Momentan findet in Tübingen der Bildungsportale Workshop statt. Es läuft der interessante Panel " Trends — Portale auf dem Weg ins Web 2.0". Ich werde versuchen, ich Ereignisse live zu bloggen.
Teilnehmer des Panels sind:
Moderation: PD Dr. Ulrike Cress
* Klaus Birkenbihl, W3C
* Prof. Dr. Reinhard Keil, Universität Paderborn
* Dr. Jan M. Pawlowski, Universität Duisburg-Essen
* Andreas Schmidt, Forschungszentrum Informatik, Karlsruhe
* Dr. Jan Schmidt, Forschungsstelle „Neue Kommunikationsmedien“ (FONK), Bamberg
Stand: 08.12.2006 13:05
Es läuft:
Vortrag Reinhard Keil
Portale als Mittel der ko-aktiven Wissensorganisation
Thesen:
Mit Technik kann man nur technische Probleme lösen.
Im Web hat sich nichts geändert, es gibt eine
irre Explosion an Informationen. Kann man das was sich im Web tut irgendwie gliedern.
Daher Notwendig: Begrifflicher Rahmen, mit dem Dinge ein und abgegrenzt werden können.
Portale müssen die Einbahnstrassenkommunikation durchbrechen.
Konzept medi@rena:
Responsivität, Objektorientierung, (Multi)medialität sind eine Mittel um sich aus den vorgegebenen Medien als Nutzer lösen zu können.
Selber Medien arrangieren und selektieren =>
Das ist die Qualität der Computer.
Entscheident ist die Medien physisch direkt beieinander zu haben. Räumliche und lokale Verknüpfungen von Medien herstellen. (Beispiel Cha t mit Dokumenten verknüpfen) Web 2.0 Philosophie.
Intuivtivere Bedienung: Ich ziehe einfach einen Text auf das Bild eines Nutzers, schon schicke ich eine Email.
Kritik:
Portale betrachten sich isoliert. Warum gibt es länderspezifische Portale? Muss alles zusammen laufen, ich möchte mich nicht überall registieren.
Portale müssen in Grids (Infrastrukturen) eingebettet werden. Prozess, Funktions und Datenbanksintegration.
Seiten können nicht personalisiert und arrangiert werden.
Wikis, Weblogs etc müssen zusammen geführt werden, keine isolierten Web 2.0 Seiten.
Konsequenzen:
Portale nehmen epidemisch zu.
Müssen unterteilt werden in:
-Informationsaufbereitung
-Datenaufbereitung
-Ko-aktive Formen der Wissensorganisationen
Netzbildung muss vorrangetrieben werden (Cluster)
Integrierte Web 2.0 Lösungen.
Förderungen sollen Möglichkeiten zur Integration eröffnen.
-:Diskussion:-
Frage Moderatorin:
Kann man die Themen auf den Portalmarkt anwenden? Kann man Integrationen der Portale anstreben? Hätten diese Portale Erfolg?
-Frage Publikum:
Web 3.0: Hat man nicht vieles von Web 2.0/3.0 bereits jetzt? Bezug Standarts
-Antwort Birkenbihl:
Problem bei der Verbindung: Man endet in einem Wust an Standartisierungsarbeit. Es gibt einen großen Satz an Möglichkeiten. Technologien genau ansehen und Integrationen versuchen, sonst gehen Portale unter.
-Frage Publikum:
Symantische Vernetzung erfordert gleiche Ontologie.
-Antwort Keil:
Man muss schauen, passen die Daten zusammen. Notwendigkeit: Strukturen müssen von unten wachsen. Daraus entstehen Standarts, die dann entscheident werden. Diese Prozesse wachsen. => Wettbewerb ist nötig und gut.
-Frage Publikum:
Wie ist das in Symantik Media Wiki: Wie ist der Umgang zwischen Experten und Laienkultur.
-Antwort Schmidt:
Idee ist, Relationen sollen sich evolutionär entwickeln. Danach muss Überzeugungsarbeit geleistet werden, die Standarts zu nutzen. Es entstehen Teilcommunities, die verschiedene Standarts nutzen. Die Rollen im System sind nicht fix, jeder kann eine bestimmte Rolle übernehmen.
