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Die Osteopathie ist eine ganzheitliche und manuelle Therapie, welche die Diagnose und Behandlung von Funktionsstörungen umfasst.
Diese Therapieform wurde von dem amerikanischen Arzt A.T. Still (1828-1917) im 19. Jahrhundert erfunden. Das Therapiekonzept der Osteopathie fokussiert primär die Erhaltung der Bewegung und Beweglichkeit des Gewebes im gesamten Organismus.

Im Laufe der Zeit kann es zur Einschränkung einzelner Körperstrukturen durch Spannungsketten im Körper kommen. Die Bedeutung der Osteopathie liegt im Ertasten von Bewegungseinschränkungen und Spannungen durch die geschulten Hände des Osteopathen.

Die Ausbildung zum Osteopathen/in kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. Mehrere Institute bieten verschiedene Lehrformen an, die zum größten Teil an privaten Bildungsträgern erfolgen. Da die Ausbildung dem Heilpraktikergesetz unterliegt und staatlich nicht geregelt ist, variieren die Ausbildungszeiten erheblich.

Quelle: http://www.osteopathie-cmd-hamburg.de

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Die Diskussionen zum bedingungslosen Grundeinkommen sind davon geprägt, dass das Grundeinkommen aus sehr unterschiedlichen, teilweise entgegengesetzten Motiven heraus angestrebt wird. Dieser großen Unterschiedlichkeit der mit dem Grundeinkommen verbundenen Ziele entspricht die Unterschiedlichkeit der vorgeschlagenen Modelle. Dabei ist wesentlich, dass oft nicht das Grundeinkommen selbst sehr unterschiedlich ausgestaltet ist, sondern dass das Grundeinkommen mit unterschiedlichen anderen Reformvorschlägen für das Steuer- und Sozialsystem verknüpft wird.

Wirtschaftsliberale Modelle verbinden das Grundeinkommen mit der Einführung einer Flat Tax in der Einkommensteuer, einer Kopfpauschale als Beitrag zur Krankenversicherung und der Abschaffung der Lebensstandardsicherung durch Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung. Diese Verknüpfung des Grundeinkommens mit anderen Reformvorschlägen erschwert die Untersuchung der Frage, ob ein Grundeinkommen finanzierbar wäre. Denn bei der Analyse der finanziellen Folgen müssen die Wirkungen des Grundeinkommens und die Wirkungen der vorgeschlagenen Begleitmaßnahmen auseinander gehalten werden.

Unter einem Grundeinkommen wird ein Einkommen verstanden, das von einem politischen Gemeinwesen an alle seine Mitglieder individuell, ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Pflicht zur Gegenleistung gezahlt wird.[1] Außerdem ist das Grundeinkommen in Existenz sichernder Höhe anzusetzen, da es andernfalls viele seiner intendierten Zwecke nicht erfüllen könnte.

Das Grundeinkommen ist ein neues Instrument der Mindestsicherung. Daraus ergibt sich auch, welche der bestehenden sozialen und steuerlichen Instrumente durch das Grundeinkommen ersetzt werden müssten. Als neue universale Mindestsicherung ersetzt das Grundeinkommen die Sozialhilfe, in Deutschland das Arbeitslosengeld II, die Ausbildungsförderung, das Kindergeld und die Steuerbefreiung des Existenzminimums in der Einkommensteuer. Es ersetzt auch Rente und Arbeitslosengeld, dies jedoch nur in der Höhe des Grundeinkommens.

Daraus ergibt sich auch, was ein so definiertes Grundeinkommen nicht ersetzt: Es stellt keinen Ersatz dar für soziale Leistungen und Steuervergünstigungen, die über die Mindestsicherung hinausgehen. Somit kann das Grundeinkommen Rente und Arbeitslosengeld bezüglich deren Funktion als Absicherung des individuellen Lebensstandards nicht ersetzen. Auch eine bestimmte Finanzierungsform der sozialen Krankenversicherung, eine bestimmte Ausgestaltung des Tarifs der Einkommensteuer sowie andere Steuerreformen erscheinen im Zusammenhang mit dem Grundeinkommen als willkürlich gesetzte sachfremde Zutaten, die sich nicht aus der Grundeinkommensidee herleiten lassen.

Mehr unter http://bildung24.cwsurf.de/das-bedingungslose-grundeinkommen/41-allgemein/304-finanzierung-des-bedingungslosen-grundeinkommens

Gerade bei LehrerInnen ist das Burnout-Syndrom eine der häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit. Eine Initiative von Experten und Betroffenen gibt Tipps (auch für Arbeitgeber) zu Prävention und Therapie auf der Seite Burnout-Syndrom: Hilfe für Betroffene Mit dem Burnout-Test kann jeder sofort online testen, in wie weit er von Burnout betroffen ist. Infobroschüre zum Download.

Die Stuttgarter Breuninger-Stiftung will das bedingungslose Grundeinkommen einem Realitätstest unterziehen. Nach Informationen von manager magazin sind in Brandenburg und Stuttgart zwei Feldversuche zur Idee von dm-Gründer Götz Werner geplant. Je 100 Menschen sollen monatlich 800 Euro erhalten.

Hamburg - Die Stuttgarter Breuninger-Stiftung will die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens einem Realitätstest unterziehen. Zwei Feldversuche sollen belegen, dass die vorbehaltlose Zahlung eines fixen Grundgehalts Menschen zu beruflich oder ehrenamtlich sinnvollen Tätigkeiten animiert. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (18. Dezember) im Handel erhältlich ist.

Für den theoretischen Ansatz des Grundeinkommens wirbt Götz Werner, Gründer der Drogeriemarktkette dm, bereits seit Jahren. Ob das Konzept auch in der Praxis funktioniert, ist strittig.

Auf Initiative von Helga Breuninger, Spross des gleichnamigen Stuttgarter Kaufhausclans und Leiterin der Breuninger-Stiftung, hat eine Projektgruppe bereits einen Versuchsplan ausgearbeitet. Das von Werner geleitete Interfakultative Institut für Entrepreneurship in Karlsruhe hat an dessen Ausarbeitung mitgewirkt.

Der Projektskizze zufolge sollen je 100 Teilnehmer an zwei deutschen Standorten für einen Zeitraum von zwei Jahren ein festes Grundeinkommen erhalten: monatlich 800 Euro netto, zuzüglich der Beiträge zur Sozialversicherung. Um möglichst aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, hat die Projektgruppe zwei Testgebiete mit unterschiedlicher Wirtschaftskraft ausgewählt. Ein Feldversuch soll im wirtschaftlich starken Stuttgart, der andere in einer strukturschwächeren Gemeinde in Brandenburg stattfinden. Der Start des Projekts ist für Mitte 2010 vorgesehen.

Zur Zielgruppe zählen Hochschulabsolventen mit schlechten Jobperspektiven genauso wie Mütter nach der Babypause, Frührentner, Hartz-IV-Empfänger oder Langzeitarbeitslose. Die Gesamtkosten des Projekts werden auf sieben Millionen Euro veranschlagt. Die Breuninger-Stiftung will ihren Teil dazu beitragen; zusätzlich sollten öffentliche Mittel, aber auch Spenden von Unternehmen und anderen Stiftungen akquiriert werden.

Quelle: http://bildung24.cwsurf.de/das-bedingungslose-grundeinkommen/41-allgemein/295-praxistest-fuer-grundeinkommen

