# Leonardo (Gast) schrieb am 22. Jul, 12:05:
Staatliche oder private Schule
Das deutsche Bildungssystem sollte jedem Kind die gleichen Bildungschancen bieten. Eine Zweiklassengesellschaft im Bildungswesen ist eine Katastrophe. Es gibt Bereiche wo die Privatwirschaft nichts verloren hat. Wer gatantiert mir, dass eine Privatschule besser ist als eine staatlich anerkannte Schule? Keiner. Bildung sollte sich nicht in Geldbeträgen (ich habe mehr als Du usw.) messen lassen, dies ist reine Arroganz. Die "Eliten von heute sin eine reine Katastrophe"
# Silli (Gast) antwortete am 15. Dez, 13:51:
Garantie für bessere Bildung
Eine Garantie für eine bessere Bildung an Privatschulen gibt es nicht.Ich lebe mit meiner Familie in einer großen Stadt im Ruhrgebiet. Billiger Wohnraum ist hier verbunden mit sozialen Brennpunkten, wo ich mit meinem Mann und zwei Kindern wohne, weil wir es uns nicht besser leisten können.
Wenn ich mir die direkt angebundenen Grundschulen ansehe und jeden Tag berittene Polizei durch unser Viertel streifen muss, dann sage ich ganz ehrlich:
Ich möcht enicht, das mein Sohn hier zur Schule geht! 90 % Migrantenkinder, deren Eltenr kaum oder kein Deutsch sprechen, ebenso die Kinder. Niemand kann mir da weismachen, dass hier keine Anpassung des Klasseniveaus an den Sprachkenntnissen festzumachen ist.
Unsr Sohn besucht auch aus dieem grund eine private Shcule. Aber auch, weil es damals die freie Schulwahl noch nicht gab und ich nur die Wahl hatte, wenn er auf eine private Schule geht oder eine konfessionelle.
Ich beobachte jetzt, 3 Jahre später, dass der hier angebundenen Grundschule die deutschen Schüler davon laufen. Alle wechseln in einen anderen Stadtteil, seit es die freie Schulwahl gibt.
Eine Garnatie für bessere Bildug gibt es nie. Aber den Kindern wird auf der von uns gewählten privatschule folgendes geboten, was meiner Ansicht nach schon so was wie eine Garantie ist:
kleine Klassen (15 Schüler)
Gesamtschulkonzept von der 1. -10. Klasse (Ein Wechsel zu einer weiterführenden Schule ist also auch nicht nur nach der 4. Klasse noch möglich)
Zwei Lernbetreuer pro Klasse
Gemeinsame Mahlzeiten (Frühstück und Mittagessen)
regelmäßige Gesprächsrunden über Erlebtes aber auch Probleme
Sehr enge Zusammenarbeit mit den Eltern, man erfährt vieles außerhalb von Sprechtagen und Elternabenden, die übrigens häufiger angesetzt werden als in anderen Schulen
AGs
Ganztagsschule von 8.00 bis 15.00, anschl, Betreuung oder AGs bis 17.15.
Unser Ergebnis nach 3 Jahren Grundschule:
Unser Sohn liebt diese Schule, geht gern dort hin, hat ein sehr enges Verhältnis zu seinen Lehrern, weil er mit Problemem und Anregungen ernst genommen wird. Sprechtage finden immer MIT dem Kind als Gesprächspartner statt. Und sie reflektieren sich erstaunlich gut! Es gibt keine Noten.Zeugnisse, sondern Jahresbriefe, die sehr umfangreich sind (mind. 25 Seiten). Dort wird die soziale Entwicklung genauso kommentiert, wie die kognitive. es werdne Besonderheiten, positive wie negative hervorgehoben - die nicht imme rBestandteil des unterricht ssein müssen. Z.B. Charkaterzüge des Kindes und seine perönlichkeit werden immer berücksichtigt.
Übrigens gibt es an unserer Schule keinerlei Gewalt oder Drogen.
Welche stattliche Schule leistet das?
# Christoph (Gast) antwortete am 8. Mrz, 13:21:
Erziehung als Grundlage für Bildung
In ihrem Text betonen Sie auf besondere Weise das Privatschulen allgemein, durch bessere Kozepte und alternative Angebote eine bessere Bildungsmöglichkeit für ihr Kind geben. In ihrem speziellen Fall (Schule in einem Brennpunkt) mag dies durchaus zutreffen, doch ich würde dies nicht verallgemeinern. Sie selbst sagten, dass sich das Sprachniveau der Klasse auf das Leistungsniveau dieser auswirkt. Somit sei auch in einer Privatschulklasse, die einen hohen Anteil von Schülern hätte, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, Probleme mit dem Leistungsniveau. Ihr Beispiel würde so eher für eine frühe Trennung der Schüler sprechen, was sie auch selbst mit ihrem Handeln unterstützen, denn sie schicken ihr Kind an eine Privatschule, die selbstverständlich einen geringen Migranten Anteil hat. Der Auslöser scheint hier also nicht nur das Schulkonzept zu sein. Nach meiner Ansicht ist das größte Problem in unserem heutigen Schulsystem die Vorbildung der einzelnen Schüler, welche im Allgemeinen sehr unterschiedlich ausfällt. Ich selbst bin immoment noch Schüler und kann mich nur allzu gut erinnern, wie die Unterschiede in der Grundschule schon ausfielen. Einige waren sehr schnell in ihrer Auffassungsgabe und ihrem Lernprozess andere sehr langsam. Ich emfinde die neue Regelung zur Trennung der Schüler ab der 4. Klasse als Chance einer besseren Bildung. Eine frühe Trennung kann dafür sorgen, dass sowohl leistungsstarke, als auch leistungsschwache Schüler früh gefördert werden. Gesamtschulen sind demnach höchstens für die Zusammenfassung von Haupt- und Realschulen geeignet.
Das die schulische Bildung von der Erziehung bzw. Vorbildung, welche von den Eltern ausgeht, abhängt ist unumstritten - Hat ein Kind von der Erziehung aus keinen Willen zu eigener Leistung wird dieses Kind auch keine starke Leistung bringen. In Deutschland fehlt nach meiner Ansicht ein Erziehungsansporn ärmerer Eltern. Da von Medien und Politik oft gezeigt wird, wie sehr die Bildungvom Stand der Eltern abhhängt kann die Schuld leicht auf die Schule abgeschoben werden, während vllt. eine bessere Erziehung oder Unterstützung von Seiten der Eltern ausgehen müsste.
Spezielle Fälle, wie Migranten, sind hierbei nicht beachtet. Diese müssten noch eine individuellere Förderung erhalten. Eine frühkindliche Beaufsichtigung der Kinder könnte auch dafür sorgen, dass sowohl Eltern leichter arbeiten und somit einen höheren Stand in der Gesellschaft erlangen, als auch Kinder eine frühe Förderung erhalten können. Bildung baut immer auf die Erziehung auf, somit müssen hier vorallem erstmal Probleme in der Erziehung beseitigt werden, bevor man über Bildungsprobleme spricht.
Die Anschuldigungen der Autorin, dass die Regierung aus ökonomischen Gründen diese Entwicklung der Schule untersagt halte ich in diesem Zusammenhang fast für spöttisch und ein weiter Punkt wäre auch erwähnenswert. Wenn ein deutscher mehr Geld in der Bildung sehen möchte muss er auch mehr Steuern zahlen. Die neuste Wahl der FDP zeigt wohl die Meinung der Deutschen zu Steuern.
MfG








