BildungsBlog
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Meist ohne große Diskussionen wird Schulen - mit hohen Schülerzahlen und ausgedehnten Gebäudekomplexen - ein auskömmlicher Kreis von Verwaltungsangestellten zur Seite gestellt.

Aber wie steht es mit der Einsicht in die Notwendigkeit, nicht-lehrendes Beratungs- und Betreuungspersonal zusätzlich für schulische Lernprozesse einzusetzen?

Werden neben Psychologen vielleicht auch informationsgeübte Kräfte wie Bibliothekare / Mediothekare auf dem Stellenplan einer großen Schule geführt? Gewissermaßen als personelle Zutaten für eine wirksame Lern- und Lehrorganisation, die auf dem Feld des Selbstlernens mehr individuelle Unterstützung bietet.

Leider sucht man diese Berufsgruppen auch in großen schulischen Einrichtungen meist vergeblich.

Gerade dieses Defizit legt - angesichts immer neuer Studien, die im Grunde anhaltend noch keine durchgreifenden positiven Schulveränderungen aufzeigen können – eine Schwachstelle effektiven schulischen Lernens offen.

Was lässt viele Schulen - besonders im lernorganisatorischen Bereich - auf dem fast immer gleichen Stand verharren? An reformierten Lehrplänen und zeitgemäß fortgebildeten Lehrkräften kann es in vielen Fällen nicht liegen, dass die innere schulische Lernstruktur seltsam starr und wenig zukunftstauglich anmutet.

Schulzeiten wechseln sich mit Ferienzeiten ab und viele Unzulänglichkeiten fangen im Schulalltag infrastrukturell immer wieder von vorne an. Von Lehrkräften angedachte Umorganisation des schulischen Lernalltags unterbleibt wegen chronischen Zeitmangels der Unterrichtenden.

Ganz praktisch zu verändernde Lernarrangements wie besonders die fortlaufende Dokumentation und Präsentation von hinzukommenden Lehr- und Lernmaterialien scheitern ganz einfach am saisonbetonten knappen Arbeitszeitbudget von Lehrkräften.

Diese allein können aus eigener Kraft gerade jene infrastrukturell wirkungsvollen Veränderungen und Aktualisierungen nicht schaffen, die Schulen heute dringend brauchen, um individuelles Lernen unabhängig vom Elternhaus erfolgreich zu gestalten und damit gleichzeitig an die Bedürfnisse der heutigen multimedialen Wissensgesellschaft heranführen.

Erfolgreiche tiefergehende Lernprozesse verspricht - neben der Pflege der psychosozialen Bereitschaft, verträglich miteinander zu lernen, besonders die reflektierte Form der Wissensorganisation in einem Schulbetrieb.Sie macht gewissermaßen den Rohstoff des Lernens handhabbar und bereitet das Wissen für den Transfer in die Köpfe der Lernenden vor – multimedial aufgefächert und zugleich medienintegrativ konzipiert:
►MedienPakete aus Offline + Online-Medien (Print – Audio – Video).

Nicht zuletzt in Lernprozesse involvierte WissensManagerInnen können - neben den Unterrichtenden - erst die Voraussetzungen für eine zeitgemäße Schule schaffen, die nicht länger nur konservierend auf zeitlose Gewissheiten (Schulbücher etc.) baut, sondern die die ganze Welt der Informationen erschließt, didaktisch aufbereitet und diese wie selbstverständlich in den Lernalltag integriert.

© 2007 Raimond Schmahl, Leverkusen www.medien-fuer-LEV.de

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