Telepolis schreibt über das zunehmende Lehrer-Bashing mancher Eltern:
Dabei geht es nicht darum, dass Eltern sich als Anwälte ihrer Kinder sehen und auch im schulischen Bereich für deren Belange stark machen. Im Gegenteil, das ist nicht nur völlig legitim, unbestritten und selbstverständlich, sondern sogar unbedingt wünschenswert und erforderlich. Problematisch wird es allerdings dann, wenn Vater und Mutter alle Schwierigkeiten und Leistungsmängel, die ihrer Sprösslinge ebenso wie die häufige Selbstüberforderung, "der Schule" und "den Lehrern" anlasten. [...]
Gefördert wird dieses Verhalten ganz sicher durch den Umstand, dass in den meisten Familien gerade der Mittelschicht nur noch ein oder zwei Kinder aufgezogen werden. Das setzt einerseits dementsprechend viel Zeit für die intensive Hege frei, andererseits aber ruht auch die ganze Last der elterlichen Karriereerwartungen auf diesen ein oder zwei Nachkommen, die nun alles allein zur Selbstbestätigung der Eltern erbringen müssen.
Stephan Mosel am 22. Februar 2007, 15:14 - Rubrik: Schule








