Ich glaube es liegt weniger an der Arroganz des Lehrpesonals, dass Weblogs bis dato keinen oder nur geringen Eingang im Bildungsbereich gefunden haben. Ich denke der Großteil der Lehrenden wäre froh, wenn sie sinnvolle Hilfsmittel zur Verfügung gestellt bekommen, die sie bei der Wissensvermittlung und bei der Organisation ebendieser unterstützen.
Ich glaube auch nicht, dass der Lehrkörper Weblogs als Gefahr für die traditionelle Unterrichtsmethode und damit für sich selbst sehen würde.
Ich sehe die Ursache für das geringe Interesse einerseits darin, dass Weblogs generell noch nicht ausreichend bekannt sind. Andererseits besteht das meiner Meinung nach größere Problem darin, dass Weblogs nicht das Potenzial haben, das ihnen von begeisterten Bloggern gerne zugeschrieben wird.
Ich spreche aus Erfahrung. Dieses Semester hatte ich das Vergnügen im Rahmen eines "innovativen" Projekts, das de facto nichts anderes als ein stinknormales Forschungsprojekt war, mit einem Weblog zu arbeiten. Im Zuge meines Resümees wage ich zu bezweifeln, dass das Weblog selbst einen wertstiftenden Beitrag geliefert hat. Weiterlesen bei Cookie: Erfahrungsbericht Weblogs im Bildungsbereich
Ich denke hier kommen wir zu einem wichtigen Punkt, der auch bereits in den Kommentaren angesprochen wurde: Man muss schaun, wo und wie Weblogs Sinn machen und wo nicht. Gab es im Web bereits einen Diskurs zu dem Thema, an dem man anknüpfen konnte und auch (von anderen) gelesen wurde? Hatte jedes Mitglied ein eigenes Blog, oder gab es eines für alle zusammen, usw.
In den Fällen, wo in Seminaren oder Projekten konstruktivistische Ansätze gewählt werden könnten Weblogs eine hilfreiche Funktion ausüben, aber per se ist durch ihre Nutzung in der Tat kein Lernerfolg zu erwarten. In dem Moment, wo ich Teilnehmer mit verschiedenen Ansichten und/oder Hintergründen habe, und es kein "richtig" oder "falsch" in einem objektiven Sinne mehr geben kann, könnten Weblogs durchaus der diskursiven Gestaltung eines Feldes zuträglich sein.
Selbstverständlich ist hierbei 'Weblog' weniger als eine CMS-Technologie, und mehr als eine Praxis des Diskutierens, und Vernetzens hinsichtlich des Erkenntnisgewinns über hochkomplexe Themen zu sehen. Wie alle anderen Praktiken selbstgesteuerten Lernens auch, muss diese zunächst (implizit?) erlernt werden.
Ich glaube auch nicht, dass der Lehrkörper Weblogs als Gefahr für die traditionelle Unterrichtsmethode und damit für sich selbst sehen würde.
Ich sehe die Ursache für das geringe Interesse einerseits darin, dass Weblogs generell noch nicht ausreichend bekannt sind. Andererseits besteht das meiner Meinung nach größere Problem darin, dass Weblogs nicht das Potenzial haben, das ihnen von begeisterten Bloggern gerne zugeschrieben wird.
Ich spreche aus Erfahrung. Dieses Semester hatte ich das Vergnügen im Rahmen eines "innovativen" Projekts, das de facto nichts anderes als ein stinknormales Forschungsprojekt war, mit einem Weblog zu arbeiten. Im Zuge meines Resümees wage ich zu bezweifeln, dass das Weblog selbst einen wertstiftenden Beitrag geliefert hat. Weiterlesen bei Cookie: Erfahrungsbericht Weblogs im Bildungsbereich
Ich denke hier kommen wir zu einem wichtigen Punkt, der auch bereits in den Kommentaren angesprochen wurde: Man muss schaun, wo und wie Weblogs Sinn machen und wo nicht. Gab es im Web bereits einen Diskurs zu dem Thema, an dem man anknüpfen konnte und auch (von anderen) gelesen wurde? Hatte jedes Mitglied ein eigenes Blog, oder gab es eines für alle zusammen, usw.
In den Fällen, wo in Seminaren oder Projekten konstruktivistische Ansätze gewählt werden könnten Weblogs eine hilfreiche Funktion ausüben, aber per se ist durch ihre Nutzung in der Tat kein Lernerfolg zu erwarten. In dem Moment, wo ich Teilnehmer mit verschiedenen Ansichten und/oder Hintergründen habe, und es kein "richtig" oder "falsch" in einem objektiven Sinne mehr geben kann, könnten Weblogs durchaus der diskursiven Gestaltung eines Feldes zuträglich sein.
Selbstverständlich ist hierbei 'Weblog' weniger als eine CMS-Technologie, und mehr als eine Praxis des Diskutierens, und Vernetzens hinsichtlich des Erkenntnisgewinns über hochkomplexe Themen zu sehen. Wie alle anderen Praktiken selbstgesteuerten Lernens auch, muss diese zunächst (implizit?) erlernt werden.
Stephan Mosel am 13. Mai 2004, 12:22 - Rubrik: EduBlogging