Der Prozess ist nicht so problematisch, das es Personen mit verschiedenen Hintergründen/Domänen gibt. Bisher kam es zu Konvergenzen. Das System funktioniert.
-Antwort Pawlowski:
Aus Erfahrung mit Metadaten: Metadaten sind nicht cool und sexy. Relationen auch nicht. Keine Nutzergruppe ausser Experten hat Lust auf Relationsaustausch. Expertencommunity entwickelt diese Relationen und gibt sie weiter. Laienkultur funktioniert da nicht.
-Antwort Schmidt:
Tagging funkioniert in Laiencommunitys. Übergang zu Ontologien muss funktionieren. Schrittweise formaler werden. Zusammenfassung von Relationen.
Das muss aber in der Breite passieren.
-Antwort Keil:
Das ist beides kein Widerspruch. Die Experten lauschen dem Volk, sie orientieren sich daran. Es geht nicht ohne das Volk, aber man braucht einen proffessionellen "Kümmerer".
Wir wissen nicht wie gut ein Wiki wäre wenn es keinen Brockhaus gäbe.
-Antwort Birkenbihl:
Technisch gesehen ist das ganze eher einfach. Aber: Welche Ontologien nehmen ich? Gibt es einen Standart? Oder entwickle ich selbst eine? Ontologien sollen miteinander verknüpft werden.
1.) Ontologien machen
2.) Verknüpfungen herstellen.
Lücken gibt es immer.
-Frage Publikum:
Machtverhältnisse im Netz? Wer setzt sich durch? Es gibt keine Transperenz im Netz.
-Antwort Zeit:
Wir wollen gesehen werden. Kombination interene und externe Inhalte. Mittels RSS. In Zukunft andocken an andere Serviceses. Angebot der eigenen Sachen an andere APIs.
Sehr gute Erfahrungen mit w3c Technologien. Alle Artikel als XML auf dem Server. Integration von RSS kreuz und quer im Angebot, für Entwickler sehr gut.
-Antwort Schmidt:
Macht: Wie entstehen Strukturen und wie entstehen Machtzentren? ZB Organisationen etc. Beobachtung im deutschen Raum: Differenzierung bei den Blogs treten auf. Unterschiedliche verwendungsmechanismen.
Wenn es kommerzielle Interessen gibt, dann ist es wichtig: Was macht die Organisation mit den Daten. Schlechtes Beispiel Studivz. Da wird neu verhandelt wo die Privatsphäre anfängt und wo sie aufhört.
-Frage Moderatorin:
Wo stehen Bildungsportale in 10 Jahren?
-Antwort Pawlowski:
Bildungsportale müssen über ein System erreicht werden. Vernetzung Serviceses. Angst: Man muss dann zahlen.
-Antwort Schmidt:
Ergänzend: Tendenz egal ob ein grosses Portal oder viele kleine. Aggregation spricht dafür das es viele kleine spezifische gibt. Bezahlung für Inhalte muss nicht schlecht sein.
-Antwort Birkenbihl:
Portale muss sich Content selbst einfach zusammenstellen können. Ein und der selbe Content ist an vielen Stellen beziehbar. Neuer Wettbewerb entsteht, für den Nutzer eine Hilfe. Hilfe bei der Informationsbeschaffung. Neue Dienstleistung entsteht.
-Antwort Schmidt:
Kein Outlook sondern Open Source!!!
-Antwort Keil:
Wenn ein Portal einen Mehrwert hat dann entsteht Aufwand, daher muss der Aufwand reingeholt werden. Chancen für Portale sind gering. Unis verkaufen Content. Kommerzielle Anbieter haben die Chance wenn gute Serviceses kommen, kein Mircopayment, sondern Flatrate. Portale nur durch Träger (ökonomisches Modell) möglich. Arbeit die gut ist muss sich lohnen.
ENDE.
