BildungsBlog
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Als Vorsitzender des Vereins wohlhabender Studenteneltern möchte ich es ganz deutlich sagen: Um die Ausbildung an unseren Hochschulen ist es schlecht bestellt. Unsere Kinder sitzen in überfüllten Seminarräumen und Hörsälen, werden in Labors von zu wenig Personal ungenügend angeleitet und vermissen eine persönliche Betreuung durch Dozenten und Professoren.
Die Massenuniversität führte zu einer Entqualifizierung des Studiums. Die Universitätsabschlüsse unserer Kinder sind nichts mehr Wert und können einem internationalen Vergleich nicht standhalten, allenfalls einen Vergleich mit dem Abschluss in der Ukraine oder in Weissrussland. Die Schuld für die Misere tragen sozialistische Gleichmacher. Sie geben jedem Schnorrer von unseren Steuergeldern und nennen das Bundesausbildungsförderung.

Auf diese Weise werden alle, die es durch ihre Leistung zu etwas gebracht haben, in mehrfacher Hinsicht bestraft: sie zahlen mehr Steuer als die Habenichtse und müssen ihre Kinder auf Universitäten schicken, die nichts mehr taugen, weil sich die Habenichtse ihrer bemächtigt haben. Jedermann mit Verstand erkennt sofort : auf diese Weise wird durch staatliche Umverteilung die Grundlage unserer freiheitlichen Gesellschaft zerstört.

Angesichts dieser Lage blicken wir vom Verein wohlhabender Studenteneltern mit großer Dankbarkeit auf die wenigen Politiker, die es noch wagen, sich dieser Entwicklung entgegenzustemmen und die universitäre Ausbildung wieder zu dem machen wollen, was sie sein muss: Auszeichnung und Chance für jene, deren Eltern etwas geleistet haben.
Und seien wir doch einmal ganz ehrlich : kann man von jemandem sagen, er habe etwas geleistet, der nicht einmal in der Lage ist, seinem Sohn oder seiner Tochter aus eigenen Mitteln ein Studium zu bezahlen?

Unsere Bundesbildungsministerin, Frau Dr. Schavan, zählt zu jenen mutigen Politikern, die sich mit uns zum Ziel gesetzt haben, der Massenuniversität ein Ende zu bereiten. Da die Ministerin in den Jahren von 1974 bis 1980 studierte, weiss sie aus eigener Erfahrung, was Massenuniversität bedeutet. Als kultivierte Frau aus gläubigem Hause, die katholische Theologie und Erziehungswissenschaften studiert und sich in ihrer Doktorarbeit mit der Gewissensbildung beschäftigt hat, ist sie außerdem über jeden Verdacht erhaben, gewissen- und herzlos zu handeln.
Das macht sie für uns zu einer geschätzten Mitstreiterin.
Über Jahre hinweg konnte Frau Dr. Schavan verhindern, dass durch eine Erhöhung der Ausbildungsförderung für Studenten und des Elternfreibetrages noch mehr unfähige Müßiggänger aus den Unterschichten an die Universitäten drängten. Ihrer tatkräftigen Unterstützung bei der Einführung von Studiengebühren ist es zu danken, dass viele Abiturienten vom Studium abgeschreckt wurden.
Für diese Verdienste wollen wir Frau Dr. Schavan ganz herzlich danken. Als Ausdruck unseres Dankes erlauben wir uns heute, die Frau Ministerin zum Ehrenmitglied unseres Vereins wohlhabender Studenteneltern zu ernennen, wohlwissend, dass Frau Dr. Schavan weder verheiratet noch Mutter ist. Das spielt keine Rolle. Allein die Gesinnung zählt.

Wir sind sicher, dass Frau Dr. Schavan auch zukünftig für unsere Sache streiten wird. Rückschläge wie die jetzt bevorstehende Erhöhung des BAFöG bringen uns und die Ministerin nicht vom Kurs ab. Mit großer Freude sehen wir Frau Dr. Schavans Vorschläge, das Studium über Kredite zu finanzieren oder durch einen Job das nötige Geld zu verdienen. Sie zeugen von der Weitsicht und strategischen Begabung der Ministerin und geben uns vom Verein wohlhabender Studenteneltern Anlass, voller Zuversicht auf die Zukunft der Universitäten zu blicken.