Zukunftsinvestitionen in Bildung und Forschung haben höchste Priorität für die Bundesregierung. "Gerade in der Wirtschaftskrise brauchen wir Investitionen, die uns nachhaltig stärken, um die Chance zu nutzen, die Krise zu überwinden und mit neuer Kraft und neuen Ideen aus ihr hervorzugehen", sagte Bundesbildungs- und Forschungsministerin Annette Schavan am Mittwoch in Berlin. "Mit diesem Regierungsentwurf ist es uns gelungen, trotz der schwierigen finanziellen Situation Bildung und Forschung nachhaltig im Bundeshaushalt zu verankern. Der Bund setzt damit ein klares Signal."
Im Haushalt 2010 wird die Bundesregierung zusätzlich 750 Mio. Euro in Bildung und Forschung investieren - ein erster Schritt bei der Umsetzung des Koalitionsvertrages, der vorsieht, dass der Bund in dieser Legislaturperiode insgesamt 12 Mrd. Euro mehr für diese zentralen Zukunftsfelder zur Verfügung stellen wird. So wird der Etat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 2010 gegenüber dem Vorjahr um rund 6,9 Prozent auf insgesamt etwa 10,9 Mrd. Euro aufwachsen.
Die Fortsetzung des Hochschulpaktes, der Exzellenzinitiative und des Paktes für Forschung und Innovation ist finanziell abgesichert. Insgesamt stellt die Bundesregierung von 2011 bis 2013 für diese zentralen Vorhaben rund 2,5 Mrd. € an zusätzlichen Mitteln zur Verfügung. Bereits im nächsten Jahr werden die Mittel für den Hochschulpakt um 33 Prozent auf 509 Mio. Euro ansteigen, mit denen gezielt der Ausbau neuer Studienplätze finanziert wird. "Das ist ein Meilenstein auf dem Weg Deutschlands zur Bildungsrepublik - zu einem Land, das mit bester Bildung und fairen Start- und Aufstiegschancen die Teilhabe aller an der modernen Wissensgesellschaft ermöglicht", sagte Bundesbildungsministerin Schavan.
Die Bundesmittel für die "Stärkung des Lernens im Lebenslauf" werden um 54 Prozent auf 215 Mio. Euro ansteigen. Die Projektausgaben für die "Modernisierung und Stärkung der beruflichen Bildung" werden nahezu verdoppelt (rund 95%) und auf ein Rekordniveau von 190 Mio. Euro anwachsen. Verwendet werden diese Mittel unter anderem für eine weitere Verbesserung der Berufsorientierung Schüler ab der 7. Klasse und für die Modernisierung der überbetrieblichen Berufsbildungsstätten. Schavan: "Soziale Teilhabe beginnt beim Zugang zum Arbeitsmarkt. Wir wollen, dass alle jungen Menschen in unserem Land das beste Rüstzeug für diesen wichtigen Schritt erhalten."
Mit dem Haushalt 2010 werden zudem die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, um auf allen Ebenen entscheidende Weichenstellungen für die Zukunftsfähigkeit des Bildungssystems vorzunehmen. So sollen die frühkindliche Bildung und Sprachförderung sowie die individuelle Förderung Leistungsschwacher weiter ausgebaut werden. Durch einen Ausbau des BAföG und den Aufbau eines nationalen Stipendienprogramms soll insbesondere jungen Menschen, die nicht aus Akademikerfamilien stammen, die Aufnahme eines Studiums erleichtert werden. Mit ihrer Bereitschaft zum Abschluss eines Bologna "Mobilitäts- und Qualitätspakets" mit den Ländern setzt sich der Bund auch für die Verbesserung der Lehre an den Hochschulen, eine bessere Betreuungsrelation und leichtere Mobilität ein.
Die Hightech-Strategie wird weiterentwickelt, um verstärkt Innovationen in Zukunftsbranchen zu fördern. Die Projektmittel in den Zukunftsbereichen Lebenswissenschaften, Klima, Umwelt und Neue Technologien werden auf insgesamt rund 1,6 Mrd. Euro und damit um fast 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht.
Die Projektfördermittel für Lebenswissenschaften steigen um rund 10 Prozent auf fast eine halbe Milliarde Euro an. Im Bereich Klima und Energie, der um rund 7 Prozent auf 380 Mio. € ansteigt, sowie bei neuen Technologien wird unter anderem die Förderung innovativer Batterietechnologien als Grundlage zur Steigerung der Elektromobilität und zur Förderung des Klimaschutzes verstetigt. Die Projektfördermittel für neue Technologien steigen um rund 14% auf über 700 Mio. Euro an. Die Stärkung von Spitzenforschung und Innovationen ist Ziel eines Förderschwerpunktes für die Neuen Länder. Mit zusätzlichen 15 Mio. € wird dieser Förderbereich auf 137 Mio. € ausgebaut. Darüber hinaus fließen erhebliche Fördermittel aus den übrigen BMBF-Förderprogrammen in Zukunftsprojekte in den Neuen Ländern.
Die aktuellen Pressemeldungen des BMBF sind auch als RSS-Feed verfügbar.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite "RSS-Newsfeeds des BMBF" unter: http://www.bmbf.de/de/3239.php.
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Quelle: http://bildung24.cwsurf.de/blog/36-news/300-schavan-qhohe-zukunftsinvestitionen-in-die-nachhaltigkeit-von-bildung-und-forschungq

NRW rechnet ab 2015 mit jährlich 1,1 Milliarden Euro an Bundeshilfen für Bildung. Diese Zusage habe es ihm erleichtert, dem Steuerpaket der Berliner Koalition zuzustimmen, sagte NRW-Ministerpräsident Rüttgers (CDU) gestern in Berlin der WAZ.

Berlin/Düsseldorf. Wegen des Steuerpakets wird das Land nach seinen Angaben aber jährlich 435 Millionen Euro weniger an Steuern einnehmen.

Während Wirtschaftsminister Brüderle (FDP) weitere Milliarden-Entlastungen in Aussicht stellte, meldete Rüttgers Vorbehalte an: „Da empfehle ich die Steuerschätzung im Mai 2010 abzuwarten.” Zugleich sagte er „erhebliche Diskussionen” voraus. 2010 müssten Bund und Länder erst darüber reden, „was wir uns noch leisten können.” Ab 2011 müsse man zudem zur Konsolidierung zurückkehren.

Als Konsequenz aus der knappen Abstimmung im Bundesrat verlange er von der Koalition frühere Absprachen mit den Ländern. Union und FDP verfügten im Bundesrat nur über eine dünne Mehrheit, so Rüttgers. Vorhaben könnten deshalb an einem Land scheitern. „Das hat noch nicht jeder verinnerlicht”, sagte er.

Trotz Rekordverschuldung und der Zitterpartie im Bundesrat peilt Brüderle die nächste Entlastung an. „2011 kommt die weitere Steuerreform mit einem Stufentarif”, sagte der FDP-Politiker der „BZ am Sonntag”. Diese solle kleinere und mittlere Einkommen um 20 Milliarden Euro entlasten.

Quelle: http://bildung24.cwsurf.de/blog/56-nordrhein-westfalen/301-ruettgers-11-milliarden-euro-mehr-fuer-die-bildung

Wenn man zum ersten Mal mit der Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens konfrontiert wird, stellen sich einem viele Fragen. Die wichtigsten haben wir wir hier zusammengefasst:

1. Wenn jeder ein bedingungsloses Grundeinkommen hat, würde dann noch jemand arbeiten?
2. Ist das bedingungslose Grundeinkommen ein zusätzliches Einkommen?
3. Geld ohne zu arbeiten? Wie kann es so etwas geben?
4. Ist ein Grundeinkommen finanzierbar?
5. Wie können wir sicher sein, dass Unternehmen die gesunkenen Lohnkosten auch in Form sinkender Preise weitergeben?
6. Kommt es nicht bei der Umstrukturierung des Steuerwesens zu einer reinen Konsumsteuer zu Schmuggel in dramatischen Ausmaßen?
7. Müssten Geringverdiener bei einem Anstieg der Mehrwertsteuer nicht einen prozentual höheren Anteil am Steueraufkommen als heute leisten?
8. Müssten Unternehmen dann keine Steuern mehr zahlen?
9. Wie stark steigen die Preise bei einer solch starken Mehrwertsteuererhöhung? Was ist mit der Inflation?
10. Warum nehmen die Menschen nicht ihr Grundeinkommen und ziehen ins Ausland?
11. Was ist mit den Arbeiten, die niemand tun will, die aber für unsere Gesellschaft wichtig sind?
12. Welche Auswirkungen hat ein in dieser Weise wirkendes Grundeinkommen für die Wirtschaft insgesamt?
13. Ist es nicht zynisch, Menschen einfach nur „mit Geld nach Hause zu schicken”? Berauben wir sie so nicht eines wesentlichen Lebensinhalts?
14. Fallen alle anderen staatlichen Leistungen mit Einführung des Grundeinkommens weg?
15. Kann man die geltenden Rentenversorgungsleistungen in das Grundeinkommen (als Transferleistung) einbeziehen?

Wenn jeder ein bedingungsloses Grundeinkommen hat, würde dann noch jemand arbeiten?

1. Wer befürchtet, bei einem Grundeinkommen von zunächst ca. 650,-- EURO (etwa dem heutigen Einkommensteuerfreibetrag) würden die Menschen aufhören zu arbeiten muss sich die Frage stellen lassen, warum die Menschen nicht auch heute schon die Arbeit niederlegen, sobald sie 650,-- EURO verdient haben? Die Antwort fällt leicht: weil sie sich mehr wünschen als lediglich das Existenzminimum. Es ist also nicht damit zur rechnen, dass die Menschen aufhören zu arbeiten, sobald ein Grundeinkommen in dieser Höhe eingeführt wird.
2. Für viele Menschen ist Arbeit mehr als nur Broterwerb.
3. Selbst wenn zu erwarten wäre, dass die Menschen weniger arbeiten: wir haben ja heute genau das umgekehrte Problem. Die Menschen müssen arbeiten, weil ihr Einkommen allein vom Arbeitsplatz abhängt, sie finden jedoch immer weniger Arbeit. Ein Grundeinkommen würde hier einen Ausgleich herbeiführen.
4. Fragen Sie sich selbst: würden Sie bei einem Grundeinkommen zu arbeiten aufhören? Die häufigste Antwort auf diese Frage ist: Ich zwar nicht, aber die Anderen. Diese Antwort ist Ausdruck der unterschiedlichen Sichtweise, die Menschen von sich selbst und von anderen haben. Der Management-Autor Reinhard K. Sprenger beschreibt in seinem Buch „Mythos Motivation - Wege aus einer Sackgasse” eine Umfrage unter Führungskräften, die dies bestätigt: während die Führungskräfte davon überzeugt war, sich selbst zu motivieren, war es Auffassung der jeweils nächsten Führungsebene, sie müsse ihre Mitarbeiter motivieren.
5. In dieser Frage und der unterstellten Antwort offenbart sich das eigentliche Problem unserer Gesellschaft: ein Kulturproblem! Menschen wären ohne finanzielle Anreize nur dann faul, wenn sie nicht den Sinn ihrer Tätigkeit in den Mittelpunkt stellten. Dabei sind doch auch heute gerade jene unmotiviert, die ihre Arbeit nicht als sinnvoll und erfüllend erleben. Sollten wir nicht besser daran etwas ändern und den Menschen durch Bildung und die Möglichkeit zur Selbstbildung die eigene Sinnfindung erleichtern anstatt durch immer neue finanzielle Zwänge ihren Missmut zu erhöhen? Das Grundeinkommen macht es möglich, eine dem eigenen Lebenssinn entsprechende Tätigkeit wahrzunehmen.

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Ist das bedingungslose Grundeinkommen ein zusätzliches Einkommen?

Nein. Das Einkommen kann um den Betrag des Grundeinkommens gesenkt werden. Für den einzelnen Bürger ist es ein Sockelbetrag. Es wird also grundsätzlich an jeden gezahlt, ohne Ansehen sonstiger Einkünfte und Tätigkeiten. Der Mensch und seine Arbeitskraft haben also keinen Warencharakter mehr.