Teilnehmer des Panels sind:
Moderation: PD Dr. Ulrike Cress
* Klaus Birkenbihl, W3C
* Prof. Dr. Reinhard Keil, Universität Paderborn
* Dr. Jan M. Pawlowski, Universität Duisburg-Essen
* Andreas Schmidt, Forschungszentrum Informatik, Karlsruhe
* Dr. Jan Schmidt, Forschungsstelle „Neue Kommunikationsmedien“ (FONK), Bamberg
Stand: 08.12.2006 13:05
Es läuft:
Vortrag Reinhard Keil
Portale als Mittel der ko-aktiven Wissensorganisation
Thesen:
Mit Technik kann man nur technische Probleme lösen.
Im Web hat sich nichts geändert, es gibt eine
irre Explosion an Informationen. Kann man das was sich im Web tut irgendwie gliedern.
Daher Notwendig: Begrifflicher Rahmen, mit dem Dinge ein und abgegrenzt werden können.
Portale müssen die Einbahnstrassenkommunikation durchbrechen.
Konzept medi@rena:
Responsivität, Objektorientierung, (Multi)medialität sind eine Mittel um sich aus den vorgegebenen Medien als Nutzer lösen zu können.
Selber Medien arrangieren und selektieren =>
Das ist die Qualität der Computer.
Entscheident ist die Medien physisch direkt beieinander zu haben. Räumliche und lokale Verknüpfungen von Medien herstellen. (Beispiel Cha t mit Dokumenten verknüpfen) Web 2.0 Philosophie.
Intuivtivere Bedienung: Ich ziehe einfach einen Text auf das Bild eines Nutzers, schon schicke ich eine Email.
Kritik:
Portale betrachten sich isoliert. Warum gibt es länderspezifische Portale? Muss alles zusammen laufen, ich möchte mich nicht überall registieren.
Portale müssen in Grids (Infrastrukturen) eingebettet werden. Prozess, Funktions und Datenbanksintegration.
Seiten können nicht personalisiert und arrangiert werden.
Wikis, Weblogs etc müssen zusammen geführt werden, keine isolierten Web 2.0 Seiten.
Konsequenzen:
Portale nehmen epidemisch zu.
Müssen unterteilt werden in:
-Informationsaufbereitung
-Datenaufbereitung
-Ko-aktive Formen der Wissensorganisationen
Netzbildung muss vorrangetrieben werden (Cluster)
Integrierte Web 2.0 Lösungen.
Förderungen sollen Möglichkeiten zur Integration eröffnen.
-:Diskussion:-
Frage Moderatorin:
Kann man die Themen auf den Portalmarkt anwenden? Kann man Integrationen der Portale anstreben? Hätten diese Portale Erfolg?
-Frage Publikum:
Web 3.0: Hat man nicht vieles von Web 2.0/3.0 bereits jetzt? Bezug Standarts
-Antwort Birkenbihl:
Problem bei der Verbindung: Man endet in einem Wust an Standartisierungsarbeit. Es gibt einen großen Satz an Möglichkeiten. Technologien genau ansehen und Integrationen versuchen, sonst gehen Portale unter.
-Frage Publikum:
Symantische Vernetzung erfordert gleiche Ontologie.
-Antwort Keil:
Man muss schauen, passen die Daten zusammen. Notwendigkeit: Strukturen müssen von unten wachsen. Daraus entstehen Standarts, die dann entscheident werden. Diese Prozesse wachsen. => Wettbewerb ist nötig und gut.
-Frage Publikum:
Wie ist das in Symantik Media Wiki: Wie ist der Umgang zwischen Experten und Laienkultur.
-Antwort Schmidt:
Idee ist, Relationen sollen sich evolutionär entwickeln. Danach muss Überzeugungsarbeit geleistet werden, die Standarts zu nutzen. Es entstehen Teilcommunities, die verschiedene Standarts nutzen. Die Rollen im System sind nicht fix, jeder kann eine bestimmte Rolle übernehmen.
Der Prozess ist nicht so problematisch, das es Personen mit verschiedenen Hintergründen/Domänen gibt. Bisher kam es zu Konvergenzen. Das System funktioniert.
-Antwort Pawlowski:
Aus Erfahrung mit Metadaten: Metadaten sind nicht cool und sexy. Relationen auch nicht. Keine Nutzergruppe ausser Experten hat Lust auf Relationsaustausch. Expertencommunity entwickelt diese Relationen und gibt sie weiter. Laienkultur funktioniert da nicht.