Quasselstrippe, 1.Vorsitzender des Vereins wohlhabender Studenteneltern

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Kommentare:

# Dobberstein (Gast) schrieb am 7. Nov, 14:23:
Bullshit
Gibt es hier niemanden, der/die diesen Blog von den Äußerungen solcher Wirrköpfe freihält? Wir wollen hier doch engagiert und gern auch einmal polemisch, nicht jedoch volksverdummend diskutieren. 
# Max Nimrod schrieb am 7. Nov, 15:01:
Einen Blog von Äußerungen "freihalten" - was ist das bloß für eine Vokabel. Die demokratische Haltung der Menschen hier und ihre Vernunft mögen verhindern, dass Beiträge wie der eines gewissen Herrn "Dobberstein", die anonym verfasst einer Zensur das Wort reden, Gehör finden. Was dieser Herr unter "engagiert diskutieren" versteht, möchte ich lieber nicht wissen. Mit Meinungsvielfalt hat das jedenfalls nichts zu tun. 
# anonym (Gast) schrieb am 11. Dez, 20:05:
ohne weitsicht verfasster artikel!
als student, der aus einem eher wohlhabenden haus stammt kann ich nur sagen:

wenn dieser herr quasselstrippe nicht will, dass auch leute mit weniger einkommen ihre kinder an universitäten schicken können, sollte er sich aus dem sozialstaat österreich verabschieden und schauen ob er sein(e) kind(er) vielleicht in russland, oder anderen ländern studieren lassen, in denen studieren noch als privileg gilt. ich schätze auch er proifitiert vom staat österreich durch diverse sozialstaatliche einrichtungen. wie weit würde es österreich bringen, wenn nur wohlhabende kinder studieren dürften. wir würden einen imensen anteil an kreativ, technisch, sprachlich, oder anderseits begabter menschen nicht weiter fördern. andererseits sind kinder wohlhabender eltern nicht gleich automatisch reif genug zu studieren, aber sie können es sich leisten. gut so. aber nur weil wir eine wohlhabendere gesellschaft sind heißt es noch lange nicht, dass wir andere ausschließen müssen. österreichs stipendiumsystem funktioniert auf eine hervorragende weise, indem studenten genügend druck bekommen sich nicht auf einer uni zu verweilen, weil es gerade so lustig ist.

..."Und seien wir doch einmal ganz ehrlich : kann man von jemandem sagen, er habe etwas geleistet, der nicht einmal in der Lage ist, seinem Sohn oder seiner Tochter aus eigenen Mitteln ein Studium zu bezahlen?"...

- diese aussage ist eine frechheit, da viele wohlhabende eltern von studenten auch nicht viel dazu beigetragen haben, wohlhabend zu sein. die, die dazu beigetragen haben, waren früher vielleicht auch nicht wohlhabend und haben studieren dürfen (dank sozialstaat österreich). deshalb sollten wir uns nicht aufregen, sondern es als eine möglichkeit sehen voneinander zu profitieren. man sollte auch verstehen wenn man stipendien und zuschüsse anhebt, denn es sind auch alle lebenshaltungskosten gestiegen

es ist ein fairer wettbewerb unter studierenden - und nur die besten schaffen ihr ziel - dabei sollte es egal sein, ob wohlhabend oder nicht 
# Max Nimrod antwortete am 11. Dez, 23:15:
Missverständnis
Verehrter unbekannter Kommentator,

ich danke Ihnen für Ihren Kommentar. Mein Artikel, auf den Sie sich beziehen, ist ironisch gemeint. Ich weiss nicht, wie die Verhältnisse bei Ihnen in Österreich sind. Hier in Deutschland ist die Zahl der Kinder, die aus einfachen Verhältnissen stammen und studieren, stagnierend bzw. rückläufig. Diese Tatsache macht mir Sorgen, weil ich aus eigener Erfahrung weiss, wie schwer es ist zu studieren, wenn man aus einem unvermögenden Elternhaus stammt. Ich möchte, dass alle Kinder, die die Voraussetzungen dazu haben, ein Studium absolvieren können – unabhängig von ihrer sozialen Herkunft. Dies ist aber nur möglich, wenn es ein staatliches System zur finanziellen Unterstützung von Studenten gibt, deren Eltern ihren Kindern das Studium nicht aus eigener Tasche bezahlen können. In Deutschland gibt es die Bundesausbildungsförderung (BAFö), die aber leider immer weniger ausreicht, um Studenten aus unvermögendem Elternhaus ein sorgenfreies Studium zu ermöglichen.
Ich halte es für unerträglich, dass die Ausbildungsförderung und auch die Elternfreibeträge seit Jahren unverändert sind. Kinder aus weniger bemitteltem Elternhaus haben es deshalb immer schwerer. Die Folge wird auf lange Sicht sein, dass immer weniger Kinder aus Elternhäusern, in denen weniger verdient wird, studieren werden. Wir bekommen ein Zwei-Klassen-Bildungssystem.. Frau Dr. Schavan, die deutsche Bundesbildungsministerin, sieht das nicht so. Sie will, dass Studenten, die von ihren Eltern nicht genügend Geld bekommen können, neben dem Studium arbeiten oder einen Kredit aufnehmen. Das halte ich für eine Unverschämtheit und für äußerst unsozial. Deshalb habe ich den satirischen Text geschrieben. Die Vorstellungen mancher Politiker sind so wirklichkeitsfern, dass man sich nur noch in ironischer Art mit ihnen befassen kann. Ich hoffe, mit dieser Erklärung ein Missverständnis ausgeräumt zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Max Nimrod 

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