Hans Mittendorfer aus Linz hat im Weblog collabor: Kooperatives Lernen und Publizieren (welches Teil einer Lehrveranstaltung ist, die im Verbund zwischen der FHTW-Berlin, der Universität Linz und der Universität Salzburg abgehalten wird - leider mit kaputtem RSS-Feed) einen Beitrag über die akademische Nutzung von Weblogs in der Lehre sowie über die Frage, ob man sie als Lerntagebücher verstehen kann geschrieben: Lerntagebücher ? Dennoch möchte ich behaupten, dass der hier und heute erreichte Entwicklungs- und Nutzungsgrad unseres COLLABOR-Dienstes, als "Contentmanagementsystem" (in weitesten Sinne) auf der Basis eines Weblog-Services für den Einsatz in der wissenschafltichen Lehre beschrieben werden kann.
Der Großteil der publizierten Inhalte und Darstellungsformen haben mit "Tagebüchern" wenig gemeinsam. Sie bilden eher den Werdegang eines oder mehrerer, oftmals ineinenander geschachtelter, zeitweilig kommentierter Themen ab. Häufig ist am Dokumentationsprozess der Lernprozess einzelner Teilnehmer bis zu den Lerntheoretischen Höhepunkten (den Aha-Erlebnissen) nachzuvollziehen.
[...]
Mit Sicherheit bildet die ausschließlich chronologische Anordnung der Beiträge eine große Zugangshürde, so nützlich diese auch in manchen Situationen sein mag. Diese Tatsache wurde insbesondere in der Aufbauphase vielfach bemänglelt und dokumentiert. Deshalb ist ein wichtiges Ziel der (informationstechnischen) Erweiterungen, die Kategorien und Dimensionen der Zugänge zu den gespeicherten Informationen (Informationsfragmenten) zu ergänzen. Deutlich wird hier für mich, dass die chronologische Form von Weblogs in der Aneignung von (Meta?)Wissen wohl ausgehebelt wird, für die Generierung von Inhalten aber dennoch sinnvoll zu sein scheint. Genauer betrachten müsste man, wieso die chronologische Publikationsform aus publizistisch / pädagogischen Gründen sinnvoll zu sein scheint. Ich nehme an, Narrativität und Sequenz sind hier zwei wichtige Faktoren.
Für die Visualisierung von Information und die Generierung von Wissen aus einem Universum von lernenden Weblog-Verfassern (beispielsweise eines Seminarverbunds) scheint der Schlüssel aber nun in aufbereiteten Meta-Daten zu liegen. Denn weder kann jeder alles lesen, noch wäre dies sinnvoll. Ein grundlegender Schritt liegt wohl darin, zunächst die Beziehungen zwischen verschiedenen Beiträgen durch Analyse der sich gegenseitig referenzierenden Hyperlinks zu visualisieren.
Stephan Ziep aus Berlin hat für Collabor einen Webcrawler in Java geschrieben, der alle Collabor-Seiten nach Links durchsucht, und auf diese Weise eine Grafik generiert, anhand derer man sehen kann, welche Blogs mit welchen verknüpft sind, und wo sich Schwerpunkte im Netz bilden. [via abgeBLOGt]

Ähnlich funktioniert auch ein Dienst welcher von BlogStreet angeboten wird; als Beispiel die Visual Blog Neighborhood des BildungsBlogs (Java benötigt). Unklar ist allerdings, auf welchen Daten diese beruht, und ob dies in offenen Universen in lerntechnischer Hinsicht "Sinn" macht: Ob dies tatsächlich eine Basis zur Aneignung von mehr, tieferem, anderem (..?) Wissen sein kann. Es bleibt also spannend.
Der Großteil der publizierten Inhalte und Darstellungsformen haben mit "Tagebüchern" wenig gemeinsam. Sie bilden eher den Werdegang eines oder mehrerer, oftmals ineinenander geschachtelter, zeitweilig kommentierter Themen ab. Häufig ist am Dokumentationsprozess der Lernprozess einzelner Teilnehmer bis zu den Lerntheoretischen Höhepunkten (den Aha-Erlebnissen) nachzuvollziehen.
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Mit Sicherheit bildet die ausschließlich chronologische Anordnung der Beiträge eine große Zugangshürde, so nützlich diese auch in manchen Situationen sein mag. Diese Tatsache wurde insbesondere in der Aufbauphase vielfach bemänglelt und dokumentiert. Deshalb ist ein wichtiges Ziel der (informationstechnischen) Erweiterungen, die Kategorien und Dimensionen der Zugänge zu den gespeicherten Informationen (Informationsfragmenten) zu ergänzen. Deutlich wird hier für mich, dass die chronologische Form von Weblogs in der Aneignung von (Meta?)Wissen wohl ausgehebelt wird, für die Generierung von Inhalten aber dennoch sinnvoll zu sein scheint. Genauer betrachten müsste man, wieso die chronologische Publikationsform aus publizistisch / pädagogischen Gründen sinnvoll zu sein scheint. Ich nehme an, Narrativität und Sequenz sind hier zwei wichtige Faktoren.
Für die Visualisierung von Information und die Generierung von Wissen aus einem Universum von lernenden Weblog-Verfassern (beispielsweise eines Seminarverbunds) scheint der Schlüssel aber nun in aufbereiteten Meta-Daten zu liegen. Denn weder kann jeder alles lesen, noch wäre dies sinnvoll. Ein grundlegender Schritt liegt wohl darin, zunächst die Beziehungen zwischen verschiedenen Beiträgen durch Analyse der sich gegenseitig referenzierenden Hyperlinks zu visualisieren.
Stephan Ziep aus Berlin hat für Collabor einen Webcrawler in Java geschrieben, der alle Collabor-Seiten nach Links durchsucht, und auf diese Weise eine Grafik generiert, anhand derer man sehen kann, welche Blogs mit welchen verknüpft sind, und wo sich Schwerpunkte im Netz bilden. [via abgeBLOGt]

Ähnlich funktioniert auch ein Dienst welcher von BlogStreet angeboten wird; als Beispiel die Visual Blog Neighborhood des BildungsBlogs (Java benötigt). Unklar ist allerdings, auf welchen Daten diese beruht, und ob dies in offenen Universen in lerntechnischer Hinsicht "Sinn" macht: Ob dies tatsächlich eine Basis zur Aneignung von mehr, tieferem, anderem (..?) Wissen sein kann. Es bleibt also spannend.