Arbeitsverträge werden dann im gegenseitigen Einvernehmen geschlossen. Durch Vertragsfreiheit kann je nach Qualifikation und Arbeitspräferenz des Einzelnen ein auf das Grundeinkommen aufbauendes Erwerbseinkommen erzielt werden.

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Geld ohne zu arbeiten? Wie kann es so etwas geben?

Wir leben nicht vom Gelde, sondern von den Waren und Dienstleistungen, die wir dafür kaufen können. Die Produktivität hat in den vergangenen Jahren so stark zugenommen, dass immer mehr gilt: die Maschinen übernehmen die Arbeit. Insofern gibt es das Geld tatsächlich nicht „ohne Arbeit“ sondern nur in dem Maße, als die Menschen für die automatisierbare Arbeit nicht mehr benötigt werden. Menschen sind für die Konstruktion, Finanzierung, den Bau, die Wartung und schließlich den Abbau der Maschinen nach wie vor erforderlich. Nur eben: in geringerem Maße als früher. In dem Maße, wie die Arbeit als Produktionsfaktor ersetzt wird, muss sie auch als Einkommensfaktor ersetzt werden, wenn nicht die Verarmung der arbeitslosen Einkommenslosen die Folge sein soll. Durch ein Grundeinkommen können die Menschen nicht nur die verbleibende „alte Arbeit“ selbstbestimmt unter sich aufteilen. Auch und gerade die „Neue Arbeit“, die Kulturarbeit im weitesten Sinne (von der Familien- und Erziehungsarbeit, Bildung, Wissenschaft, Forschung, bis zur Medizin, der Pflege und den Künsten) können sie auf der Basis des Grundeinkommens ergreifen (auch trotz der heute noch chronischen Mittelknappheit in all diesen Bereichen).

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Ist ein Grundeinkommen finanzierbar?

Allerdings! Wir müssen uns nur vergegenwärtigen, dass wir erstens ja auch schon heute alle Menschen in unserem Land ernähren und dass zweitens alle zur Zahlung eines bedingungslosen Grundeinkommens erforderlichen Geldströme schon heute fließen. „Alles, was sich güterwirtschaftlich erstellen lässt, das lässt sich auch finanzieren” (Oswald von Nell-Breuning; siehe auch Finanzierung und Wirkung).

Schon heute verfügt die große Mehrheit der Menschen über ein Einkommen in Höhe des Grundeinkommens oder darüber. Da das Grundeinkommen Transferleistungen und Erwerbseinkünfte in seiner Höhe ersetzt, ändert sich für diese Menschen und den Kosten nichts. Kaum jemand liegt mit seinem Einkommen deutlich unter dem Grundeinkommensbetrag.

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Wie können wir sicher sein, dass Unternehmen die gesunkenen Lohnkosten auch in Form sinkender Preise weitergeben?

1. Marktwirtschaft und Wettbewerb bedeuten immer auch Preiswettbewerb. Wenn nur ein einziger Anbieter die gesunkenen Lohnkosten weitergibt um Kunden zu gewinnen, müssen die anderen ihm folgen.
2. In dieser Frage sich die Wirtschaftsexperten einig. Andernfalls würden deren Forderungen nach Lohnsenkungen (auch ohne die Einführung eines Grundeinkommens) zur Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland keinen Sinn ergeben.

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Kommt es nicht bei der Umstrukturierung des Steuerwesens zu einer reinen Konsumsteuer zu Schmuggel in dramatischen Ausmaßen?

Nein, denn eine solche Umstellung lässt sich nur über einen längeren Zeitraum hin realisieren. Die Preise bleiben darum im Wesentlichen stabil (vgl. Finanzierung und Wirkung). Bis die Konsumsteuer eine Höhe erreicht, in der sich Schmuggel wirtschaftlich lohnen würde, haben die Vorteile der Umstellung - niedrigere Einkommenssteuern, niedrigere Löhne, niedrigere Netto- und somit Exportpreise, die die Auslandsnachfrage nach deutschen Waren noch einmal deutlich steigern - Deutschland zu einem internationalen Steuer- und Produktionsparadies gemacht.

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Müssten Geringverdiener bei einem Anstieg der Mehrwertsteuer nicht einen prozentual höheren Anteil am Steueraufkommen als heute leisten?

Menschen mit hohem Einkommen geben in der Regel einen relativ kleineren Anteil ihres jährlichen Geldeinkommens für ihren Konsum aus als Menschen mit geringem Einkommen. Absolut werden die Konsumausgaben von Menschen mit höherem Einkommen größer sein als die von Menschen mit geringem Einkommen. Je höher das Geldeinkommen ist, desto eher wird es für Güter und Dienstleistungen qualifizierterer Art (nicht für den Grundlebensbedarf) ausgegeben. Unsere deutsche Umsatzsteuer ist so gestaltet, dass Verbrauchsausgaben für den Grundlebensbedarf niedriger besteuert werden (7 %) als andere (z. Zt. 19 %). Es ist eine Frage der Gestaltung der Steuersätze – ihrer Höhe und Differenzierung, ob dies am Ende zu mehr Steuern bei hohem als bei niedrigem Einkommen führt.

Die Meinung, dass unser Steuerwesen dazu da sei, Kapital und Vermögenskonzentrationen zu begrenzen oder zu verhindern, greift zu kurz. Für große Investitionsvorhaben müssen auch große Kapitalien vorhanden sein; die Frage ist jedoch, wie deren Eigentumsseite geregelt wird. „Eigentum verpflichtet“ sagt unser Grundgesetz. Hier besteht in unserer Zeit sicher ein Nachholbedarf in der Ausgestaltung der gesellschaftlichen Eigentumsverfassung. Letztlich geht es um die Frage, ob der Staat dazu da sein soll, die zuvor von den Bürgern bei der Einkommenszumessung selbst gemachten Unterschiede wieder „gerecht“ einzuebnen. Der Staat wird so zum „großen Bruder“. Diese Sicht kann nicht von vorneherein als von allen geteilt unterstellt werden – sie wäre vielmehr zu hinterfragen und gesellschaftlich zu diskutieren.

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Müssten Unternehmen dann keine Steuern mehr zahlen?

Die angestrebte Umstellung des Steuerwesens von der nominellen Einkommensbesteuerung auf die Besteuerung des Verbrauchs (besser: des Realeinkommens) fragt nicht nach den Quellen des nominellen Einkommens sondern nach dessen Verwendung - nach der Inanspruchnahme von Leistungen aus der gesellschaftlichen Wertschöpfung. Sie fragt also nicht: wo kommst du her, sondern: wohin strebst du? Unternehmen sind ihrem Wesen nach steuerfrei – und wer sie trotzdem besteuert, zwingt sie nur dazu, die von ihnen entrichteten Steuern in den Preisen ihrer Produkte an die Konsumenten weiter zu wälzen. Die Steuern treffen stets die Konsumenten – von manchen wissen wir es, von anderen nicht. – Jede Steuererhebung bewirkt eine Teilung der gesellschaftlichen Wertschöpfung. Die öffentliche Hand erhält so ihren Anteil. Das Steuerwesen stellt schlussendlich drei Fragen:

1. Was gibt der Einzelne zur Erlangung seines Realeinkommens aus (- das Andere für ihn erbringen)?
2. Was investiert er in die Schaffung von Wertschöpfungsinstrumenten („Arbeitsplätze“)?
3. Was überträgt er von seinem Geldeinkommen an Dritte (z. B. als Schenkung)?

Das Erste wird bei ihm als Konsum besteuert, das Zweite bleibt, weil es Wertschöpfungsinstrumente schaffen hilft, unbesteuert; das Dritte wird von dem versteuert, der dieses Transfereinkommen erhält. Wir haben auf Grund unseres Geldeinkommens diese drei Möglichkeiten: wir können mit ihm kaufen; wir können es für unternehmerische Verwendungen verleihen (oder es selbst investieren) oder wir können es anderen übertragen, d. h. es dem Bereich der Kultur, der sozialen Dienste (oder Ähnlichem) zuwenden. Das ist heute schon so; wir merken es nur zumeist nicht.

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Wie stark steigen die Preise bei einer solch starken Mehrwertsteuererhöhung? Was ist mit der Inflation?

Die Preise der bezogenen Waren und Dienstleistungen (Lebenshaltungskosten) müssen durch die Umstellung des Steuersystems prinzipiell nicht steigen, wenn die höhere Konsumsteuer - wie vorgeschlagen - durch eine wegfallende Ertragsbesteuerung (wie zuvor erläutert) ausgeglichen wird. Aus den Preisen/Kosten der Produkte werden die nicht mehr erhobenen Unternehmenssteuern nämlich ganz verschwinden, so dass das Gesamtpreisniveau stabil bleibt. In diesem Umstellungsprozess des Steuerwesens sind wir im Übrigen bereits darinnen. Bei unterschiedlichen Steuersystemen in der EU kann es kleine Unterschiede beim Einkauf „hinter der Grenze“ (unter Beachtung der höheren Reisekosten!) geben. Größere Einkäufe müssen an der Grenze nachversteuert werden wie jetzt (Einfuhrumsatzsteuer). Wenn jemand heute im Ausland z. B. ein KFZ ohne Belastung mit Mehrwertsteuer erwirbt, wird es in Deutschland erst zum Verkehr zugelassen, wenn die darauf entfallende Einfuhrsteuer entrichtet ist. – Solange es unterschiedliche nationale Steuersysteme gibt, stellt sich an deren Grenzen stets die Frage nach der Behandlung grenzüberschreitender Waren- oder Leistungsströme (Export und Import). Das ist unvermeidbar und Kehrseite der nationalen Souveränität. Eine Bestellung im Internet geht heute zwar ungesehen über die Grenze, aber die Anlieferung der Ware oder Leistung ins Inland geschieht in der Regel nicht ganz unbemerkt. Mit deren Einfuhr unterliegt sie der Einfuhrbelastung nach inländischen Maßstäben.

