Elke Prinz aus Linz über das Lernen mit Weblogs: Meiner Meinung nach können Weblogs und E-Learning den realen Unterricht nicht ersetzen. Es treten dabei zu viele Nachteile auf. Wie vor kurzem in der Oberösterreichischen Nachrichten zu lesen war, verlernen die Kinder immer mehr die deutsche Sprache und sind ihrer nicht mächtig. Wie im Skriptum Informationsverarbeitung 2 im Kapitel Auswirkungen von Elisabeth Katzlinger-Felhofer zu lesen ist, entstehen durch die neuen Technologien Lebensbedingungen, die durch gesellschaftliche Isolierung und Einsamkeit gekennzeichnet sind. Frau Prinz kommt hier zu einem Schluss, der sich meiner Ansicht nach auf einer sehr normativen Basis bewegt. Zwar kenne ich das angeprochene Skriptum nicht, jedoch gingen doch erst neulich wieder jüngste Untersuchen durch die Presse, welche aktiven Onlinern ein ausgesprochen ausgeprägtes Sozialverhalten bescheinigen. Von daher würde ich solcherlei Pauschaul-Aussagen grundsätzlich mit Vorsicht geniessen, da sie jedem zunächst neuen Medium attribuiert werden.
Vielleicht erklärt sich der Standpunkt von Frau Prinz auch aus ihrer eigenen, autobiographischen Erfahrung: Ein Blick auf das Weblog zeigt, dass zwischen dem Seminarbeginn im Oktober und der Veröffentlichung ihrer Texte zum Thema Lernen mit Weblogs im Januar nicht ein Beitrag in ihrem Blog geschrieben wurde.
Zu klären wäre meiner Ansicht nach also viel eher, ob und welche Ressourcen und/oder Motivation ein(e) LernerIn mitbringen muss, bzw ob entsprechende Praktiken vermittelt werden müssen, um in E-Learning-Szenarien Weblogs konstruktiv einzusetzen.
Vielleicht erklärt sich der Standpunkt von Frau Prinz auch aus ihrer eigenen, autobiographischen Erfahrung: Ein Blick auf das Weblog zeigt, dass zwischen dem Seminarbeginn im Oktober und der Veröffentlichung ihrer Texte zum Thema Lernen mit Weblogs im Januar nicht ein Beitrag in ihrem Blog geschrieben wurde.
Zu klären wäre meiner Ansicht nach also viel eher, ob und welche Ressourcen und/oder Motivation ein(e) LernerIn mitbringen muss, bzw ob entsprechende Praktiken vermittelt werden müssen, um in E-Learning-Szenarien Weblogs konstruktiv einzusetzen.
Kommentare:
# Kossatsch schrieb am 26. Jan, 14:10:
Der Absatz Beispiele für die Nutzung von Blogs ist wohl auch ein bißchen kurz geraten. Gibt es da nicht weit mehr? Sollte das tatsächlich das Fragment einer Arbeit sein, ist es nicht gerade ratsam, die Konklusion bereits vor dem Hintergrund so magerer Belege zu setzen.Der Satz "Da in der heutigen Zeit alles immer schneller gehen muss, hat man diesen Ausdruck auf Blog gekürzt." ist sehr amüsant. Würde ich in einer Arbeit gnadenlos anstreichen.
Widersprüchlich
und nicht nachvollziehbar erscheint mir das Fazit. Denn die Autorin belegt doch gerade durch ihre Beispiele, wie sinnvoll der Einsatz eines Blogs in einem geisteswissenschaftlichen Fach ist:"Außerdem hat man Zeit, über Formulierungen nachzudenken"
- das klingt doch wie eine Lösung für ihr Problem ("verlernen die Kinder immer mehr die deutsche Sprache und sind ihrer nicht mächtig").
# Miriam Fischer schrieb am 5. Feb, 14:55:
Wie könnte ein Weblog den Präsenzunterricht ersetzen?
Meiner Meinung nach geht es in der Diskussion um ICT im Unterricht nie darum, den Präsenzunterricht zu ersetzen! Vielmehr wird dieser durch ICT - und damit duch neue Möglichkeiten und Formen - erweitert. Einige gute Ideen zur Verwendung von Weblogs im Unterricht fand ich allerdings schon in diesem Beitrag von Elke Prinz. Deshalb überrascht mich ihre negative Einschätzung am Schluss ihres Beitrags doch ziemlich.Und noch meine Hypothese zur Entstehung des Begriffs Blog: Ich bezweifle, dass das Wort Weblog gekürzt wurde, weil es zu lang ist. Vielmehr denke ich, dass jemand auf die Idee gekommen ist, das Wort in "we" und "blog" zu unterteilen, also den Artikel "we" und das Verb "to blog" und hier einen Satz zu lesen: we blog. Wir bloggen. Passt zur Philosophie, finde ich.
Ich habe jedoch diese These nirgends bestätigt gekriegt. Macht nichts, ich suche weiter nach den Ursprüngen der Bedeutung von "Blog". Jedenfalls gefällt mir die Idee im Moment.