-Antwort Schmidt:
Tagging funkioniert in Laiencommunitys. Übergang zu Ontologien muss funktionieren. Schrittweise formaler werden. Zusammenfassung von Relationen.
Das muss aber in der Breite passieren.
-Antwort Keil:
Das ist beides kein Widerspruch. Die Experten lauschen dem Volk, sie orientieren sich daran. Es geht nicht ohne das Volk, aber man braucht einen proffessionellen "Kümmerer".
Wir wissen nicht wie gut ein Wiki wäre wenn es keinen Brockhaus gäbe.
-Antwort Birkenbihl:
Technisch gesehen ist das ganze eher einfach. Aber: Welche Ontologien nehmen ich? Gibt es einen Standart? Oder entwickle ich selbst eine? Ontologien sollen miteinander verknüpft werden.
1.) Ontologien machen
2.) Verknüpfungen herstellen.
Lücken gibt es immer.
-Frage Publikum:
Machtverhältnisse im Netz? Wer setzt sich durch? Es gibt keine Transperenz im Netz.
-Antwort Zeit:
Wir wollen gesehen werden. Kombination interene und externe Inhalte. Mittels RSS. In Zukunft andocken an andere Serviceses. Angebot der eigenen Sachen an andere APIs.
Sehr gute Erfahrungen mit w3c Technologien. Alle Artikel als XML auf dem Server. Integration von RSS kreuz und quer im Angebot, für Entwickler sehr gut.
-Antwort Schmidt:
Macht: Wie entstehen Strukturen und wie entstehen Machtzentren? ZB Organisationen etc. Beobachtung im deutschen Raum: Differenzierung bei den Blogs treten auf. Unterschiedliche verwendungsmechanismen.
Wenn es kommerzielle Interessen gibt, dann ist es wichtig: Was macht die Organisation mit den Daten. Schlechtes Beispiel Studivz. Da wird neu verhandelt wo die Privatsphäre anfängt und wo sie aufhört.
-Frage Moderatorin:
Wo stehen Bildungsportale in 10 Jahren?
-Antwort Pawlowski:
Bildungsportale müssen über ein System erreicht werden. Vernetzung Serviceses. Angst: Man muss dann zahlen.
-Antwort Schmidt:
Ergänzend: Tendenz egal ob ein grosses Portal oder viele kleine. Aggregation spricht dafür das es viele kleine spezifische gibt. Bezahlung für Inhalte muss nicht schlecht sein.
-Antwort Birkenbihl:
Portale muss sich Content selbst einfach zusammenstellen können. Ein und der selbe Content ist an vielen Stellen beziehbar. Neuer Wettbewerb entsteht, für den Nutzer eine Hilfe. Hilfe bei der Informationsbeschaffung. Neue Dienstleistung entsteht.
-Antwort Schmidt:
Kein Outlook sondern Open Source!!!
-Antwort Keil:
Wenn ein Portal einen Mehrwert hat dann entsteht Aufwand, daher muss der Aufwand reingeholt werden. Chancen für Portale sind gering. Unis verkaufen Content. Kommerzielle Anbieter haben die Chance wenn gute Serviceses kommen, kein Mircopayment, sondern Flatrate. Portale nur durch Träger (ökonomisches Modell) möglich. Arbeit die gut ist muss sich lohnen.
ENDE.
# 8. Dezember 2006, 12:05 - Rubrik: Veranstaltungen - Autor: DrKNickel
Kommentare:
# Frank Vohle (Gast) schrieb am 9. Dez, 15:45:
Danke für diesen Mitschnitt :-) Frank
# Stephan Mosel schrieb am 11. Dez, 13:36:
Blogs über den Workshop "Bildungsportale"
http://apschmidt.wordpress.com/2006/12/09/workshop-on-educational-portals-in-tubingen/http://medienpaedagogik.phil.uni-augsburg.de/randnotizen/?p=80
http://medienpaedagogik.phil.uni-augsburg.de/denkarium/?p=116#comments