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Warum nehmen die Menschen nicht ihr Grundeinkommen und ziehen ins Ausland?

Das können sie. Allerdings werden sie nur dann im Ausland auch Güter für das Grundeinkommen erhalten, wenn sie dort Abnehmer für ihr Geld finden. Und jeder Verkäufer oder Geldwechsler im Ausland wird nur dann bereit sein zur Annahme von EURO, wenn er erwarten kann, dafür in Deutschland etwas kaufen zu können. Mit anderen Worten: letzten Endes wird im Wirtschafts- und Geldkreislauf auch ein im Ausland ausgegebenes Grundeinkommen wieder im Inland nachfragewirksam.

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Was ist mit den Arbeiten, die niemand tun will, die aber für unsere Gesellschaft wichtig sind?

Sie müssten besser bezahlt werden, wodurch der Anreiz zu ihrer Rationalisierung steigen würde. Wenn es uns bisher gelungen ist, Tätigkeiten, für die der Einsatz menschlicher Arbeitskraft zu ‚teuer’ geworden ist, in Form von Maschinen und Methoden zu ersetzen - warum soll uns das nicht auch in Zukunft gelingen? Wir müssen Ersatz für Tätigkeiten finden, in denen Menschen keinen ‚Sinn’ in ihrer selbstbestimmten Lebensgestaltung mehr sehen. Die technischen Voraussetzungen dafür haben wir geschaffen. Ein Grundeinkommen würde außerdem zunächst nur an Bundesbürger und vielleicht an lange in Deutschland lebende ausländische Mitbürger gezahlt werden können. Alle anderen Mitbürger hätten dadurch viel bessere Aussichten, eine Arbeit in Deutschland zu finden.

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Welche Auswirkungen hat ein in dieser Weise wirkendes Grundeinkommen für die Wirtschaft insgesamt?

Deutschland würde durch die damit mögliche Umstrukturierung des Steuerwesens eine ‚Steuer- und Investitionsoase’ werden. Sinkende Nettopreise (siehe oben) wirkten förderlich auf den Export. Niedrige Lohnstückkosten würden den Standort Deutschland attraktiv machen. Zudem würden Arbeitsmarktreglementierungen wie Tarifrecht und Kündigungsschutz überflüssig und somit ein flexibler Arbeitseinsatz auf der Basis von Individualvereinbarungen möglich.

Die Zukunftsangst der Menschen und die Vorsorge- und Sparnotwendigkeiten würden reduziert. Dadurch stünde mehr Geld für Konsum zur Verfügung. Die Stimulierung von Selbstorganisation und Selbstverantwortung (Freiheit) wäre die Folge. Zunehmend würden vor allem die als sinnvoll wahrgenommenen Arbeitsaufgaben gesucht und geleistete Arbeit würde den eigenen Intentionen in höherem Maße entsprechen und dadurch authentischer und letztlich auch effizienter ausgeführt werden. Es würde zusätzliches Potenzial für bezahlbare Kulturarbeit, Bildungs- und Pflegearbeit (Arbeit direkt für den Mitmenschen und am Mitmenschen) entstehen und ein immenser Impuls für Wissenschaft und Forschung ebenso wie unternehmerische Initiative freigesetzt.

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Ist es nicht zynisch, Menschen einfach nur „mit Geld nach Hause zu schicken”? Berauben wir sie so nicht eines wesentlichen Lebensinhalts?

1. Keineswegs. Wer Sinn und Erfüllung in seiner Arbeit findet, wird genauso arbeiten wie zuvor. Zynisch ist es hingegen, den Menschen zu unterstellen, sie wüssten jenseits der Arbeit nichts mit sich und ihrer Zeit anzufangen.
2. Im Gegenteil: Sinn und Erfüllung der beruflichen Tätigkeit angesichts der aktuellen Situation am Arbeitsmarkt als die wesentlichen Motive der Wirtschaft und der Werktätigen zu attestieren wäre zynisch und ebenso sozialutopisch, wie dies gelegentlich der Grundeinkommensidee entgegengehalten wird. Ein Grundeinkommen räumt vielmehr mit diesem Zynismus auf und ermöglicht den Menschen eine sinnorientiertere Lebensführung. Außerdem trägt es den historisch veränderten Rahmenbedingungen von Fremdversorgung statt Selbstversorgung und von Produktivität und Überfluss statt Mangel (dem noch vorherrschenden Bewusstsein) Rechnung und ist daher im eigentlichen Wortsinne realistisch.

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Fallen alle anderen staatlichen Leistungen mit Einführung des Grundeinkommens weg?

Die gegenwärtigen Transferleistungen stammen entweder aus dem Steueraufkommen oder aus gesetzlich verordneten Abgaben (Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung etc.). Für uns Bürger ist das kein großer Unterschied: das Geld geht zwangsweise weg. Persönlich begründete Versicherungen kann man natürlich nicht ohne Klärung der Rechtsseite in das Grundeinkommen einbeziehen. Es muss aber möglich sein, alles, was bisher schon an Grundeinkommenselementen vorhanden ist, in eine neue, einfachere Form zusammenzuführen. Das Grundeinkommen sollte zunächst Gerechtigkeitslücken der bisherigen Transfersysteme schließen und danach schrittweise angehoben werden, um das Ganze - nach Maßgabe erreichter Wohlstandsgewinne - passabler zu machen. Alles, wozu wir die Notwendigkeit der Zuwendung aus der gesellschaftlichen Wertschöpfung billigen, können wir auch finanzieren. Finanzierung ist nämlich im Grunde nichts Anderes als die bewusste Gestaltung dessen, was wir tatsächlich erreichen können. Zu dem bisherigen Wirrwarr haben wir uns ja auch einmal entschlossen – also können wir uns auch zu etwas Besserem entschließen!

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Kann man die geltenden Rentenversorgungsleistungen in das Grundeinkommen (als Transferleistung) einbeziehen?

Bis zur Höhe des Grundeinkommens ist die Einbeziehung einer gesetzlichen Rentenversicherung eine Wohltat, weil das Grundeinkommen zu einem bedingungslosen Bezugsrecht wird. Auf jeden Fall werden die heute bestehenden Sozialtransfersysteme durch ein Grundeinkommen erheblich entlastet. Es kann daneben weiterhin Versicherungen aller Art für Leistungen oberhalb des Grundeinkommens geben; das bleibt der freien Vereinbarung wie bisher überlassen. Insgesamt geht es um den Einstieg in sozialere Zustände, nicht um die Sicherung alter Besitzstände.

Quelle: http://bildung24.cwsurf.de/das-bedingungslose-grundeinkommen/41-allgemein/302-haeufig-gestellte-fragen-zum-bedingungslosen-grundeinkommen

Umfrage zu Google - Bitte teilnehmen unter http://bildung24.cwsurf.de/forum/viewtopic.php?f=38&t=110

Stets betonte die Kanzlerin, dass sie sich das Ja der Länder zu Steuerentlastungen nicht erkaufen will. Berichte zeigen das Gegenteil: Der Bund zahlt Milliarden Euro.

Im Gegenzug für zu erwartende Steuereinbußen hat der Bund den Ländern weitere Milliardenzuschüsse zugesagt. Wie mehrere Zeitungen berichten, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel im Gespräch mit dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen (beide CDU) Milliarden Euro umfassende Zugeständnisse des Bundes an die Länder in Aussicht gestellt. Teil dieses Handels könnte vor allem ein Entgegenkommen des Bundes bei den gemeinsam geplanten, zusätzlichen Bildungsausgaben sein.

Hintergrund sind Einbußen der Bundesländer bei den Steuereinnahmen durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz der Regierung: Vor allem Schleswig-Holstein hat deshalb seine Zustimmung zu dem Gesetz im Bundesrat infrage gestellt, andere Länder des unionsregierten Lagers sich zumindest kritisch geäußert.

Mehr auf http://bildung24.cwsurf.de/blog/42-inland/229-bund-koedert-laender-mit-mehr-geld-fuer-bildung

In der Debatte um einheitliche Schulkleidung haben die Gegner das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und das Bild uniformierter Jugendlicher im Dritten Reich angeführt.

Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann (CDU) lehnte eine verpflichtende Einführung von Schuluniformen ab. Die Individualität der Kleidung sei durch das Grundgesetz geschützt, sagte der Minister in Hannover. Gegen eine verpflichtende Schuluniform gebe es zudem rechtliche Bedenken, weil die Verfassung in Artikel 2 das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit garantiere. Das Tragen einer Burka, mit dem zwei Schülerinnen in Bonn auffielen, sei als religiöse Provokation gedacht und wäre auch durch eine Schuluniform nicht zu verhindern gewesen, meinte Busemann.

Mehr auf http://bildung24.cwsurf.de/blog/42-inland/247-schuluniform-verletzt-grundgesetz

Die Landtagsgrünen haben den erneuten Vorstoß der Staatsregierung, eine Schülerdatenbank zu schaffen, heftig kritisiert: "Bayern braucht eine gute Bildungspolitik und keinen gläsernen Schüler", sagte die Sprecherin für Datenschutz Christine Kamm. Die Sinnhaftigkeit des Projekts, mit dem künftig die Bildungsverläufe, aber auch soziale Herkunftsdaten jeder Schülerin und jedes Schüler erfasst werden sollen, sei äußerst fragwürdig.

Mehr auf http://bildung24.cwsurf.de/blog/42-inland/274-csu-und-fdp-schaffen-den-glaesernen-schueler

Pisa und Lehrermangel stürzen die öffentlichen Schulen in die Krise. Nun umgarnen Privatinstitute verunsicherte Eltern und Schüler. Sie bieten kleinere Klassen, individuelle Förderung und werben um Hochbegabte - eine Spurensuche in der noblen Welt von Deutschlands Internaten.

