BildungsBlog
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Nicht wenige greifen deshalb auf ein probates Mittel zurück und bedienen sich im Internet. Abertausende Hausaufgabenseiten tummeln sich bereits im WWW und stillen in den meisten Fällen den unendlichen Durst der Schüler.
Doch was bleibt letztendlich in den Köpfen zurück? Ist es überhaupt legitim sich Infos aus dem Internet zu suchen? Und wo bleibt der Lernerfolg?
Viele Schüler zeigen gerade im Deutschunterricht ihre "erworbenen" Schwächen, die nur sehr schwer in Klassenarbeiten versteckt werden können. Ein Lernerfolg ist nur langfristig zu erzielen und deshalb für das faule Schülerego kaum zu kompensieren.
Doch damit beginnt die eigentliche Problematik erst:
Der Schüler "ergoogelt" sich seine Hausaufgaben bzw. holt sich seine Anregungen. Soweit ja alles kein Problem. Wer hatte nicht Probleme mit den großen Brocken der Literatur, darunter sicherlich auch Goethes Faust, Kafkas Die Verwandlung oder Schillers Die Räuber.
Gerade im Bereich Lyrik zeigen Schüler ihre Interpretationsschwächen und Namen wie Georg Heym (sein Berühmtestes Gedicht sicherlich Der Gott der Stadt) oder Theodor Fontane (Die Brück am Tay) werden für unzählige Schüler zum Synonym für langweilige Gedichte, langweilige Literatur und noch langweiligeren Deutschunterricht.

Konforme Interpretationen kommen da gerade recht. Erfahrungsgemäß reicht für den "gemeinen Schüler" ein kurzer Blick über den Text und der Drucker wird seinem Namen schnell gerecht. Das auf diese Weise so meist Flache Interpretationen, Inhaltsangaben usw. kopiert werden, scheint egal. Spätestens wenn der Lehrer die Hausaufgaben einsammelt oder sie vorlesen lässt, kommt die ungemütliche Quittung. Entweder die Hausaufgaben sind dermaßen schlecht, dass es der Zensur schadet oder sie sind dermaßen eloquent, dass der Lehrer sich über die neuerworbenen Sprachkenntnisse seines Schülers unangenehm wundert.

Der Optimalfall (Schüler schaut sich nach unterschiedlichen Quellen um und schreibt daraus einen eigenständigen Aufsatz) wird leider immer seltener. Auch die Hausaufgabenportale strotzen keineswegs mehr mit ihren in den fünf Minuten Pausen geschriebenen Referaten.
Die wahren Perlen im Internet werden immer seltener. Internetpräsenzen wie Rhetoriksturm.de (Lyrik, Drama und Epik + Know How für alle Aufsatztypen) oder Lyrik Antikörperchen (speziell für Gedichte), die den Schülern mit guten Infos rund um das Fach Deutsch versorgen, werden im Internet zur absoluten Rarität.

Letztendlich kann man nur hoffen, dass Schüler von zwielichtigen und kostenpflichtigen Hausaufgabenportalen absehen und sich spezialisierten Seiten zuwenden, damit die Qualität weitgehend gewahrt wird.

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