Lebenssinn entsteht aus den Bedingungen, die Menschen, besonders während ihres frühen Heranwachsens erfahren und ist eine meist unbewusste Verdichtung daraus. Unbewusst ist uns die Verdichtung einfach deshalb, weil sie ‚nur’ die gewohnten Strategien beinhaltet, die man im Umgang mit den jeweiligen Lebensbedingungen gelernt hat. Dies bedeutet, dass wir alle im alltäglichen Denken und Tun einem Lebenssinn folgen, der uns gerade weil wir so daran gewöhnt sind nicht oder nur diffus bewusst ist.
Bei genauerer Betrachtung setzt sich der Lebenssinn aus den Prinzipien der jeweiligen Kultur zusammen, die von jedem Einzelnen als (Über-)Lebensregeln der ihn umgebendenden Gemeinschaft (Eltern, Schule, Freunde, Vereine, Arbeitgeber, ….) aufgenommen werden. Diese Regeln beinhalten für alle Lebensbereiche Bedeutungen von ‚wertvoll’ bzw. ‚wertlos’. Kulturelle Regeln bewerten sowohl den persönlichen und sprachlichen Ausdruck, Verhaltensweisen gegenüber anderen, wirtschaftliche, politische und wissenschaftliche Systeme als auch moralische und religiöse Sichtweisen auf das Leben selbst. Lebensregeln und -prinzipien bilden die Grundlage dafür, wie wir Wirklichkeit in all unseren Lebensbereichen wahrnehmen, was uns als gut bzw. schlecht/böse, was uns als richtig oder falsch erscheint.
Unsere Einstellungen und Überzeugungen ‚was sinnvolles Leben ist’ bzw. ‚worum es im Leben geht’ bilden sich also aus den kulturellen (Be-)Wertesystemen. In jeder menschlichen Kultur- bzw. Bewusstseinsepoche sind solche Wertesysteme entstanden und haben mit ihren jeweiligen Strategien den Lebenssinn der meisten Menschen dieser Zeit geprägt. Die überlebens- relevanten Strategien aus jeder Entwicklungsepoche des Bewusstseins werden als genetische Codes über die Generationen weitervererbt und sind daher auch heute noch grundsätzlich jedem Menschen zugänglich.
Der immanente Lebenssinn des Homo Sapiens vor ca. dreißig bis hunderttausend Jahren war es, die eigene Familienbande vor bösen Geistern zu schützen bzw. die guten Geister gnädig zu stimmen und mit Opfergaben zufrieden zu stellen. Der Anführer einer Sippe hatte im Bewusstsein dieser Menschen eine besonders intensive Verbindung zu den Geistern, weswegen sich die anderen Familienmitglieder seinen Regeln und Ritualen unterordneten. In dieser Entwicklungsphase lernte der Mensch, dass sein Überleben von der Macht geistiger Wesen und den magischen Fähigkeiten des Sippenführers abhängig ist.
In der Epoche ungefähr zwischen 5000 v. Chr. bis 1300 n. Chr. nahmen Institutionen wie Monarchien und Religionen die Rolle von Sippenführern ein. Die Gesetze und Vorschriften dieser Autoritäten bildeten die Grundlage für die moralische Lebensweise eines Bürgers. Der Lebenssinn der Menschen zu dieser Zeit war es also, die vorgegebenen Regeln genau einzuhalten und sich dadurch das Wohlwollen ihrer Könige oder Bischöfe zu sichern. In dieser Zeit lernte das menschliche Bewusstsein vor allem Strategien, wie es durch Anpassung an die Vorgaben äußerer Autoritäten den eigenen Wohlstand steigern kann.
Erst ungefähr im 15. Jahrhundert n. Chr. begann die Mehrheit der Menschen im westlichen Teil der Welt sich langsam aus der existenziellen Abhängigkeit von äußeren Autoritäten zu befreien und ihre eigenen Kräfte zur Steigerung ihres Wohlergehens zu entdecken. In dieser Zeit entwickelte das menschliche Bewusstsein vor allem Strategien dafür, wie es am schnellsten, größtmöglichen Erfolg durch den Einsatz eigener Ressourcen erzielen kann. Eine Regel dieser Bewusstseinsepoche ist es, die Nutzung eigener und fremder Ressourcen dem Erfolg bzw. Ergebnis unterzuordnen. Das individuelle Erfolgsstreben dieser Epoche führte über Jahrhunderte zu vielen bahnbrechenden Erfindungen, die vor allem den materiellen Wohlstand der westlichen Menschen in einer vorher ungeahnten Weise steigerten. Der Lebenssinn der Menschen in dieser Bewusstseinsepoche - und die meisten von uns sind noch aktiver Teil davon - ist es die beste und schnellste Lösung für ein größtmögliches Maß an Wohlstand zu finden.