Es war ein Tag im November, als in Louisenlund, Schloss an der Schlei und traditionsreiche Stätte gehobener Internatserziehung, die Revolution ausbrach. Schüler riefen "Chaos-Tage" aus, blieben dem Unterricht fern und zogen zu nächtlicher Stunde mit Fackeln ums Schloss. Lehrer, so hört man, sympathisierten. Drei Tage lang ging nichts mehr.

Der Anlass der Unruhen: Louisenlund hat einen neuen Schulleiter. Werner Esser, einst Salem-Pädagoge und zuletzt Leiter des staatlichen sächsischen Hochbegabten-Gymnasiums Sankt Afra in Meißen, ist angetreten, das akademische Niveau zu heben.

Kein kleiner Schock für die Anhänger der Louisenlunder Internatspädagogik. Das feine Institut orientiert sich an den Ideen Kurt Hahns, der 1920 in Salem die Landerziehungsbewegung ins Leben rief. Louisenlunder lernen Kuttersegeln, schulen ihren Gemeinschaftssinn bei der Feuerwehr und engagieren sich in allerlei "Gilden" - vom Politikprojekt bis zum Theaterspiel.

Kulturkampf im Nobelinternat

Zu den Schülern zählen derzeit zum Beispiel Newton und Edison, die Söhne des Hamburger Werbers Jean-Remy von Matt. Auch Kaffeeunternehmer Albert Darboven und Privatbankier Max Warburg drückten hier einst die Schulbank.

Mit Essers Amtsantritt drohte ein Kulturkampf im Nobelinternat: Schüler und Teile der Lehrerschaft sahen die Traditionen verraten, fürchteten strammen Drill statt ganzheitlicher Erziehung. Doch ein Zurück zur alten Idylle ist nicht in Sicht. Ingeborg Prinzessin zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg höchstselbst, Vorstandsvorsitzende der das Internat tragenden Stiftung, hat den neuen Kurs angeordnet. Denn in Louisenlund blieben Plätze frei.

Die Schule kämpft um ihre Kundschaft - und das in Zeiten, in denen Familien privaten Schulen die Türen einrennen. Immer mehr Eltern sind enttäuscht von den Schwächen vieler staatlicher Gymnasien. Pisa-Studien, Unterrichtsausfall, achtjähriges Gymnasium und Lehrermangel trieben besorgte Eltern scharenweise in seine Beratung, berichtet der frühere Salem-Lehrer Hartmut Ferenschild, der heute Eltern bei der Suche nach dem richtigen Internat berät.

Misere der öffentlichen Schulen ist gut für die Internate

In jeder größeren Stadt entstehen Privatschulen. Auch Prominente wie der ehemalige Geheimdienstkoordinator im Kanzleramt und jetzige CDU-Bundestagsabgeordnete Bernd Schmidbauer, 70, machen mit: Er ist Mehrheitsgesellschafter des Privatgymnasiums in St. Leon-Rot, einer Ganztagsschule in Baden-Württemberg. Und schwärmt von einer "wunderbaren Aufgabe".

Vor allem ambitionierte Manager und Unternehmer fragen sich: Wo erhält mein Kind erstklassige Schulbildung? Was können Private, was der Staat nicht leisten kann? Und wie finde ich in der Fülle der Angebote das beste Internat?

Denn in der Krise des öffentlichen Gymnasiums sind Internatsschulen die konsequenteste Alternative. Sie bieten häufig kleinere Klassen, fördern Schüler individueller und stellen sich zunehmend auch auf Hochbegabte ein. Sie verzahnen den Unterricht in der Ganztagsschule mit vielfältigen Nachmittagskursen, in denen Kinder und Jugendliche ihren Neigungen nachgehen und neue Interessen entwickeln können.

Internatserziehung ist in den besseren Kreisen wieder "in". Damit wachsen aber auch die Ansprüche an die so teuren wie alteingesessenen Anbieter privater Bildung. Es geht nicht mehr um ein paar schöne Jahre in guter Luft und reizvollen Schlössern, sondern um tolle Leistungen, super Noten und eine maßgeschneiderte Vorbereitung auf die globalisierte Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts. Die besten Internate arbeiten hart daran, sich auf diese neuen Ansprüche einzustellen.

In Louisenlund zum Beispiel hat sich viel getan: Es gibt ein modernes Chemielabor und eine nagelneue Turnhalle. Weitere Verbesserungen der Ausstattung sollen folgen, sagt Direktor Esser. Bereits vor seiner Zeit eingeführt wurde die Möglichkeit, anstatt des Abiturs das International Baccalaureate abzulegen und damit problemloser an Auslandsuniversitäten studieren zu können.

Schülerschaft, Pädagogen und Leitung haben sich auch wieder zusammengerauft, statt heimlich-frustriert wird wieder engagiert gelernt. Nur mit den Abi-Noten hapert es noch. Derzeit hält die Schule den Durchschnitt in Schleswig-Holstein, häufiger lag sie darunter. Andere Landerziehungsheime wie eben das berühmte Salem am Bodensee, der humanistisch orientierte Birklehof und das "segelnde Klassenzimmer", die Hermann-Lietz-Schule Spiekeroog, überflügeln hingegen den Landesschnitt.

Den klassischen Edelinternaten machen Institutionen Konkurrenz, die das Streben nach akademischer Höchstleistung in den Vordergrund stellen. Zum Beispiel Schloss Torgelow in Mecklenburg-Vorpommern, laut Eigenwerbung das Internat für "Schülerinnen und Schüler mit Zukunft". 1994 gegründet, wendet sich das Institut an "beruflich engagierte Eltern, die wissen, dass die Leistungserwartungen höher, der berufliche Wettbewerb härter, Schul- und Studienabschlüsse wichtiger werden".

Offensive Vermarktung mit Gedächtnistraining

Vor Anfragen dieser Eltern kann sich Schulträger Mario Lehmann, ein Jurist aus Heidelberg, kaum retten. 40 Plätze zum Preis von 27.600 bis 30.400 Euro pro Schuljahr hat er anzubieten. Fünfmal so viele Familien bewerben sich. Interessiert sind vor allem Mittelschichtler, Anwälte, Manager, Selbstständige.

Kein anderes Internat vermarktet sich so laut wie Torgelow. Torgelow-Schüler zeigten Früchte ihres Gedächtnistrainings bei "Stern TV". Torgelow-Abiturienten erzielten in diesem Jahr im Durchschnitt die Traumnote 1,9. Einen doppelten Rekord erzielte Torgelow-Schülerin Ann-Christin Wendeln aus dem Landkreis Cloppenburg: Sie bestand, erst 15-jährig, ihre Prüfung mit 1,0.

Die Schule besetzt Klassen mit höchstens zwölf Kindern und nimmt bereits etliche Fünftklässler auf. Schon die Kleinsten haben ihre künftigen Ziele klar vor Augen. Gute Leistungen seien wichtig, meint Sven, ein schmales Bürschchen aus der Klasse 5a, "damit man später eine große Auswahl guter Jobs hat".

Die Schule sortiert aus dem großen Kreis der Anwärter zielbewusst aus. Ein Notendurchschnitt von mindestens 2,5 ist Voraussetzung, um angenommen zu werden. Doch im Unterricht hat man nicht das Gefühl, dass die Schule nur Superhirne betreut. 11.40 Uhr, die Klasse 9a hat Deutsch-Unterricht bei Frank Jürgens. Schillers "Kabale und Liebe" wird durchgenommen, die Jungs lesen eher stockend vor, die Mädchen etwas flüssiger.

"Namen, die Sie sich als Arbeitgeber merken sollten"

Viermal im Jahr werden alle Schüler bewertet und die Noten im Anschluss schulintern veröffentlicht. Eine Woche vor den Sommerzeugnissen ahnt die 9a schon, wer in ihrer Klasse auf Platz eins stehen wird: Julia, eine sogenannte Externe, die bei ihren Eltern wohnt und eins der raren Leistungsstipendien erhalten hat. Offenbar setzt auch Torgelow wie die meisten Internate auf Zuschüsse an begabte Kinder, um das allgemeine Leistungsniveau zu heben.

Selbst für die Zeit nach dem Abitur wird in Torgelow vorgesorgt. Ab Klasse 10 besuchen die Schüler Kurse zur beruflichen Orientierung, üben sich in "effektiver Kommunikation" sowie "Zeit- und Lernmanagement". Das traditionelle Abschlussfoto zeigt Abiturienten in dunklen Anzügen und Abiturientinnen in bonbonfarbenen Roben vor dem Schlosseingang, ihre Namen veröffentlicht die Schule in überregionalen Zeitungen mit dem Zusatz: "Namen, die Sie sich als Arbeitgeber merken sollten."

Man kann das für eine Verengung des Erziehungsgedankens halten. Man mag einwenden, dass Schule eben keine Universität ist und sein soll. Dann riskiert man allerdings, für einen hoffnungslosen Adoleszenzromantiker gehalten zu werden. Denn heute erledigen Mütter die Hausaufgaben ihrer Grundschulkinder, sie melden falsche Wohnsitze an, um den Zugang zur "richtigen Schule" zu erhalten. Heute stehen schon I-Männchen im gnadenlosen Wettbewerb. Insoweit sind die Torgelower nur konsequent.

Wer anders denkt, ist vielleicht ein Fall für die Kirche. Die großen christlichen Konfessionen waren die ersten Träger internatsgebundener Bildung in Deutschland, und bis heute ist von rund 180 Internaten mit allgemeinbildenden Schulen knapp die Hälfte in Kirchenhand. Viele verstehen sich als Reparaturbetriebe für schwierige Schulkarrieren. Einige glänzen mit höchsten Bildungsansprüchen.

