BildungsBlog
Community-Weblog rund um Bildung, Lernen und Lehren.
 
Alle registrierten NutzerInnen können Beiträge und Kommentare schreiben.  [Info]

Bei Bildungsklick liest man heute diese Meldung:
„Einen eindrucksvollen Start haben die vor einem Jahr vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eingeführten "Aufstiegsstipendien" hingelegt. Bundesbildungsministerin Annette Schavan sagte dazu am Mittwoch: "(…) DAS INTERESSE AN DEN AUFSTIEGSSTIPENDIEN HAT ALLE ERWARTUNGEN ÜBERTROFFEN." (Hervorhebung von kompass-blog)

Da kann man sich nur fragen:
Was hatte denn Frau Schavan und ihr Ministerium erwartet?


Ist ihr nicht bewusst, wie schwer es ist, als ältere Mensch - und hier sind schon alle über 30 angesprochen! – Weiterbildung zu finanzieren?
Ab dem 30. Geburtstag stößt man auf eine schier unüberwindbare Finanzierungshürde:
Beim BAföG und bei den meisten Studienkrediten hat man in der Regel keinen Förderungsanspruch, wenn ein Studium erst nach dem 30. Geburtstag begonnen wird. Die Forderung nach "Lebenslanges Lernen" wird hier zum Hohn – denn, wer hat denn das Geld dazu, noch einmal die Schul- oder Unibank zu drücken?

Keine Verbesserung der Situation – Ganz im Gegenteil
Die Situation hat und wird sich noch weiter durch die Einführung des Bachelor und Master verschlechtern. Das früher zusammenhängende Diplom-/ Magister- bzw. Lehramt-Studium wurde unterteilt. Nun kann man nach dem Bachelor Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt machen. Aber Achtung! Auf einen Stolperstein wird bei der Reform selten hingewiesen: Ist man zu Beginn des auf den Bachelor aufbauenden Masterstudiums über 30, besteht kein Anspruch auf BAföG.

Was sagen die Parteien dazu?
Unter dem Stichwort BAfög findet man z.B. in den Parteiprogrammen folgendes:
Die SPD verspricht: "Wir werden das Studierenden-BAföG so ausweiten, dass Studieren auch in späteren Phasen der Erwerbsbiografie möglich wird." Bei den Grünen liest man: "Zentrale Voraussetzung (...) ist die Einführung eines Erwachsenen- BAföG, das keine Altersgrenzen und Berufsbeschränkungen kennt."
Die Linken fordert den Ausbau des BAföGs zur elternunabhängigen, bedarfsdeckenden und repressionsfreien Grundsicherung. Die FDP will – ergänzend zu den bestehenden Möglichkeiten der Bildungsfinanzierung (BAföG, Darlehen, Stipendien) – den Aufbau von privatem Bildungskapital stärken. Die Altersthematik sprechen die Liberalen nicht an. Bei der CDU und CSU findet sich nichts zu dem Stichwort "BAFög".

Das BAfög kann und muss nicht der alleinige Schlüssel sein
Wie der deutsche Verband für Bildungs- und Berufsberatung e.V. (dvb) moniert, fehle es an zusammenhängenden Konzepten. (Stellungnahme des dvb): So sieht eine Bildungsoffensive nicht aus.

Das Interesse für Weiterbildung ist vorhanden - das hat sich auch im Bildungsministerium herumgesprochen! Doch es muss in Zukunft mehr bieten als die Vergabe von 1.494 Aufstiegsstipendien!

--
Zur genauen Recherche – die Fundstelle „Bildung“ in den Parteiprogrammen

Auf Kommentare hier und im www.kompass-blog.de bin ich gespannt.

Name

Url

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:


JCaptcha - du musst dieses Bild lesen können, um das Formular abschicken zu können
Neues Bild

 

 
 
AGBs twoday
powered by Antville powered by Helma
Valid RSS
Valid XHTML
Valid CSS
Technorati Link Cosmos
scienceblog
Educational Blogger Network
blogtree