In Deutschland beginnt die (19)`68er-Generation ein Bewusstsein für die Nachteile des ‚Erfolgswahns’ zu schaffen. In den folgenden Jahrzehnten machen zudem unzählige Energie- Umwelt- und Wirtschaftskrisen immer dringlicher die komplexen, existenzbedrohenden Probleme deutlich, die durch ressourcenverbrauchendes Wohlstandsstreben entstanden sind. Der globale CO2-Anstieg oder die weltweite Finanzkrise sind nur die aktuellsten Beispiele dafür.
Heute stehen wir an der Schwelle zu einer Bewusstseinsepoche, in der vielen Menschen klar wird, dass Erfolg, der auf Vernichtung eigener und fremder Ressourcen aufbaut, langfristig das Wohlergehen aller Beteiligten gefährdet oder gar zerstört. Zur Sicherung der Lebensfähigkeit nachfolgender Generationen, ist es dringend notwendig neue Prinzipien und Strategien für Wohlergehen zu finden. Und angesichts des immensen Potentials unseres Erfolgsstrebens, erscheint es durchaus als wahrscheinlich, dass es uns gelingt, die durch uns selbst geschaffenen Probleme zu lösen und zu lebensfähigeren Formen von Wohlergehen zu finden. Der Lebenssinn, der in der gerade aufsteigenden Bewusstseinsepoche entstehen könnte lautet, ‚Ich trage mit meinen Fähigkeiten und Talenten dazu bei, die globalen Probleme zu lösen, damit auch es auch meinen Kindern und Enkeln in ihrem Leben noch gut geht’.
Nur wenn es sehr vielen Menschen gelingt, sich gleichzeitig sowohl auf ihre ganz persönlichen und kreativen Fähigkeiten als auch auf die Bedingungen ihrer globalen Umwelt zu besinnen, besteht langfristig die Chance, ein Wohlergehen aller Menschen und lebensrelevanten Systeme zu ermöglichen. Aus dieser Perspektive könnten dann zunehmend mehr Menschen die Frage beantworten ‚Zur Lösung welcher Probleme will ich mit meinen Fähigkeiten beitragen?’, oder ‚Was werde ich in die Welt bringen, damit bestehende Probleme gelöst werden?’
Haben Sie schon Antworten auf diese Fragen?
In meinen Seminaren Potentiale des Bewusstseins im 21. Jahrhundert http://www.systemische-kommunikation.com/bewusstseinsentwicklung.php#seminar1 lade ich Sie herzlich dazu ein, sich Ihrer, bereits vorhandenen, Antwort bewusst zu werden (sh. dazu auch Blog Oktober 2009: ‚Kohärenz im Bewusstsein’) und dadurch neuen Sinn, neue Kraft und neue Leidenschaft in Ihr Leben zu bringen
Bei genauerer Betrachtung setzt sich der Lebenssinn aus den Prinzipien der jeweiligen Kultur zusammen, die von jedem Einzelnen als (Über-)Lebensregeln der ihn umgebendenden Gemeinschaft (Eltern, Schule, Freunde, Vereine, Arbeitgeber, ….) aufgenommen werden. Diese Regeln beinhalten für alle Lebensbereiche Bedeutungen von ‚wertvoll’ bzw. ‚wertlos’. Kulturelle Regeln bewerten sowohl den persönlichen und sprachlichen Ausdruck, Verhaltensweisen gegenüber anderen, wirtschaftliche, politische und wissenschaftliche Systeme als auch moralische und religiöse Sichtweisen auf das Leben selbst. Lebensregeln und -prinzipien bilden die Grundlage dafür, wie wir Wirklichkeit in all unseren Lebensbereichen wahrnehmen, was uns als gut bzw. schlecht/böse, was uns als richtig oder falsch erscheint.
Unsere Einstellungen und Überzeugungen ‚was sinnvolles Leben ist’ bzw. ‚worum es im Leben geht’ bilden sich also aus den kulturellen (Be-)Wertesystemen. In jeder menschlichen Kultur- bzw. Bewusstseinsepoche sind solche Wertesysteme entstanden und haben mit ihren jeweiligen Strategien den Lebenssinn der meisten Menschen dieser Zeit geprägt. Die überlebens- relevanten Strategien aus jeder Entwicklungsepoche des Bewusstseins werden als genetische Codes über die Generationen weitervererbt und sind daher auch heute noch grundsätzlich jedem Menschen zugänglich.
Der immanente Lebenssinn des Homo Sapiens vor ca. dreißig bis hunderttausend Jahren war es, die eigene Familienbande vor bösen Geistern zu schützen bzw. die guten Geister gnädig zu stimmen und mit Opfergaben zufrieden zu stellen. Der Anführer einer Sippe hatte im Bewusstsein dieser Menschen eine besonders intensive Verbindung zu den Geistern, weswegen sich die anderen Familienmitglieder seinen Regeln und Ritualen unterordneten. In dieser Entwicklungsphase lernte der Mensch, dass sein Überleben von der Macht geistiger Wesen und den magischen Fähigkeiten des Sippenführers abhängig ist.