Auf protestantischer Seite gehören das Evangelische Seminar Maulbronn - in dem Hermann Hesse und Friedrich Hölderlin zur Schule gingen - und das Seminar Blaubeuren zu den renommiertesten Internaten. Auf katholischer Seite findet die geschlechtsgetrennte Erziehung ihr Refugium. Im Internat des Klosters Ettal lernen nur Jungs, die Heimschule Kloster Wald unterrichtet exklusiv Mädchen.

Und dann sind da noch die Schulen der Jesuiten. Die intellektuellen Ordensbrüder bieten ein Produkt, das alle Übel der orientierungslosen modernen Gesellschaft an der Wurzel packen will: beste Schulbildung plus Werteerziehung. Jesuiten wirken am Aloisiuskolleg in Bonn zum Beispiel (gesprochen Alo-i-sius, nicht etwa Aleusius, das verrät den Outsider). Und im ehemaligen St. Blasien im Schwarzwald.

Samstags zwei Bier unter Aufsicht

Die klassizistische Kuppel des Doms prägt das winzige Örtchen. Ablenkung ist rar, die nächste Großstadt - Freiburg - weit, eigene Autos sind verpönt. Wo, wenn nicht hier, kann gute Erziehung noch ihre ganze Kraft entfalten?

Und so ist das Internat in den oberen Kreisen gerade schwer en vogue. Wo einst der vergrübelte CDU-Sozialrevolutionär Heiner Geißler und Pudding-Erbe Alfred Oetker zur Schule gingen, lernen heute Botschafterkinder und Nachwuchs aus dem Fürstenhause Waldburg-Zeil. Auch ein Hamburger Unternehmensberater mit Adelsprädikat, der einen Sohn in Torgelow hatte, experimentiert nun mit seiner Tochter in St. Blasien. Und in der Schülerzeitung "Gegenwind" macht sich Mona Sloterdijk, die Tochter des bekannten Philosophen, Gedanken über den Begriff der "Elite".

In St. Blasien sind die Regeln streng. Geschlechtsverkehr unter den Zöglingen wird mit Internatsverweis bestraft, das erste halbe Jahr gilt als Probezeit. Samstags abends dürfen im internatseigenen Partykeller je nach Alter zwei oder drei Bier konsumiert werden. Unter Aufsicht.

Die akademischen Angebote beeindrucken. Der Chinesischunterricht wird von einer leibhaftigen Professorin der Universität Shanghai betreut, alle Kursteilnehmer gehen drei Monate nach Asien. Die "Euroklasse" holt Jugendliche aus der ganzen Welt nach St. Blasien. Ein neu eröffnetes "Zentrum für individuelle Begabungsförderung" will Schwächen ausgleichen und Stärken fördern.

Schwerer Perspektivwechsel: Man muss auch ins Milieu passen

Gottesdienste und Exerzitien prägen die Internatszeit, wie "Speck das Essen schmackhaft macht", schwärmt Kollegsdirektor Pater Johannes Siebner. Das Internat wolle junge Menschen anziehen, "die in diesem Land vielleicht später Verantwortung übernehmen". Auch ein Sozialpraktikum gehört zum Pensum: "Man kann über diese Gesellschaft nicht reden, wenn man sie nur von oben kennt."

Wer die mit Einkaufstüten von Hermès, Chanel und Burberry gepflasterten Wände einiger Zimmer im Mädchenhaus sieht, ahnt, wie schwer der Perspektivwechsel gelingen mag. Das führt zu einer weiteren Erkenntnis über Internate: Intelligenz hin, Leistung her - man muss eben auch ins spezifische Milieu passen. Da gilt es genau hinzusehen und sorgfältig zu prüfen, welches Institut dem eigenen Kind wirklich gut tut.

Übrigens: Außerordentlich fähige junge Menschen können sich ihre Internatserfahrung auch vom Steuerzahler finanzieren lassen. Die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Baden-Württemberg unterhalten inzwischen vier Internatsgymnasien für Hochbegabte, die für Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet zugänglich sind. Die Kosten für Unterhalt und Verpflegung sind gering, hohe Intelligenz und vielfältige Neigungen müssen nachgewiesen werden, das Lernpensum ist straff.

Ein Wettstreit um bessere Bildungsangebote für die nächste Generation ist entbrannt, an dem sich selbst der Staat beteiligt. Pisa sei Dank.

Quelle: http://bildung24.cwsurf.de/blog/42-inland/291-boom-der-internate-reich-an-bildung

lautet der Titel des neuen Newsletters von Lernen aus der Geschichte, den Sie hier zum Download finden: http://www.lernen-aus-der-geschichte.de/?site=ne20091216210958
Mit Beiträgen u.a. von Micha Brumlik, Sergey Lagodinsky, Larissa Weber u.a.
Eine inspirierende Lektüre wünscht Ihre Redaktion

Unter dem Motto "Lernen macht glücklich" startet im Dezember 2009 das Nachhilfeinstitut Mini-Lernkreis einen Schreibwettbewerb für Kinder und Jugendliche. Es werden je zehn Sieger/innen in den Kategorien 6 bis 12 Jahre und 13 bis 18 Jahre von einer sachkundigen Jury ermittelt. Die ersten beiden Sieger/innen werden am 20. März auf die Bildungsmesse "didacta" nach Köln eingeladen und dort prämiert.

Dass es beim Lernen nicht um stupides Pauken geht, sondern – im Gegenteil – dass Lernen wirklich glücklich machen kann, bestätigt die moderne Hirnforschung mit zahlreichen Untersuchungen und Erkenntnissen. Eigentlich liegt es auf der Hand: Wir alle lernen gerne. Mit Leidenschaft, Hingabe und unermüdlichem Einsatz haben wir das Laufen, Essen, Sprechen, Lesen, Schreiben oder das Klavier- und Fußballspielen gelernt. Wir stürzen uns mutig in das „Abenteuer Lernen“ und sind glücklich über jeden Erfolg.

Der Mini-Lernkreis will von Kindern und Jugendlichen wissen: "Was war euer schönstes Lernerlebnis? Wie war es, als ihr gelernt habt, beim Inlineskaten zu bremsen? Als ihr kapiert habt, wie Prozentrechnung funktioniert? Als ihr auf der Gitarre eure ersten Töne gespielt habt? Oder als ihr eure ersten Kekse gebacken habt? Oder als ihr....?"

Eigene Geschichten und Texte zum Thema "Mein schönstes Lernerlebnis!" sollen bis zum 15. Februar 2010 entweder per Post an
Mini-Lernkreis- Systemzentrale, Breitestr.155, 76135 Karlsruhe
oder aber per Mail an schreibwettbewerb@minilernkreis.de gesendet werden. Auch über die Website www.lernenmachtgluecklich.de können die Beiträge geschrieben und versendet werden. Die Texte müssen von den Teilnehmern selbst geschrieben und bisher unveröffentlicht sein. In jeder Kategorie gibt es tolle Preise wie Netbook, iPod, E-Gitarre mit Verstärker, MP3-Player und digitale Bilderrahmen zu gewinnen.

Die Gewinner der ersten Preise werden am 20. März 2010 auf der Bildungsmesse "didacta" in Köln prämiert.

Die Jurymitglieder:
Mirijam Günter gewann 2003 den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis und veröffentlichte seitdem zwei Bücher bei DTV ("Heim", „Die Ameisensiedlung). In ihren Büchern und Essays beschäftigt sie sich mit der Situation benachteiligter Kinder und Jugendlicher.

Patricia Fehrle ist Germanistin, Lehrerin, Leiterin des Mini-Lernkreises Rheinland und begeisterte Leserin. Als Mitglied der deutschen Thomas-Mann-Gesellschaft hat sie einen Lesekreis zu den "Frauenfiguren im Werk von Thomas Mann" ins Leben gerufen.

Claudia Bleier ist PR-Journalistin und Autorin. Für ihre Kurzgeschichten hat sie u.a. den Exil-Literaturpreis 2007 in Wien und den Kunstpreis des Kreises Viersen 2009 erhalten.

Weitere Informationen und der aktueller Stand des Wettbewerbes sind unter www.lernenmachtgluecklich.de sowie beim Veranstalter unter www.minilernkreis.de erhältlich.

Hallo!

Wir suchen Moderatoren, die sich im Bereich Bildung auskennen.

Aufgaben von Moderatoren sind:

* Moderieren von Beiträgen und Themen
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Wie wird man Moderator?
Um Moderator zu werden schreibe bitte eine Bewerbung an die Forum-Admistration (http://bildung24.cwsurf.de/forum/ucp.php?i=pm&mode=compose&u=52). Wir werden dann anhand deiner Bewerbung und der von dir geschriebenen Beiträgen entscheiden, ob du Moderator wirst. Es hängt also hauptsächlich von der Qualität deiner Beiträge ab und von deinem Fachwissen, das du in ihnen vermittelst.

Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

Göttingen, 16.12.2009: Am vergangenen Wochenende ging wieder eine Ausbildungssequenz der "Ausbildung zum interkulturellen Trainer (m/w) in 5 Modulen" zu Ende, die alle Teilnehmenden erfolgreich abschlossen. Dazu gratulierte Alexander Reeb, Geschäftsführer von IKUD® Seminare, den Absolventen recht herzlich und dankte für die erfolgreiche Zusammenarbeit und das Engagement der Teilnehmenden.

Bei dieser dritten Ausbildungssequenz im Jahr 2009 erarbeiteten die Teilnehmenden unter professioneller Anleitung eigene Trainingskonzepte, die sie direkt in die Tat umsetzen können. Am Wochenende wurden die Konzepte präsentiert, die auch diesmal aus ganz verschiedenen Arbeitsbereichen und Branchen kommen. Unter den neuen zertifizierten interkulturellen Trainern und Trainerinnen sind solche, die in Zukunft länderspezifische Trainings (Russland, China, arabische Länder) anbieten sowie Fach- und Führungskräfte, die in Finanzbranche und für technische Berufe Mitarbeiterschulungen zu interkultureller Kompetenz durchführen. Auch für Universitäten und Studenten wurde ein spezielles interkulturelles Training entwickelt. Es zeigt sich auch hier, in welch breitem Spektrum die in der Trainerausbildung erworbenen Kenntnisse eingesetzt werden können.

