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Das Mittelalter fasziniert. Burgen und Kathedralen beeindrucken. Über die Musik des Mittelalters jedoch herrschen häufig Unkenntnis oder teilweise falsche Vorstellungen.

Die in alten Handschriften überlieferte Musik hat wenig zu tun mit lärmendem Jahrmarktsrummel. Es ist Musik von hoher Subtilität und Raffinesse: Es ist Musik, die für Klerus, Fürsten und Könige geschrieben wurde, Musik für höchste und gebildete Kreise.

Frühe Musik wird nur an einer Handvoll Instituten erforscht und gelehrt, die wiederum nur einem sehr kleinen Kreis von Experten zugänglich sind.

Die besondere Komplexität und Qualität der Musik des Mittelalters erschließt sich jedoch nur bei intensiver Auseinandersetzung auf hohem musikalischem und aktuellem wissenschaftlichem Niveau. Sonst laufen heutige Musiker Gefahr, nur zu imitieren, was frühere Ensembles vorgegeben haben, anstatt eigene, fachlich und historisch fundierte Interpretationen zu entwickeln.

Die weltweit einzigartige „Fortbildung zur Musik des Mittelalters“ auf BURG FÜRSTENECK will diese Informations- und Ausbildungslücke schließen und insbesondere praktizierenden Musikerinnen und Musikern sowie Musikstudierenden eine fundierte praktische und theoretische Einarbeitung in die Besonderheiten und Schönheiten Früher Musik ermöglichen.

Ziel der Fortbildung ist es, den Teilnehmenden die Welt mittelalterlicher Musik und Kultur zu erschließen und mit der Wiederentdeckung früher ästhetischer Konzepte den eigenen musikalischen Horizont (und den des zukünftigen Publikums) zu bereichern. Sie sollen in die Lage versetzt werden, Musik des Mittelalters in ihrem historischen Kontext zu verstehen und aus diesem Verständnis heraus zu interpretieren.

Daneben soll Personen mit vorrangig musikwissenschaftlichem Interesse die Möglichkeit einer partiellen „passiven“ Teilnahme speziell an den musikgeschichtlich-theoretischen Unterrichtseinheiten angeboten werden.

Die inhaltliche Leitung der Fortbildung übernehmen mit Marc Lewon und Uri Smilansky zwei ausgewiesene Fachleute sowohl in der musikhistorischen Forschung wie in der zeitgemäßen Interpretation Früher Musik.

Die Fortbildung wird 12 je dreitägige Präsenzblöcke in ca. zwei Jahren umfassen. Sie beginnt im Oktober 2008. Eine - zunächst unverbindliche - Aufnahme in die Liste der Interessen/innen ist jederzeit möglich. Hieraus werden dann nach inhaltlichen Gesichtpunkten die Teilnehmnenden eingeladen.

Die Akademie BURG FÜRSTENECK bildet mit ihrer modernen Ausstattung in der historischen Burganlage aus dem 12./13. Jahrhundert und der zentralen geografischen Lage ein ideales Ambiente für diese Fortbildung.

Weitere Intformationen unter:
http://www.burg-fuersteneck.de/fortbildung/mittelalter-musik

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