Telepolis schreibt über das zunehmende Lehrer-Bashing mancher Eltern:
Dabei geht es nicht darum, dass Eltern sich als Anwälte ihrer Kinder sehen und auch im schulischen Bereich für deren Belange stark machen. Im Gegenteil, das ist nicht nur völlig legitim, unbestritten und selbstverständlich, sondern sogar unbedingt wünschenswert und erforderlich. Problematisch wird es allerdings dann, wenn Vater und Mutter alle Schwierigkeiten und Leistungsmängel, die ihrer Sprösslinge ebenso wie die häufige Selbstüberforderung, "der Schule" und "den Lehrern" anlasten. [...]
Gefördert wird dieses Verhalten ganz sicher durch den Umstand, dass in den meisten Familien gerade der Mittelschicht nur noch ein oder zwei Kinder aufgezogen werden. Das setzt einerseits dementsprechend viel Zeit für die intensive Hege frei, andererseits aber ruht auch die ganze Last der elterlichen Karriereerwartungen auf diesen ein oder zwei Nachkommen, die nun alles allein zur Selbstbestätigung der Eltern erbringen müssen.
Kommentare:
# Kai (Gast) schrieb am 23. Feb, 10:28:
Vertrauen ist wichtig
Damit Eltern und Lehrer nicht in Opposition geraten und gegenseiitge Schuldzuweisungen den Dialog beherrschen, ist ein Grundvertrauen notwendig. Bei allen Problemen, ohne die es nie abgehen wird, muß jede Seite davon überzeugt sein, dass die andere ehrlich an der positiven Entwicklung des Kindes interessiert ist. Diese Grundvertrauen muss immer wieder von beiden Seiten erarbeitet werden. Dann macht es auch Spass, an Lösungen zu arbeiten.
# Stephan List (Gast) schrieb am 23. Feb, 12:42:
Was mich als eine Hälfte eines Elternpaares immer frustriert hat, ist die Machtlosigkeit gegenüber dem System "Schule". Ich bin mir jedoch sicher, dass dies allen Beteiligten so geht. Und da das allen Beteiligten so geht, ist wohl irgendetwas am System faul.Mich ermüdet es mittlerweile, dass man sich immer eine bestimmte Gruppe für sein persönliches Lieblingsfeindbild heraussucht: Die Lehrer die Eltern, die Eltern die Lehrer usw. je nach Standpunkt. Jeder hat ein Beispiel parat, warum die (Eltern, Lehrer, Schüler) etc. so sind, wie sie sind. Ich habe diese Beispiele auch, ich kann sie gerne zum Besten geben. Nur, so kommen wir nicht weiter.
@Stephan:
Ich halte Deinen Hinweis mit den Karriereerwartungen für ein Stereotyp. Ich kenne Dutzende von Beispielen, wo weder die Hege stimmt noch irgendwelche Karrieren erwartet werden. Vielmehr ist die Entwicklung der Kinder den Eltern ziemlich egal.
# Stephan List (Gast) schrieb am 23. Feb, 12:56:
Das mit @Stephan bezieht sich natürlich auf den Artikel. Entschuldigung!
# Peter (Gast) schrieb am 1. Mrz, 09:46:
Supervisor, Lernbegleiter oder Animateur? Was von Lehrern alles erwartet wird. Eine Berufsgruppe und ihr Arbeitsplatz am Prüfstand.
sind unsere lehrer überfordert? was sollen sie noch alles an aufgaben übernehmen? erziehung (sollten das nicht die eltern übernehnmen?), lernbegleiter, etc.??? da gibts einen interessanten artikel in einem pdf-magazin zum thema ...www.bildungaktuell.at in der Ausgabe BILDUNGaktuell_06_2006.pdf (ab seite 9)
# Mensa-Gossip schrieb am 2. Mrz, 00:46:
der teliopolis-Artikel geht genau in die Falsche Richtung. Ganz nach dem platten Schema "Natürlich wollen wir engagierte Eltern, aber nicht bei uns!" wird nicht konsequent argumentiert ...... ich denke statt sich wie in diesem Artikel weiterhin gegen jahrzehntealte Gesellschaftliche Entwicklungen zu stellen, nach immerneuen Schuldzuweisungen zu suchen, sollten Lehrer und Eltern endlich wieder aufeinander zu gehen.
Aber ganz ehrlich: Meine sehr grobe Einschätzung der Kollegien dreier Schulen sagt mir, dass bei 3/4 aller KollegInnen dahingehend nichts zu machen ist, während das auf Elternseite schon einfacher ist, da diese ja aus Lehrersicht ständig wechseln.
Was nun die Rechte der Eltern an den Schulen angeht: Es entspricht aller einfachster Logik, die Losung "Eltern in die Schulen einbinden" wörtlich zu nehmen und Elternbeiräten tatsächlichen Kompetenzen zukommen zu lassen. Die dazu nötigen gesetzlichen Änderungen wären recht einfach, und Resultate würden sofort sichtbar.
# Peggy (Gast) schrieb am 7. Mrz, 01:54:
Den Eltern Kompetenz und Vertrauen vermitteln
Sicherlich liegt ein gewisses "Feindbild Lehrer" vor, was meiner Meinung nach auf Erfahrungen der Eltern in ihrer Schulzeit zurück zuführen ist. Bis vor kurzem schien es nicht so, dass der Lehrer MIT den Schülern arbeitet. Meine Schulzeit liegt noch nicht so lange zurück, und ich werde sicherlich Schwierigkeiten haben, meine negativen Erfahrungen mit Lehrern nicht auf die Lehrer meines Sohnes zu beziehen. Es wäre sinnvoll, wenn der Pädagoge Kompetenz und Interesse am einzelnen Individuum vermittelt. Dies würden Eltern als eine Art des Handreichens verstehen und somit eine Bereitschaft zur gemeinsamen Findung von Lösungsansätzen entwickeln.
# gfb schrieb am 7. Mrz, 21:06:
LERNPLATTFORM SCHULE-UNIVERSITÄT
HINWEIS AUF FOLGENDE SEITEhttp://www.schuleuniversitaet.twoday.net