Die "Ausbildung zum interkulturellen Trainer (m/w) in 5 Modulen" von IKUD® Seminare ist durch die Deutsche Gesellschaft für interkulturelle Trainingsqualität e.V. (dgikt) zertifiziert und Absolventen erhalten die Auszeichnung: „Zertifizierter Trainer der Deutschen Gesellschaft für interkulturelle Trainingsqualität e.V“. Die Ausbildung besteht aus 5 Modulen, die über 4 Monate an 11 Trainingstagen berufsbegleitend absolviert werden. Seit dem Start der Ausbildung im Herbst 2006 haben bereits mehr als 150 Absolventen die Ausbildung durchlaufen und sind erfolgreich in verschiedenen Positionen tätig, sei es im Personalabteilungen internationaler Unternehmen, in Organisationen oder auf selbstständiger Basis.

2010 bietet IKUD® Seminare die Ausbildung zu vier Startterminen an: 29. Januar, 16. April, 24. September und 05. November. Nähere Informationen über die „Ausbildung zum interkulturellen Trainer (m/) in 5 Modulen“ sind einsehbar unter http://www.ikud-seminare.de/seminare/interkultureller-trainer-ausbildung-in-5-modulen.html und natürlich steht das Team von IKUD® Seminare bei Rückfragen jederzeit zur Verfügung.

Mit Zusatzqualifikationen SAP® ERP HCM und Branchensoftware Landwehr (ehemals AIDA)

Am 15.03.2010 startet bei date up in Hamburg und am 01.03.2010 in Frankfurt die Umschulung Personaldienstleistungskaufmann (m/w) (HK) mit Einstellungszusagen von randstad.

Teilnehmer dieser Umschulung werden in den Bereichen Personal, kaufmännische Steuerung und Kontrolle und Recht und Sicherheit ausgebildet.

Personaldienstleistungskaufleute sind Ansprechpartner sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber, sie müssen ein hohes Maß an Kommunikationsbereitschaft mitbringen, die Fähigkeit, offen auf Menschen zuzugehen, Kontakte aufzubauen und zu pflegen, im Team zu arbeiten.

Die Ausbildung endet mit dem Handelskammer-Abschluss.

Weitere Informationen und Anmeldungen bei Andreas Kiolbasa unter 040 / 80 90 75-0 für Hamburg und Michael Eichenlaub unter 0711 / 72 20 78 80 für Stuttgart.
Direkt zur Umschulung Personaldienstleistungskaufmann in Hamburg

Direkt zur Umschulung Personaldienstleistungskaufmann in Stuttgart

Die besten Webseiten und Blogs rund um das Thema Bildung und Weiterbildung finden sich in dem neuen Bildungs-Webkatalog, der erstmals ein vollautomatisches Prüfverfahren einsetzt, um Webseiten auf Inhalt, Qualität und Nutzerfreundlichkeit zu testen. Aufgenommen werden nur Seiten, die mit "gut" oder "sehr gut" abschneiden. Diese Seiten sind sicher, spamfrei und zeichnen sich zudem durch eine hohe Qualität der Inhalte aus.

Kostenloses Material für die Weiterbildung als Schlagzeuger findet sich auf der Seite http://www.schlagzeugnoten(punkt)info/sidemap.html

Hier gibt es neben Leseübungen für die kleine Trommel auch ein komplettes Schulwerk zum Download. Selbstverständlich fehlen auch kleine Softwaretools zu Themen wie Musiktheorie und Gehörbildung nicht auf der Seite.

Übrigens dürfen auch Schlagzeuglehrer das Material kostenfrei für Ihren Unterricht nutzen, diese sollen das Material jedoch nicht als Ausdruck an die Schüler weiter geben, sondern diese bitten es selbst von der Internetseite zu laden.

Aufholen • Vertiefen • Motivieren

Fit ins nächste Schulhalbjahr durch individuellen Förderunterricht. Wissenslücken fallen meist immer dann auf, wenn es zu spät ist. Damit es im neuen Schuljahr nicht zum Desaster kommt, nutzt man am besten die Hilfe eines erfahrenen Nachhilfelehrers von multiCONCEPT, um in einem Teil der Weihnachtsferien und danach durch privaten Einzelunterricht zu Hause das fehlende Wissen schnell und effektiv nachzuholen.

Wir beraten Sie ausführlich und stehen Ihnen während des gesamten Betreuungszeitraumes über unsere Hotline zur Verfügung.

Für Ihr Kind ergeben sich daraus vielschichtige Möglichkeiten:

● Gleichziehen mit Gleichaltrigen
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Sie dürfen erwarten:

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Durch individuellen Einzelunterricht sind die Lerninhalte vollständig auf Ziele, Lerntyp und Auffassungsgabe Ihres Kindes ausgerichtet. Dadurch ist eine ganzheitlich und effiziente Betreuung (Coaching) gewährleistet!

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Wer zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wird, Gehaltsvorstellungen im Beruf angeben. Diese sollten möglichst genau mit der Realität übereinstimmen.

Auch Personen, die ein Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen, um ihr Gehalt zu erhöhen, sollten wissen, wie hoch ihr Anspruch im Vergleich mit Kollegen oder Arbeitnehmern der gleichen Branche ist.

Generell ist ein Gehaltsvergleich nur mit Menschen der gleichen Branche und des gleichen Ausbildungsstandes möglich. In dieser Datenbank kann man schnell und einfach einen Gehaltsvergleich realisieren.

Quelle: http://gehalt.was-verdient-ein.de
Gehalsvergleich: http://gehalt.was-verdient-ein.de/gehaltscheck.html

Berlin - "Die Bildung ist tot", steht auf dem Sarg, den die Studenten in Bonn auf den Schultern tragen. Ihr Geburtsdatum geben die Demonstranten mit dem Jahr 972 n.Chr. an. Damals wurde in Kairo die Hochschule der Al-Azhar-Moschee errichtet, die vielen als älteste Universität der Welt gilt. Als Todesdatum wählten sie gestern und damit den Tag, da sich in Bonn die Kultusminister der Länder trafen, um mit der Hochschulrektorenkonferenz über Änderungen am sogenannten Bologna-Prozess zu beraten.

Man einigte sich auf Korrekturen der Bachelor- und Masterstudiengänge. Damit sei ein großer Schritt getan, sagte die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel. Die Konferenz der Kultusminister (KMK) wollte am Abend die politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Reformvorschläge festsetzen.

Laut einer gemeinsamen Erklärung sollen Prüfungs- und Arbeitsbelastung der Studenten reduziert sowie die Voraussetzungen für eine Verringerung der Stoffdichte geschaffen werden. Die Hochschulen sollten zudem mehr Freiheiten bei der Ausgestaltung von Studiengängen bekommen.

In Zukunft lautet die Regel, dass pro Modul nur noch eine Prüfung absolviert werden darf. Ein Studiengang besteht aus mehreren Modulen, die ihrerseits aus zahlreichen Einzelveranstaltungen zusammengesetzt sind. Sie werden bisher meist alle abgeprüft. Wie die WELT berichtete, hatte die neue Regel schon der sogenannte Akkreditierungsrat beschlossen, der die Prinzipien für die formale Bewertung der Studiengänge festlegt. Damit ist eine der zentralen Forderungen der Studierenden erfüllt worden, die während der Proteste in Bonn wiederum die hohe Prüfungslast beklagten und mehr Freiräume forderten.

Keine Bewegung gab es in der Frage der Studiengebühren. Es bleibt dabei, dass einige Länder Gebühren verlangen, andere nicht. Eine generelle Abkehr von den Studiengebühren wollen indes die Studentenorganisationen. Der Studentische Dachverband fzs kritisierte die gestrige Einigung als nicht weitgehend genug. "Das mehrgliedrige Schulsystem, Bildungsgebühren und unzureichende Studienfinanzierung fördern die soziale Selektion", sagte Anja Gadow vom fzs und übte damit grundsätzliche Kritik am deutschen Bildungswesen.

Verbesserungen wünscht sich auch der Bund, der den Ländern anlässlich des am 16. Dezember stattfindenden Bildungsgipfels mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Finanzierungsangebot unterbreitete.

Die "Financial Times Deutschland" berichtete über ein Verhandlungsangebot des Bundes, sie berief sich dabei auf interne Eckpunkte. Danach schlage der Bund unter anderem vor, die Länder bei der Sprachförderung von Kindern zu unterstützen. Er ist demnach bereit, die Hälfte der Kosten der Sprachförderung vor der Einschulung zu übernehmen. Bis Sommer 2010 solle zudem mit den Ländern ein Konzept für "lokale Bildungsbündnisse" entwickelt werden, um leistungsschwache Jugendliche individuell zu fördern. Berlin biete jedem Land auch die Einrichtung eines "Kompetenzzentrums für Lehrerbildung" an. Das Papier ist brisant, denn es wird spekuliert, dass die Zustimmung zum umstrittenen Wachstumsbeschleunigungsgesetz mit den Bildungszuschüssen des Bundes verknüpft werden könnte.

Quelle: http://bildung24.cwsurf.de/blog/99-bildungsstreik/208-kultusminister-kommen-studenten-entgegen
Im Forum: http://bildung24.cwsurf.de/forum/viewtopic.php?f=46&t=89

Mit Mikrokrediten hat er die Finanzwelt in Entwicklungsländern revolutioniert – jetzt will Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus sein Konzept auch auf Industriestaaten übertragen. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview sagt er, wie Arbeits- und Obdachlose in Deutschland davon profitieren könnten.

SPIEGEL ONLINE: Herr Yunus, mit der Grameen-Bank vergeben Sie Mikrokredite in Entwicklungsländern. Brauchen wir in Deutschland ein ähnliches Programm?