In der Epoche ungefähr zwischen 5000 v. Chr. bis 1300 n. Chr. nahmen Institutionen wie Monarchien und Religionen die Rolle von Sippenführern ein. Die Gesetze und Vorschriften dieser Autoritäten bildeten die Grundlage für die moralische Lebensweise eines Bürgers. Der Lebenssinn der Menschen zu dieser Zeit war es also, die vorgegebenen Regeln genau einzuhalten und sich dadurch das Wohlwollen ihrer Könige oder Bischöfe zu sichern. In dieser Zeit lernte das menschliche Bewusstsein vor allem Strategien, wie es durch Anpassung an die Vorgaben äußerer Autoritäten den eigenen Wohlstand steigern kann.
Erst ungefähr im 15. Jahrhundert n. Chr. begann die Mehrheit der Menschen im westlichen Teil der Welt sich langsam aus der existenziellen Abhängigkeit von äußeren Autoritäten zu befreien und ihre eigenen Kräfte zur Steigerung ihres Wohlergehens zu entdecken. In dieser Zeit entwickelte das menschliche Bewusstsein vor allem Strategien dafür, wie es am schnellsten, größtmöglichen Erfolg durch den Einsatz eigener Ressourcen erzielen kann. Eine Regel dieser Bewusstseinsepoche ist es, die Nutzung eigener und fremder Ressourcen dem Erfolg bzw. Ergebnis unterzuordnen. Das individuelle Erfolgsstreben dieser Epoche führte über Jahrhunderte zu vielen bahnbrechenden Erfindungen, die vor allem den materiellen Wohlstand der westlichen Menschen in einer vorher ungeahnten Weise steigerten. Der Lebenssinn der Menschen in dieser Bewusstseinsepoche - und die meisten von uns sind noch aktiver Teil davon - ist es die beste und schnellste Lösung für ein größtmögliches Maß an Wohlstand zu finden.
In Deutschland beginnt die (19)`68er-Generation ein Bewusstsein für die Nachteile des ‚Erfolgswahns’ zu schaffen. In den folgenden Jahrzehnten machen zudem unzählige Energie- Umwelt- und Wirtschaftskrisen immer dringlicher die komplexen, existenzbedrohenden Probleme deutlich, die durch ressourcenverbrauchendes Wohlstandsstreben entstanden sind. Der globale CO2-Anstieg oder die weltweite Finanzkrise sind nur die aktuellsten Beispiele dafür.
Heute stehen wir an der Schwelle zu einer Bewusstseinsepoche, in der vielen Menschen klar wird, dass Erfolg, der auf Vernichtung eigener und fremder Ressourcen aufbaut, langfristig das Wohlergehen aller Beteiligten gefährdet oder gar zerstört. Zur Sicherung der Lebensfähigkeit nachfolgender Generationen, ist es dringend notwendig neue Prinzipien und Strategien für Wohlergehen zu finden. Und angesichts des immensen Potentials unseres Erfolgsstrebens, erscheint es durchaus als wahrscheinlich, dass es uns gelingt, die durch uns selbst geschaffenen Probleme zu lösen und zu lebensfähigeren Formen von Wohlergehen zu finden. Der Lebenssinn, der in der gerade aufsteigenden Bewusstseinsepoche entstehen könnte lautet, ‚Ich trage mit meinen Fähigkeiten und Talenten dazu bei, die globalen Probleme zu lösen, damit auch es auch meinen Kindern und Enkeln in ihrem Leben noch gut geht’.
Nur wenn es sehr vielen Menschen gelingt, sich gleichzeitig sowohl auf ihre ganz persönlichen und kreativen Fähigkeiten als auch auf die Bedingungen ihrer globalen Umwelt zu besinnen, besteht langfristig die Chance, ein Wohlergehen aller Menschen und lebensrelevanten Systeme zu ermöglichen. Aus dieser Perspektive könnten dann zunehmend mehr Menschen die Frage beantworten ‚Zur Lösung welcher Probleme will ich mit meinen Fähigkeiten beitragen?’, oder ‚Was werde ich in die Welt bringen, damit bestehende Probleme gelöst werden?’
Haben Sie schon Antworten auf diese Fragen?
In meinen Seminaren Potentiale des Bewusstseins im 21. Jahrhundert http://www.systemische-kommunikation.com/bewusstseinsentwicklung.php#seminar1 lade ich Sie herzlich dazu ein, sich Ihrer, bereits vorhandenen, Antwort bewusst zu werden (sh. dazu auch Blog Oktober 2009: ‚Kohärenz im Bewusstsein’) und dadurch neuen Sinn, neue Kraft und neue Leidenschaft in Ihr Leben zu bringen
Nicole Weis am 12. November 2009, 16:24 - Rubrik: Bewusstseinsentwicklung








