die Stimme der Hochschulen“.
2. Die HRK tagt ab sofort öffentlich.
3. Die HRK bekennt sich zur Studiengebührenfreiheit und spricht sich gegen Zulassungsbeschränkungen aus. Des Weiteren fördert sie die studentische Mitbestimmung an den Hochschulen bundesweit im Sinne einer demokratischen Bildungspolitik.
4. Die HRK setzt sich für eine grundlegende Überarbeitung der derzeitigen Umsetzung des Bologna-Prozesses ein.
Darin enthalten also auch in den Punkten 3 und 4 so ziemlich genau die Parolen, die derzeit landauf, landab von Tausenden Studenten in besetzten Hörsälen und auf Demonstrationen immer wieder wiederholt werden. Kaum denkbar, dass sich die HRK darauf einlässt, wäre das doch eine gänzliche Abkehr von der bisherigen Marschroute.
Plakataufruf für die Studenten-Demo_ Keine Stimme ohne uns.Weil das auch der StuRa weiß und die eigene Nichtteilnahme offenbar fest einplant, gibt’s obendrauf gleich noch die Einladung an die HRK, am Abend des 24. November nach der Demo „Keine Stimme ohne uns – Für eine demokratische Bildungspolitik“ in der Universitätsstraße ans Offene Mikrofon zu treten, und den Dialog einzuleiten, den man so „vehement“ selbst sucht. Ob man verhärtete Fronten so aufzuweichen vermag, darf zumindest bezweifelt werden.
Fest steht: Am Dienstag werden in Leipzig die Rektoren tagen und die Studenten protestieren. Es wird um Sinn und Unsinn von Studiengebühren und Zulassungsbeschränkungen gehen, bei den einen wie bei den anderen. Es wird um die Bologna-Reform gehen und darum, ob man die Fehler der Vergangenheit aussitzen oder beheben will und muss. Vermutet werden darf auch, dass beide Lager kaum einen gemeinsamen Nenner finden werden. Was sie über kurz oder lang aber müssen, denn ohne den einen kann der andere nicht sein. Gespannt sein darf man in jedem Falle.
Mehr Infos zur Demo „Keine Stimme ohne uns!“ am Dienstag ab 13 Uhr am Hauptbahnhof/Ostseite: www.kssnet.de
Mehr Infos zum StuRa und der HRK im Netz: www.stura.uni-leipzig.de, www.hrk.de
Quelle: http://bildung24.cwsurf.de/blog/36-news/87-wie-weiter-mit-der-bildung-der-stura-fordert-die-hochschulrektoren-heraus
einervonvielen am 22. November 2009, 14:13 - Rubrik: Bildungspolitik