Yunus: Auf jeden Fall. Auch in Deutschland gibt es viele Menschen, die vom Bankensystem ausgeschlossen werden. Arbeitslose zum Beispiel. Banker halten sie für ein großes Risiko. Dabei bräuchten gerade sie Kredite.

SPIEGEL ONLINE: Warum? Deutsche Arbeitslose bekommen staatliche Unterstützung.

Yunus: Das ist in reichen Ländern wie Deutschland der übliche Weg. Aber mit dem Arbeitslosengeld besteht kein Anreiz, neues Einkommen zu generieren. Im nächsten Monat kommt ja das nächste Gehalt. Das raubt den Menschen die Initiative. Man könnte Arbeitslosen doch auch Mikrokredite geben. Dann könnten sie ihr eigenes Unternehmen gründen. Fähige Menschen sollten nicht vor dem Fernseher sitzen, wie Zombies, ohne etwas zu tun zu haben. Ihr Potential und ihre Fähigkeiten bleiben ungenutzt. Ihre Kreativität wird verschwendet.

SPIEGEL ONLINE: Würden Sie jedem Arbeitslosen einen Kredit geben?

Yunus: Jeder Mensch sollte das Recht auf einen Kredit haben. Man könnte doch sagen, ich schenke dir entweder 100 Euro oder ich gebe dir einen Kredit von 500 Euro. Das ist besser, als das Geld einfach so zu verteilen. Wenn nur die Hälfte der Menschen das Geld zurückzahlt, dann ist das schon ein Erfolg. Und wenn die Kreditnehmer erfolgreich sind, spornt das auch andere an. Der Stolz kommt zurück.

SPIEGEL ONLINE: Es gibt bereits viele Möglichkeiten für Arbeitslose, etwa Gründungszuschüsse vom Staat. Und Kleinstkredite werden bereits von der Kreditanstalt für Wiederaufbau vergeben. Warum brauchen wir trotzdem weitere Mikrokredite in Deutschland?

Yunus: Staatliche Programme haben meist ein strenges, bürokratisches Prozedere, von dem nicht abgewichen wird. Manche schlagen daraus Kapital und umgehen diese Regeln. Nicht weil sie die Kredite brauchen, sondern weil sie das System austricksen können. Andere kommen nicht zum Zuge, weil sie nicht in ein bestimmtes Raster passen. Der Staat ist, wenn er Kredite vergibt, auch nicht unbedingt an Nachhaltigkeit interessiert. Schließlich ist das Geld steuerfinanziert.

SPIEGEL ONLINE: Das heißt, Mikrokredite sollten eher von privaten Instituten vergeben werden?

Yunus: Ich möchte nicht das Wort "privat" benutzen. Das heißt, dass man Geld verdienen möchte. Ich ziehe Mikrokredite als Social Business auf. Social Business bedeutet, dass man mit einem Unternehmen ein bestimmtes soziales Problem angehen möchte. Gewinne werden wieder in das Social Business investiert. Es muss aber auch kostendeckend sein. Deshalb verlangen wir auch Zinsen.

SPIEGEL ONLINE: Die ziemlich hoch sind. Die Grameen Bank verlangt teilweise 20 Prozent.

Yunus: Natürlich sind niedrige Zinsen gut. Aber wenn ein Institut sich selbst tragen muss, dann kann man keinen Zins verlangen, von dem das Institut nicht nachhaltig existieren kann.

SPIEGEL ONLINE: Sie haben in Entwicklungsländern auch Programme mit Bettlern angeschoben. Da nehmen Sie gar keine Zinsen. Werden solche Kredite zurückgezahlt?

Yunus: Ja, die Rückzahlungsraten sind sogar sehr hoch. Wir nehmen keine Zinsen, weil wir keinen Druck ausüben wollen. Die Bettler sollen ganz entspannt sein.

SPIEGEL ONLINE: Und woher kommt dann die Motivation, das Geld zurückzuzahlen?

Yunus: Wenn die Bettler uns den Kredit zurückzahlen, dann bekommen sie einen neuen mit den gleichen Konditionen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das funktioniert.

SPIEGEL ONLINE: Würde das auch mit Obdachlosen in Deutschland funktionieren?

Yunus: Wir sollten es versuchen. Es wäre eine neue Situation, und ich kann natürlich nicht vorhersehen, ob es funktioniert. Ich würde auch nicht gleich allen Bettlern einen Kredit geben, sondern es erstmal an einer Person ausprobieren. Wenn es klappt, dann kann man dem nächsten einen Kredit geben. Wenn einer den Anfang macht, dann ziehen andere nach. In Bangladesch und in vielen anderen Ländern hat das funktioniert.

SPIEGEL ONLINE: Welche Kriterien setzen Sie an, um den Ärmsten der Armen Kredite zu geben?

Yunus: Wir versuchen erst einmal zu verstehen, warum jemand zum Bettler geworden ist. Meist gab es einen Wendepunkt in seinem Leben. Es ist einfach zu sagen, dass Bettler nicht arbeiten wollen. Aber möglicherweise stimmt das gar nicht. Dann diskutieren wir mit ihnen zusammen, was sie tun könnten, und wir geben das Geld dafür. Wir machen zusammen einen Businessplan.

SPIEGEL ONLINE: Hat denn jeder Bettler eine Geschäftsidee?

Yunus: Der menschliche Geist ist grenzenlos kreativ. Wenn man nicht aufhört nachzudenken, findet man eine Lösung.

SPIEGEL ONLINE: Die Idee der Mikrokredite funktioniert auch deshalb so gut, weil die Gemeinschaft auf den Kreditnehmer moralischen Druck ausübt. Die deutsche Kultur ist aber sehr individualistisch, oft leben Menschen anonym. Funktionieren Mikrokredite hier trotzdem?

Yunus: Schauen Sie sich das Beispiel New York an. Die Einwohner wissen meist nicht, wer nebenan wohnt. Wenn jemand stirbt, merken sie es oft gar nicht. Aber es funktioniert auch da. Durch die Programme bringen wir die Menschen zusammen und sie haben plötzlich Freunde. Und so ist dann auch der Druck der Gemeinschaft da.

SPIEGEL ONLINE: Sind Sie schon mal auf ein Land gestoßen, in dem Mikrokredite nicht funktioniert haben?

Yunus: Nein, denn Menschen brauchen Geld. Wir haben eine Welt um uns herum, in der Geld wichtig ist.

SPIEGEL ONLINE: In vielen Ländern der Welt gibt es Filialen der Grameen Bank, die Sie 1983 gegründet haben. Wann eröffnen Sie eine Filiale in Deutschland?

Yunus: Ich werde oft gefragt, warum wir noch keine Filiale in Deutschland haben. Aber ich werde nicht aus Bangladesch kommen und sagen: Ich will bei Euch Mikrokredite einführen. Da müsste schon jemand zu mir kommen und sagen: Hey, kannst Du uns dabei helfen?

SPIEGEL ONLINE: Und es hat Sie noch niemand gefragt?

Yunus: Es gab mal ein paar Leute, die eine Art ökologische Mikrokredite-Bank in Deutschland gründen wollten und mich um Hilfe baten. Aber sie haben irgendwann das Interesse verloren und hatten andere Sachen im Kopf.

SPIEGEL ONLINE: Viele Unternehmen sind im Social Business aktiv. Eine Idee, die auch von Ihnen stammt. BASF zum Beispiel verkauft Moskitonetze, die sich auch arme Menschen leisten können. Danone verkauft für wenig Geld einen vitaminreichen Joghurt, oder Veolia macht mit erschwinglichem Trinkwasser Social Business. Welches Unternehmen werden Sie als nächstes von Social Business überzeugen?

Yunus: Ich überzeuge niemanden. Ich warte, bis die Leute zu mir kommen. Sie müssen es gar nicht mit mir machen. Sie können es auch selbst. Ich möchte nicht meine Bank erweitern, sondern die Idee verbreiten.

SPIEGEL ONLINE: Adidas hat kürzlich angekündigt, als Social Business aktiv zu werden. Sind Sie zu Adidas gegangen, oder hat das Unternehmen Sie um Rat gefragt?

Yunus: Die Leute von Adidas sind zu mir gekommen. Sie haben mich gefragt, was sie tun könnten. Und dann habe ich gesagt, sie sollten ein Ziel, eine Mission haben. Das könnte sein: Niemand auf der Welt sollte ohne Schuhe herumlaufen. Der Schuh muss natürlich auch erschwinglich sein, damit es ein Social Business ist.

SPIEGEL ONLINE: Warum ist es so wichtig, Schuhe zu tragen?

Yunus: Viele Menschen wissen nicht, wie sie sich vor Krankheiten schützen können. Viele Parasiten dringen durch die Füße in den Körper ein. Wenn alle Kinder Schuhe hätten, könnte man viele Krankheiten verhindern. Wenn Adidas mit der Idee erfolgreich ist, müssen auch die anderen nachziehen. Es entsteht eine neue Art von Wettbewerb. Der Wettbewerb, anderen Menschen zu helfen.

SPIEGEL ONLINE: Warum funktioniert Social Business?

Yunus: Es gibt zwei Dinge in uns. Den Egoismus und die Selbstlosigkeit. Der selbstlose Teil in uns ist genauso stark wie der egoistische. Wir lassen das nur noch nicht zu. Die meisten Unternehmen handeln egoistisch. Aber warum kann man nicht auf der Basis von Selbstlosigkeit ein Unternehmen aufbauen? Anderen zu helfen, ist ein wundervolles Glück. Wir wollen den Kapitalismus nicht abschaffen, sondern vervollständigen. Egoismus und Selbstlosigkeit gehören gleichermaßen dazu.

Quelle: http://bildung24.cwsurf.de/component/content/article/188


 
 
 
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